Starporträt

Marc Rothemund

49 Jahre

Regisseur Marc Rothemund hat ein Händchen für guten Filmstoff und schafft wie kaum ein anderer scheinbar mühelos den Spagat zwischen traurig und lustig

  • Geboren , unbekannt
  • VornameMarc
  • Name Rothemund
  • Grösse -
  • Sternzeichen Jungfrau

Biografie von Marc Rothemund

Der Vater von , Regisseur Sigi Rothemund, war es, der seinen Jungen an die Welt des Films herangeführt hat. Gewisse Berührungen mit dem Beruf der Eltern sind ja sicherlich immer unvermeidbar, doch der kleine interessierte sich sehr für die fremden und aufregenden Filmwelten, die sein Vater inszenierte, und verbrachte große Teile seiner Freizeit am Filmset.

Assistent des Vaters

Schon früh keimte in ihm die Idee, in die Fußstapfen seines berühmten Vaters zu treten und ebenfalls Regisseur zu werden. Als Marc Rothemund alt genug war, sammelte er erste Regieerfahrungen als Assistent seines Vaters. Sicherlich eine lehrreiche Zeit. Eigenverantwortliche Regiearbeiten lieferte Marc Rothemund zunächst fürs deutsche Fernsehen.

Erfolgreiches Kinodebüt

Sein Kinodebüt gab er 1998 mit der Liebeskomödie "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit". Der Film spielte beachtliche Besucherzahlen an der Kinokassen ein, was gar nicht so üblich für ein Leinwand-Erstlingswerk ist. Der Erfolg des Streifens rührte sicherlich auch aus Rothemunds Kunstgriff, deutsche Filmgrößen wie Hagen, , Markus Knüfken, und für sein Projekt gewinnen zu können. Völlig zurecht gewann er 1999 beim Bayerischen Filmpreis den Regieförderpreis. Sein zweiter Kinofilm "" war mit 1,7 Millionen Zuschauern einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 1999.

Die Oscar-Nominierung

Doch seinen großen Durchbruch feierte Rothemund sieben Jahre nach seinem Kinodebüt mit dem kammerspielartigen Drama " – Die letzten Tage". Der Film schlug ein wie eine Bombe und wurde von Kritikern gefeiert. Rothemund gewann nicht nur den Silbernen Bären als bester Regisseur der Berlinale, sondern konnte sich auch über eine unfassbare Oscarnominierung in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" freuen. Leider ging er bei den Academy Awards leer aus, aber in diesem Fall ist ja eine Nominierung schon eine außergewöhnliche Ehre.

Ein gutes Händchen für Filmstoff

Erneut Kritikerlob erhielt Rothemund für die Romanverfilmung "Mann tut was Mann kann", in dem , Jan-Josef Liefers und Oliver Korittke mit den Herausforderungen der Liebe zu kämpfen haben. Der Nachfolgefilm "Da muss Mann durch", der drei Jahre später erschien, konnte jedoch nicht an die Erfolge des Erstlings anknüpfen. Dafür hat Rothemund aber in der Zwischenzeit das Meisterwerk "Heute bin ich blond" geschaffen. Die Romanverfilmung nach dem autobiografischen Bestseller von Sophie van der Stap erzählt die wahre Geschichte einer jungen an Krebs erkrankten Frau, die einen unkonventionellen, kreativen und mutigen Weg wählt, um mit ihrer Krankheit umzugehen. Rothemunds nächster Film greift ein ebenso sensibles Thema auf: In "Mein Blind Date mit dem Leben" verfilmt er die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte von einem blinden Mann, der über jahrzehntelang seine Mitmenschen glauben lässt, er könne ganz gewöhnlich wie jeder gesunde Mensch sehen. Wieder einmal beweist Marc Rothemund sein ganz besonderes Händchen für guten Filmstoff und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch noch mit dem Oscar.