Starporträt

Miriam Behringer

27 Jahre

Miriam Behringer hätte eigentlich eine perfekte Volleyballerin werden können: großgewachsen und ballbegabt. Ihr Herz schlug aber für einen anderen Sport

  • Geboren , Todtnau, Baden-Württemberg
  • VornameMiriam
  • Name Behringer
  • Grösse 1.76 m
  • Sternzeichen Löwe

Biografie von Miriam Behringer

 Miriam Behringer findet erst spät in den Schnee

Miriam Behringer ist ein typisches Sommerkind. Im August 1990 geboren, kam sie erst ziemlich spät zum Biathlon. Nach dem Umzug ihrer Familie nach Todtnau, im Südschwarzwald, nahm ihre Cousine sie mit zum dortigen Biathlon-Training. Die zehnjährige Miriam war dem Sport sofort verfallen.

Dabei bringt Miriahm Behringer eigentlich nicht die besten Voraussetzungen für diese Sportart mit. "Über mich kann ich sagen, dass ich nicht die typische Läuferin bzw. Schützin bin. Um ein Top-Ergebnis zu bringen, muss beides gut passen", verriet sie 2009 in einem Interview. Miriam hätte mit ihren physischen Eigenschaften viel besser in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und Volleyballspielerin werden können. Sie ist hochgewachsen und ballbegabt. Doch für den Biathlon schlug ihr Herz viel stärker - auch wenn es anfangs nicht einfach für sie war, mit ihrer Größe eine gute Leistung zu erbringen. Mittlerweile hat sie sich durchgekämpft und zählt zum vielversprechendsten Biothlon-Nachwuchs.

Schule und Profisport ist nicht immer einfach

Biathlon und Schwarzwald sind für Miriam Behringer heute untrennbar miteinander verbunden. Im Sport wie auch in ihrer Heimat fühlt sie sich zu Hause und einfach pudelwohl. Für ein gesundes Training ist das die halbe Miete, denn sonst hätte es ihr Trainer Steffen Hauswald sicherlich nicht ganz einfach mit ihr.

Damit Miriams Training, die vielen Wettkämpfe und das damit verbundene Reisen überhaupt mit ihrem Unterricht im Gymnasium zu vereinbaren waren, wohnte sie währenddessen in einem Ski-Internat. Hier wurde sie gut betreut und konnte Schule und Sport immer gut unter einen Hut bringen. Ohne ihren Koordinationslehrer Martin Schartel, der für Sportler in der Schule zur Verfügung stand, hätten die vielen Fehlzeiten in der Schule aufgrund von Wettkämpfen und Trainingslagern aber nicht nachgeholt werden können.

Persönliches Freud und Leid

Für Miriam ist es immer das Größte, wenn es bei Wettkämpfen in die letzte Runde geht. Hier kommt es nochmal darauf an, alles zu geben. Die Konkurrenz ist stark und es ist nicht einfach, am Ende die Nase vorn zu haben. Doch wenn sie es geschafft hat, sind ihre Glücksgefühle grenzenlos. Genauso stark ärgert sie es aber, einen Wettkampf krankheitsbedingt absagen zu müssen oder wenn sie ganz knapp den Sieg verpasst hat. Nicht immer nimmt sie das auf die leichte Schulter. Doch Miriam Behringer versucht, positiv zu bleiben und sich auf das nächste Rennen zu konzentrieren. Besonders beeindruckend sind dann die Rennen, in denen sie mit den ganz Großen ihres Sportes wie oder Simone Hauswald zusammen startet.

Bei Miriams Traininpensum und den vielen Wettkämpfen ist ihre Freizeit begrenzt. Wenn sie dann aber mal frei hat, verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit ihren Freunden. "Ich genieße die Zeit, wenn ich gerade mal kein Training habe und nichts für die Schule machen muss. Dann treffe ich mich mit Freunden oder besuche meine Verwandtschaft." Ganz schön bodenständig, diese Miriam.

Erfolge von Miriam Behringer:

  • Deutsche Jugend Meisterschaft 2007 Sprint: Platz 3
  • Deutschlandpokal 2008/09: Platz 2 (140 Punkte)
  • Deutschlandpokal 2007/08: Platz 5 (102 Punkte)
  • Deutschlandpokal 2006/07: Platz 13 (50 Punkte)
  • Deutschlandpokal 2005/06: Platz 6 (78 Punkte)
  • DSC 2004/05: Platz 2 (154 Punkte)
  • Beste Schützin 2004/05