Starporträt

Oliver Pocher

Dank frecher Schnauze und "gefährlichem Halbwissen" schaffte es Oliver Pocher vom Versicherungskaufmann in die erste Liga des deutschen Fernsehens

Bekannt als Oliver Pocher
Vorname Oliver
Name Pocher
Geburtstag 18. Februar 1978
Alter 36 Jahre
Geburtsort Deutschland / Hannover
Größe 1,74 m
Sternzeichen Wassermann

Was Sie wissen sollten - Biografie

Ein echtes Großmaul, ja das ist er, der Oliver Pocher. Vor dem trockenen und ziemlich frechen Humor des Comedians, der sich selbst gerne als "B-Promi" bezeichnet, ist absolut niemand gefeit, auch Stars wie Mariah Carey nicht: "Was heißt eigentlich 'Presswurst' auf Englisch?", fragte er selbstverständlich vor Tausenden Zuschauern auf dem Sofa der Sendung "Gottschalk & Friends" seine Mitgäste, rund um die eben genannte Diva.

So sehr Olis Witze auf Kosten anderer gehen, so sehr ist er sich aber auch selbst für nichts zu schade und macht sich gerne zum echten "Vollidioten". Ob er deshalb 2007 die Hauptrolle in der Verfilmung von Tommy Jauds gleichnamigen Roman bekam? Zum Vollidioten machte er sich auch, als er 2007 bei der "Echo"-Verleihung Britney Spears in knappen, glitzernden Hotpants und bauchfreiem Top imitierte. Oder als er versuchte, sich als Bill Kaulitz von "Tokio Hotel" bei "Deutschland sucht den Superstar" zu bewerben.

Schon zu Beginn seiner Karriere war Oli nichts zu peinlich: 1998 stürmte er eine Pressekonferenz und performte vor den "Backstreet Boys" den Song "Everybody", um sich als neues Bandmitglied zu bewerben. Da sich sein Traum, Mitglied einer Boyband zu sein, natürlich nicht erfüllte, startete er knapp zehn Jahre später als Solokünstler durch: Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 trällerte Olli munter seinen Hit "Schwarz und Weiß".

Ja, ein echtes Allroundtalent scheint der Oli zu sein: Nach dem Realschulabschluss, übrigens nicht wie oft behauptet an einer Waldorfschule, und dem Zivildienst versuchte er sich zunächst als Versicherungskaufmann. Nachdem er jedoch 1999 eine einwöchige Co-Moderation beim Musiksender Viva gewonnen und absolviert hatte, war er aus Deutschlands Fernsehlandschaft nicht mehr wegzubekommen: Bei ProSieben ließ sich der "Fernseh-Poldi", wie er sich gern selbst bezeichnet, in seiner eigenen Show "Rent a Pocher" von alles und jedem mieten, später startete er mit seinen beiden Bühnenprogrammen "It's my life - Aus dem Leben eines B-Promis" und "Gefährliches Halbwissen" durch. 2007 landete er dann sogar neben Harald Schmidt als Partner in einer gemeinsamen Late-Night-Show. Der Vergleich mit Lukas Podolskis ewigem Vereinswechsel ist also vollkommen berechtigt - allerdings sitzt Pocher nicht auf der Ersatzbank, ganz im Gegenteil: Vom "B-Promi" ist er in die erste Bundesliga aufgestiegen.

Auch in der privaten Liga lief es bei Oliver Pocher irgendwie immer rund: Nachdem er seine Ex-Freundin Monika Ivancan auf die Ersatzbank verbannte, erwartete er kurz danach mit seiner neuen Freundin und Boris-Becker-Ex, Sandy Meyer Wölden, ein Kind. Eine überraschende Beziehung war das - schließlich war Pocher noch kurz zuvor mit Sprüchen wie "Sandy Meyer-Wölden und Luca Toni wurden miteinander gesehen. Oder wie Sandy sagt: "Wir sind verlobt'" in der Show von Harald Schmidt aufgetreten. Doch plötzlich war alles anders und aus "Sandy" wurde in der Kommunikation nach draußen "Alessandra Pocher". Als Günter Jauch Pocher fragte, wie er das Baby nennen wolle, antwortete der Wahlkölner frech: "Kommt drauf an, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird - also entweder Boris oder Lilly." Zum Glück hat Pocher nicht ernst gemacht, tatsächlich heißt seine im Februar 2012 geborene Tochter nun Nayla Alessandra. 2011 kamen im September noch Zwillingsjungs dazu, deren Namen sind geheim. Anfang 2013 ging die Beziehung zunächst still und leise auseinander, um dann im April nochmal für ordentlich Wirbel im Blättchenwald zu sorgen. Doch um die drei Kinder will Pocher sich weiter kümmern, da ist er ganz ernst zu nehmen.

Zu seiner spitzen Zunge hat Oli nur einen Kommentar: "Ich habe kein Problem damit, mich selbst zum Löffel zu machen. Ich erwarte dann aber auch von anderen, dass sie das genauso gut verkraften."

Autorin: Deborah Landshut

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