Meryl Streep | GALA.DE
STARPORTRÄT

Meryl Streep

Meryl Streep geht ihren eigenen Weg: viel Engagement, viel Privatleben, wenig Glitzerwelt. Oscar bittet sie fast jedes Jahr um ein Date

Bekannt als Meryl Streep
Vorname Mary Louise
Name Streep
Geburtstag 22. Juni 1949
Alter 64 Jahre
Geburtsort USA / New Jersey / Summit
Größe 1,68 m
Sternzeichen Krebs

Was Sie wissen sollten - Biografie

Mary Louise Streep merkte in der Theatergruppe ihrer Schule, dass es sie glücklich macht, in Rollen zu schlüpfen und "im Herzen von jemand anderem zu leben, seine Seele ganz nah bei sich zu spüren." Dadurch konnte sie die quälenden Selbstzweifel als Teenager (falsche Nase, zu viele Pfunde) ausblenden. Auf ihre Mitschüler wirkte die Tochter eines Pharmakonzern-Managers und einer Grafikerin / Hausfrau in New Jersey manchmal altklug, in jedem Falle aber zielstrebig. Nach dem Abschluss der High School studierte "Meryl", so die knuffige Kurzform ihrer beiden Vornamen, Schauspiel an der "Yale Drama School". New York war die nächste Station - nach ihrem Diplom in den "Feinen Künsten" 1975. 1976 bekam sie zum Start ihrer Theaterkarriere in klassischen Stücken den renommierten "Theater World Award" verliehen. Zum Star wurde Meryl allerdings im Broadway-Musical "Happy End" - singen kann sie mindestens genauso gut wie spielen.

Ihre Kinokarriere begann mit "Julia" an der Seite von Jane Fonda. Kurz darauf entstand 1978 gemeinsam mit Robert De Niro das Vietnam-Drama "Die durch die Hölle gehen". Wieder erhielt sie beste Kritiken und sogar eine Oscar-Nominierung. Der internationale Durchbruch gelang Meryl mit der fantastischen Darstellung der Mrs. Kramer im Ehedrama "Kramer gegen Kramer" mit Dustin Hoffman. Der Film wurde nicht nur mit fünf Oscars der erfolgreichste Film des Jahres 1979, sondern brachte ihr auch den Oscar für die "beste weibliche Hauptrolle" ein, den sie vor lauter Aufregung auf der Damentoilette stehen ließ.
War nur halb so schlimm - für fast jeden weiteren Film kassierte Meryl fortan eine Auszeichnung.

Meryl nimmt das ganz locker und bezeichnet sich als Glückspilz. Sie empfindet sich weder als hübsch noch als Celebrity, sondern als Hausfrau, die in ihrer Freizeit Filme dreht. Es gelang ihr tatsächlich, sich vom Glamourbusiness weitestgehend fernzuhalten. Mit ihrem Ehemann, dem Bildhauer Don Gummer, sowie ihrem Sohn und drei Töchtern lebt sie in den Bergen von Connecticut auf einem 35 Hektar großen Grundstück samt eigenem See. Eine Residenz im Nobelviertel von Los Angeles gab es mal - der kehrte Meryl 1995 den Rücken. Im selben Jahr begeisterte sie im gefühlvollen Liebesfilm "Die Brücken am Fluss" an der Seite und unter der Regie von Clint Eastwood. Oscar-Nominierungen sind bei ihr Pflicht, eine pro Jahr hat sie in den letzten Jahren bekommen: 2007 für "Der Teufel trägt Prada" als tyrannische "Runway"-Chefredakteurin Miranda Priestly. Für 2008 und ihren Auftritt als harte Ordensmutter einer kirchlichen Schule, die einen Priester der sexuellen Übergriffe verdächtigt. Und für 2009 und die Rolle als Kochikone Julia Child in "Julie + Julia".

Völlig außer Konkurrenz war sie übrigens für Regisseur Robert Altmann, der über sie sagte: "Meryl is one in a million." Nach den Dreharbeiten zum letzten Film vor seinem Tod, "A Prairie Home Companion", beschrieb er dem Magazin "Time" im April 2006 in einer Hommage an Meryl ihre Instinkte, die sie sphärisch und bodenständig zugleich erscheinen lassen. Mit ihrer Wärme habe sie die Stimmung am Set bestimmt und als sie mit Lily Tomlin zusammen "Goodbye to My Mama" zu singen begann, standen allen die Tränen in den Augen. Auf Meryl Streep kann Hollywood also wirklich keinesfalls verzichten.

Autorin: Stefanie Behrens, Claudia Fudeus