Starporträt

Nastassja Kinski

56 Jahre

Schreckliche Kindheit, Weltkarriere als Filmstar, dann das Karrieretief - Nastassja Kinski hat in ihrem Leben schon so einiges erlebt

  • Geboren , Berlin / Deutschland
  • VornameNastassja Aglaia
  • Name Nakzynski
  • Grösse 1.69 m
  • Sternzeichen Wassermann
  • Partner Ibrahim Moussa (geschieden); Ilia Russo (getrennt)
  • Kinder Sonja  (*1986); Aljosha  (*1984); Kenya  (*1993)

Biografie von Nastassja Kinski

, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen , kann schon jetzt auf ein turbulentes Leben voller Höhen und Tiefen zurückblicken. Das zweitälteste Kind von Leinwand-Legende wird als 13-jährige von einer Schauspielerin in einer Münchner Disko entdeckt – schon früh waren alle angetan von ihrem elfenhaften, unschuldigen, aber dennoch subtil verführerischem Wesen. Nur ein Jahr später spielt Kinski ihre erste Rolle in "Falsche Bewegung".

Nastassja Kinskis Kindheit war die Hölle

Zwar brachte dieser erste Film keine großen Erfolge, doch er half Nastassja bei einem wichtigen Entschluss: Ebenso wie ihr berühmter Vater Klaus Kinski wollte sie Schauspielerin werden. Dabei war es ausgerechnet ihr Vater, der dem jungen Mädchen das Leben zur Hölle machte. Sie lebte in ständiger Angst vor dem unberechenbaren, tyrannischen und übermächtigen Vater, der – wie erst nach seinem Tod enthüllt wurde – Nastassjas Halbschwester jahrelang sexuell missbraucht hatte. Und auch vor Nastassjas machte er nicht halt. "Er hat mich immer viel zu sehr angefasst, mich ganz eng an sich gedrückt, so dass ich dachte, ich könnte nicht herauskommen. Damals war ich vier oder fünf Jahre alt. Er hat mich auf die Wange geküsst, doch es fühlte sich nicht gut an." Sie spürte intuitiv, dass diese Berührungen keineswegs gewöhnliche Bekundungen von Vaterliebe, "sondern mehr als das" waren.

Mehr News zu Nastassja Kinski

Der Beginn einer internationalen Filmkarriere

Die lang ersehnte Erlösung vom Terror des Vaters kam für die Familie mit der Trennung der Eltern. Gemeinsam mit ihrer Mutter, der Schauspielerin Brigitte Ruth Tocki lebte Nastassja fortan zeitweise im venezolanischen Caracas und später in einer Kommune in München. Und auch ihre Schauspielkarriere nahm Fahrt auf – dank eines Medienskandals. Die damals 16-jährige Nastassja spielte im "Tatort: Reifezeugnis" die Geliebte eines Lehrers und zeigte sich hüllenlos. Ein Aufschrei ging durch die Gesellschaft, doch der Grundstein für Nastassjas Karriere war gelegt.

Fortan arbeitete sie mit international gefeierten Regisseuren wie Roman Polanski, , Wim Wenders und . Mit Polanski soll sie als Jugendliche sogar eine Affäre gehabt haben, ehe er sie 1979 für die Hauptrolle in seinem Film "Tess" verpflichtete. Der mehrfach oscarprämierte Film machte Nastassja zum internationalen Star und brachte ihr einen Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin ein. Als ihr größter künstlerischer Erfolg gilt heute wohl ihre Zusammenarbeit mit Wim Wenders, aus der 1984 der Film "Paris, Texas" hervorging.

Flaute auf der Kinoleinwand

Doch in den kommenden Jahren verbucht die Schauspielerin, die sich mit Fortschreiten ihrer Karriere vom Image der naiven Kindfrau emanzipiert hatte, keine nennenswerten Erfolge mehr. Der dauerhafte Erfolg will sich einfach nicht einstellen. 1993 dreht sie erneut mit Wim Wenders ihren letzten international beachteten Film "In weiter Ferne, so nah!". Und obwohl sie weiterhin Filme dreht, bleibt sie von der Öffentlichkeit weitestgehend unbeachtet.

Liebesglück dank "Let's Dance"

Das deutsche Publikum kam nach langer TV-Abstinenz erst 2016 wieder in den Genuss, die hübsche Schauspielerin auf dem Bildschirm zu sehen. Nastassja nahm an der RTL-Show "Let's Dance" teil, schied zwar in der siebten Runde aus, kann sich aber dennoch über ihre Teilnahme freuen, denn sie brachte ihr eine neue Liebe. "Ja, wir sind ein Paar und wir sind sehr glücklich." So kommentierte Nastassja die aufkeimenden Gerüchte um ihren 26 Jahre jüngeren Lover, den Profitänzer . Und auch er kommt bei der Frage, was an seiner Liebsten so besonders ist, ins Schwärmen: "Man kann das gar nicht beschreiben, das muss man einfach erleben. Aber außer mir sollte das natürlich kein anderer erleben. Ich bin sehr glücklich und wir leben den Moment."