Starporträt

Marlene Dietrich

115 Jahre

Marlene Dietrich ist die deutsche Ikone schlechthin. Neben ihrer Schauspiel- und Gesangskarriere führte sie ein aufregendes Liebesleben

  • Geboren , Berlin / Deutschland
  • VornameMarie Magdalene
  • Name Dietrich
  • Grösse 1.68 m
  • Sternzeichen Steinbock
  • Kinder Maria 

Biografie von Marlene Dietrich

Lange Beine, tiefe Stimme, Hut und Hosenanzug: Die Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich wurde als größte deutsche Ikone zur Legende. Als eine von ganz wenigen deutschsprachigen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts erlangte sie internationalen Ruhm und wurde sogar vom American Film Institute unter die 25 größten weiblichen Leinwandlegenden aller Zeiten gewählt. Wir blicken zurück auf das bewegte Leben der unvergessenen Hollywood- und Stilikone.

Kindheit in Berlin-Schöneberg

Marie Magdalene "Marlene" Dietrich erblickte 1901 als Tochter von Louis Erich Otto Dietrich und dessen Ehefrau Wilhelmine Elisabeth Josephine im Berliner Bezirk Schöneberg das Licht der Welt. Gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Elisabeth verlebte das junge Mädchen eine behütete Kindheit in einem gutbürgerlichen Familienumfeld. Schon früh fördern die Eltern das musikalische Talent ihrer Tochter und ermöglichen ihr Klavier- und Geigenunterricht.

Schauspiel statt Geige

Die musikalische Früherziehung zahlt sich aus: Nach der Schule beginnt Marlene Dietrich eine Ausbildung zur Konzertgeigerin in Weimar und Berlin. Eine große Karriere als Geigerin stand der jungen Frau bevor, doch eine Sehnenentzündung ließ den großen Traum von heute auf morgen zerplatzen. Doch, dass Marlene Dietrich auf die Bühnen dieser Welt gehörte, war ihr selbst damals auch schon klar, also sattelte sie kurzerhand auf Schauspiel um.

Marlene Dietrich und ihr turbulentes Privatleben

In den 20er Jahren ergatterte Dietrich erste Engagements am Theater und übernimmt Rollen in Stummfilmen. Bei den Dreharbeiten zum Film "Tragödie der Liebe" lernte sie Anfang der 20er Jahre den Aufnahmeleiter Rudolf Sieber kennen und lieben. Am 17. Mai 1923 gaben sich die beiden in Berlin das Ja-Wort. Im Dezember 1924 erblickte ihre Tochter Maria Elisabeth, später bekannt als Schauspielerin Maria Riva, das Licht der Welt. Dietrich und Sieber trennten sich in den 1930er Jahren, sie blieben jedoch bis zu seinem Tod verheiratet. Und das obwohl seine Frau zahlreiche, mal kurze, mal längere Affären mit etlichen zum Teil verheirateten Hollywoodgrößen hatte, darunter Gary Cooper, James Stewart, Erich Maria Remarque, Jean Gabin und John Wayne. Doch Marlene Dietrich, die bisexuell war und die klassischen Geschlechterrollen verschwimmen ließ, vergnügte sich auch mit Frauen. Die französische Sängerin Edith Piaf soll eine ihrer Geliebten gewesen sein.

Der große Hollywood-Durchbruch

Den internationalen Durchbruch als Schauspielerin feierte Marlene Dietrich 1930 mit ihrer Rolle der Lola Lola im Film "Der Blaue Engel". Ihre nächste Rolle in "Marokko" neben Gary Cooper brachte der Schauspielerin eine Oscar-Nominierung ein. Zu dieser Zeit lehnte sie ein Angebot von Joseph Goebbels ab, in NS-Propagandafilmen mitzuwirken, wanderte stattdessen in die USA aus und legte ihre deutsche Staatsbürgerschaft ab.

Zweitkarriere als erfolgreiche Sängerin

Nach Ende des Krieges war Marlene Dietrich nicht mehr allzu oft auf der Leinwand zu sehen, stattdessen fokussierte sie sich auf ihre Zweitkarriere als Sängerin. Mit Songs wie "Lili Marleen" und "Sag mir wo die Blumen sind" landet sie große Hits.

Die letzten Jahre einer Legende

Seit den 70er Jahren ist es ruhiger um die erfolgreiche Sängerin und Schauspielerin geworden. Sie kämpfte mit Alkoholproblemen und erlitt einen Oberschenkelhalsbruch, von dem sie sich nie wieder richtig erholte. Zurückgezogen lebte sie in Paris, ehe sie 1992 an Herz- und Nierenversagen starb. So jedenfalls die offizielle Version. Dietrichs Freundin und Sekretärin Norma Bosquet behauptete hingegen, dass sich ihre zunehmend schwächer werdende Freundin mit Schlaftabletten das Leben genommen hatte. Nach einer Trauerfeier in Paris wurde der Leichnam von Marlene Dietrich in ihre Heimatstadt Berlin überführt. Ihr Grab auf dem III. Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße gehört zu den Ehrengräbern des Landes Berlin. Zu ihrem 100. Geburtstag im Jahr 2001 entschuldigte sich das Land Berlin offiziell für die Anfeindungen, denen Marlene Dietrich während der NS-Zeit ausgesetzt war. Postum erhielt sie am 16. Mai 2002 die Ehrenbürgerschaft Berlins.