Starporträt

Patrick Stewart

Egal ob auf der Bühne, im TV oder auf der großen Leinwand. Der "Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart schlüpft scheinbar mühelos in jede Rolle

Bekannt als Patrick Stewart
Vorname Patrick
Name Stewart
Geburtstag 13. Juli 1940
Alter 76 Jahre
Geburtsort Mirfield, England / Vereinigtes Königreich
Größe 1,78 m
Sternzeichen Krebs

Biografie:
Was Sie über Patrick Stewart wissen sollten

Patrick Stewart lieh gleich zwei Figuren der Pop-Kultur sein unverwechselbares Gesicht. Dabei schwingt er mühelos zwischen verschiedensten Rollen auf der Bühne, im Film und Fernsehen – und ist dabei immer glaubwürdig.

Kein leichter Start ins Leben

Bei all der Leichtigkeit, die seine Aura ausstrahlt, eine unbeschwerte Kindheit hatte Patrick Stewart keineswegs. Als Kind litt er unter der Gewalttätigkeit seines Vaters. Schläge standen an der Tagesordnung. Heute nutzt Stewart seine Popularität, um sich gegen häusliche Gewalt starkzumachen. Geflüchtet hat sich der kleine Junge damals in die Schauspielerei – ein sicherer Ort fernab der Gewalt seines Vaters. Zwar arbeitete Stewart nach der Schule zunächst als Journalist, doch die Schauspielerei hatte sich dermaßen in seinem Herzen verankert, dass er seinen Beruf hinschmiss und sich fortan als Schauspieler versuchte.

Große Erfolge an der "Royal Shakespeare Company"

Und das gelang ihm bekanntermaßen äußerst erfolgreich. Seit 1966 ist Patrick Stewart Mitglied der "Royal Shakespeare Company", bis 1982 im Schauspieler-Kernteam, heute noch als Honorary Associate Artist. Auf der Bühne hatte er alles erreicht, nun wollte er Film- und Fernsehdarsteller werden. Doch die Anfänge gingen recht schleppend voran. Lange konnte Stewart lediglich Nebenrollen ergattern.

Erste große Hauptrolle in "Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert"

Erst im Alter von 46 Jahren gelang Stewart der große Coup im TV. Er wurde für die Hauptrolle des Captain Jean-Luc Picard in der von 1987 bis 1994 produzierten "Star Trek"-Fernsehserie "Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert" gecastet. Sowohl sein britischer Akzent als auch seine Erfahrungen am Theater verhalfen ihm, der Rolle eine gewisse Tiefe zu verleihen. Anfangs gab es im Produktionsteam heiße Diskussionen darüber, ob Stewart sich einen amerikanischen Slang antrainieren sollte – letztlich wurde aber entschieden, dass er als Picard seinen Muttersprachen-Akzent verwenden könne. Und auch die scheinbar schwer zu überbrückende Kluft zwischen Stewarts Shakespeare-Vergangenheit und des futuristischen Settings der Serie überwand er mühelos. Häufig zitiert Captain Picard sogar Textstellen aus Shakespeare-Werken und nutzt diese als Erklärung für seine Herangehensweise an Probleme und Herausforderungen. Wer also hätte für diese Rolle eine bessere Besetzung sein können? Zwischen 1994 und 2002 sah man Stewart in seiner berühmten Rolle auch in den "Star Trek"-Kinofilmen "Star Trek: Treffen der Generationen", "Star Trek: Der erste Kontakt", "Star Trek: Der Aufstand" und zuletzt in "Star Trek: Nemesis".

Ein neues Kapitel: "X-Men"

Obwohl Stewart nach eigenen Aussagen nicht ausschließen will, jemals wieder in die Rolle des Captain Picards zu schlüpfen, so ist es doch wahrscheinlich, dass seit 2002 mit seinem letzten "Star Trek"-Film das Kapitel vorüber ist. Doch es öffnete sich eine neue Tür und der Weg zu einer weiteren Kultfigur. Seit 2000 spielte er in den "X-Men"-Verfilmungen die Hauptrolle des Professors Charles Francis Xavier, was ihm eine neue Fangemeinde erschloss. Diese Rolle verkörperte Patrick Stewart bisher in den Marvel-Comic-Verfilmungen "X-Men", "X-Men 2", "X-Men: Der letzte Widerstand", "X-Men Origins: Wolverine", "Wolverine: Weg des Kriegers" und "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit".

Zurück ins TV

Neben seiner erfolgreichen Kinokarriere steht Patrick Stewart aber auch immer noch auf diversen Theaterbühnen und feiert dort große Erfolge. Seit 2015 ist er zudem mit seiner neuen Serie "Blunt Talk" auf die Bildschirme zurückgekehrt. In der Sitcom verkörpert er einen abgehalfterten britischen Nachrichtensprecher, der in den USA groß durchstarten will. Obwohl Patrick Stewart so untrennbar mit Captain Picard und Professor Charles Francis Xavier verbunden ist, gelingt es ihm doch immer wieder, glaubhaft und scheinbar mühelos auch in andere Rollen zu schlüpfen. Das ist wohl wahres Schauspieltalent.