Starporträt

Max Kruse

29 Jahre

Vollblutstürmer, Poker-Ass, Lebemann – der Bremer Stürmer Max Kruse macht viel von sich reden

  • Geboren , Reinbek, Deutschland
  • VornameMax Bennet
  • Name Kruse
  • Grösse 1.8 m
  • Sternzeichen Fische
  • Kinder Lauro Maxim 

Biografie von Max Kruse

Kaum ein Stürmer polarisiert wie er, ob in der Bundesliga oder Nationalmannschaft - der Lebemann und Poker-Profi füllt durch kleine Skandale und Streitigkeiten mit seinen Trainern, aber auch mit seinem breiten Feixen und seiner selbstbewussten Lebensfreude die Schlagzeilen.

Mit Max Kruse durch die Bundesliga

Die allerersten Jahre verbrachte der umtriebige Stürmer Max Kruse beim Fußballverein seines Heimatortes, dem TV Reinbek, den er seit seinem vierten Lebensjahr tatkräftig unterstützte. Mit acht Jahren wechselte der kleine Max dann allerdings zu dem im Werden begriffenen SC Vier- und Marschlande, bei dem er bis 2005 blieb – die längste Zeit, die er bei einem Fußballverein bisher verbrachte. Für Vereinstreue ist der "Vollblutstürmer", wie ihn sein Jugendtrainer nennt, nicht unbedingt bekannt. In seiner Jugend auch immer wieder als Schiedsrichter tätig, entschied sich Max schließlich gegen eine Schiedsrichterkarriere, als Werder Bremen ihn 2006 in die zweite Mannschaft holte.

Für ein Spiel durfte er dann sogar in der ersten Mannschaft mitspielen. Ab 2009 folgte ein bunte Mischung an Klubs: Vom FC St. Pauli (erst zweite, dann erste Mannschaft), über den SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach und VfL Wolfsburg zog es ihn 2016 doch wieder zurück zu Werder Bremen – diesmal ohne Frage in die erste Mannschaft, und zwar mit 7,5 Millionen als drittteuerster Einkauf der Vereinsgeschichte. Sein alter Verein empfängt ihn mit offenen Armen: "Zurück nach Hause. Hier hat er seine ersten Schritte als Profi gemacht", erinnert sich Geschäftsführer Frank Baumann.

Immer für eine Schlagzeile gut

Max’ Ruf als Lebemann schreckt Baumann nicht ab: "Wir kennen Max auch als Menschen und Person und haben da keine Bedenken". Das unterscheidet Werder gravierend sowohl von Kruses Ex-Club VfL Wolfsburg, der seinen Stürmer mit einer Geldstrafe von 25.000 Euro belegte, als der passionierte Pokerspieler morgen zwischen sechs und sieben in einem Taxi mal eben 75.000 Euro liegen ließ, als auch von der Nationalmannschaft. Bundestrainer sanktionierte Max Kruse, da der wiederholt seiner Vorbildfunktion als Nationalspieler nicht nachgekommen war. Nach einiger Zeit in der U19-, U-20, und U-21-Mannschaft wurde Kruse 2013 in die A-Mannschaft berufen. Allerdings gab es immer wieder Schwierigkeiten und Gerüchte. 2016 vor der Europameisterschaft kam dann einfach zu viel zusammen.

Erst ließ er ein Vermögen im Taxi liegen, dann leistete er sich in einem Klub bei seiner Geburtstagsfeier einen aggressiven Disput mit einer BILD-Journalistin. Löw strich ihn daraufhin für die nächsten Spiele aus dem Kader der Nationalmannschaft: "Max hat sich zum wiederholten Male unprofessionell verhalten. Das akzeptiere ich nicht." Max Kruse wiederum lässt sich nicht unterkriegen: "Ich werde mich sicherlich nicht zu einem total angepassten Spieler entwickeln. Ich bin ein schräger Vogel, und das werde ich auch immer bleiben". Auch sein ehemaliger Gladbacher Teamkollege sprang Max bei früheren Schwierigkeiten schon bei: "Er ist ein herzenslieber Mensch."