Starporträt

Peter Lohmeyer

Peter Lohmeyer wäre fast Fußballprofi geworden. Dann kamen die Mädchen und das Moped - und eine andere Leidenschaft setzte sich durch

Bekannt als Peter Lohmeyer
Vorname Peter
Name Lohmeyer
Geburtstag 22. Januar 1962
Alter 54 Jahre
Geburtsort Niedermarsberg, Nordrhein-Westfalen
Größe 1,86 m
Sternzeichen Wassermann

Was Sie wissen sollten - Biografie

Eigentlich hätte man erwarten können, dass Peter Lohmeyer in "Das Wunder von Bern" einen der WM-Sieger von 1954 verkörpert. Schließlich haben die Beine des Schauspielers schon den einen oder anderen Fußball zielsicher ins Tor manövriert, und zwar als Nachwuchstalent in der C-Jugend im Stuttgarter VFB! Überhaupt: Fußball ist seine Leidenschaft. Ein besonderes Faible hat er für die Kicker aus Gelsenkirchen. Man trifft ihn auch in der Nordkurve des Schalke 04-Stadions, wenn er mit seiner markant rauen Stimme seine Schützlinge anfeuert. Trotz etlicher Umzüge ist er den UEFA-Cup-Siegern von 1997 treu geblieben. Vielleicht weil Schalke für den in Hagen im Ruhrgebiet aufgewachsenen Schauspieler ein Stück Heimat bedeutet.

"Das Wunder von Bern"

In Sönke Wortmanns Geschichte über den WM-Sieg von 1954 spielt Lohmeyer trotzdem nicht Helmut Rahn, sondern den Kriegsheimkehrer Richard Lubanski, der sich seinem elfjährigen Sohn (übrigens gespielt von Lohmeyers wirklichem Sohn) nur sehr langsam wieder annähert. Belohnt wurde er dafür mit dem Deutschen Filmpreis als "Schauspieler des Jahres".

Auszeichnungen

Schon seit seinem ersten Kinoerfolg 1989 in Dominik Grafs "Spieler" sammelt Lohmeyer keine Fußballpokale, sondern Auszeichnungen für seine schauspielerische Leistung. 1998 erhielt er seinen ersten Deutschen Filmpreis für die beste Nebenrolle in "Zugvögel - einmal nach Inari", 2000 den Bayrischen Fernsehpreis für "Der Elefant in meinem Bett". Der Kurzfilm "Peter Lohmeyer sein" wurde beim F.W.-Murnau-Kurzfilmpreis 2007 mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnet.

Leidenschaft fürs Theater

Wertvoll ist auch Lohmeyers etwas kantiger Lebenslauf. Kurz vor dem Abitur bricht er die Schule ab, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Auch die Westfälische Schauspielschule in Bochum, die er von 1982-1984 besuchte, verlässt er vorzeitig ohne Abschluss, um im Schauspielhaus Bochum sein Bühnendebüt zu geben.

Denn obwohl er in unzähligen Fernseh- und Kinofilmen spielte, ist er dem Theater stark verhaftet. Da kommt er her, da sind seine Wurzeln. Schon während seiner Schulzeit arbeitete er nebenbei beim Kinder- und Jugendtheater. Später spielte er in den Theaterhäusern von Bochum, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg und Berlin.

Vielfältiger Schauspieler

Genauso vielfältig ist seine Rollenwahl vor der Kamera: Ob als Kommissar mit Fahrplantick in "Zugvögel", als Autoschieber in "Bunte Hunde", als wortkarger Trucker in "Pauls Reise" oder als Kommunen-Guru in "Am Tag als Bobby Ewing starb" - Peter Lohmeyer hat es gespielt. Und dem Hörbuch zum Leben von Johnny Cash lieh er seine Stimme. Der eigenwillige Charakter der Musikerlegende ist genau sein Ding.

Typisch für Lohmeyers Spiel ist seine Mischung aus raubeinigem und kindlich-naivem Verhalten. Sein nervöser Gang und die trotzig abgehackten Bewegungen wollen nicht so recht zu seinem jungenhaften Gesichtsausdruck passen. Lohmeyer vereint den gefährlichen Blick eines Nicolas Cage mit der Melancholie eines Robert De Niro. Dies prädestiniert ihn für Rollen als Kleinstadtgangster oder Vorstadtrebell.

Familienmensch

Lohmeyers Hauptrolle aus eigener Sicht ist übrigens die als vierfacher Vater: "Ich kann nicht nachvollziehen, dass Männer Kinder in die Welt setzen und sich dann in ihren Beruf zurückziehen und sagen: macht mal ohne mich. Das will ich nicht, da stehe ich voll in der Verantwortung. Denn Väter sind so wichtig." Seine Familie steht für ihn eindeutig an erster Stelle. Erst recht, wenn sie mit rauskommt zum Kicken.

Filme mit Peter Lohmeyer (Auswahl)

  • 2010: "Wolfsfährte"
  • 2010:"Schenk mir dein Herz"
  • 2010: "Sesamstraße präsentiert: Eine Möhre für zwei" (Folge 19: "Der schönste Beruf")
  • 2011: "Tom Sawyer"
  • 2011: "Festung"
  • 2012: "Das Millionen-Rennen"
  • 2012: "Vom Traum zum Terror – München 72" (Dokudrama)
  • 2012: "Festung"
  • 2012: "Blutadler"
  • 2012: "Eine Hand wäscht die andere" (Fernsehfilm)
  • 2012: "Die Abenteuer des Huck Finn"
  • 2013: "Fünf Freunde 2"
  • 2013: "Art Girls"
  • 2014: "Polizeiruf 110: Käfer und Prinzessin" (Fernsehserie)
  • 2015: "Brandmal"