Starporträt

Lucy Liu

Lucy Liu gibt das asiatisch-amerikanische Hollywood-Klischee der sexy Kampfsportkatze bis zur Perfektion – und widmet sich nebenbei humanitären Aufgaben

Bekannt als Lucy Liu
Vorname Lucy
Name Liu
Geburtstag 2. Dezember 1968
Alter 47 Jahre
Geburtsort Queens, New York, USA
Größe 1,60 m
Sternzeichen Schütze

Biografie:
Was Sie über Lucy Liu wissen sollten

Lucy Liu, die amerikanische Schauspielerin mit chinesischen Wurzeln, verkörpert zwei Welten: Auf der einen Seite stilisiert sich Lucy in ihren Rollen zum sexy Hollywood-Klischee, auf der anderen Seite ist da noch die kunstinteressierte Lucy mit einer gehörigen Portion Selbstironie, die sich humanitären Aufgaben widmet. So verlieh ihr Friedens-Nobelpreisträger Michail Gorbatschow 2006 in New York den "World Social Award" für den Einsatz, mit dem sie Kindern und Opfern von Naturgewalten helfen will. Seit 2005 ist Lucy Unicef-Botschafterin und unterstützt weltweit HIV/Aids-Aufklärungskampagnen.

Vom Mädchen aus Queens zur Ex von Tom Cruise

Aber fangen wir von vorne an: "Ich bin in Jackson Heights, Queens, ohne Geld aufgewachsen. Ich habe gelernt, Nichts im Leben als selbstverständlich zu betrachten. Wenn man mit aller Gewalt die Diva mimt oder die Extravagante, dann wird man keine Freude daran haben", kommentiert Lucy ihre Herkunft. Die Tochter einer Biochemikerin und eines Bauingenieurs studierte an der University of Michigan Asiatische Sprach- und Kulturwissenschaften. Neben Kursen in Tanz und Schauspiel ergatterte sie eine Rolle in der Produktion von "Alice im Wunderland" und machte mit dem Diplom in der Tasche erste Erfahrungen als Schauspielerin. Es folgte der Umzug nach L.A. mit klassischem Werdegang: Jobs als Kellnerin, Vorsprechen für Rollen. 1991 darf sie in der Teenie-Kult-Serie "Beverly Hills, 90210" auch vor der Kamera eine Kellnerin spielen, 1996 dann im Kino die Ex-Freundin von Tom Cruise in "Jerry Maguire - Spiel des Lebens".

Lucy Liu in "Ally McBeal"

Kleine Rollen folgten, bis Lucy die "Nebenrolle ihres Lebens" auf den Leib geschneidert bekam: "Ally McBeal"-Produzent David E. Kelley besetzte für die Rolle, auf die Liu sich beworben hatte, zwar Portia de Rossi. Er findet Lucy beim Vorsprechen aber dermaßen klasse, dass er ihr verspricht, eine Gastrolle für sie zu schreiben. Und so taucht "Ling" 1998 erstmals in einer "Ally"-Folge auf. Die ewig nörgelnde Rechtsanwältin ist besessen davon, jeden zu verklagen und ist so erfrischend politisch unkorrekt, dass die Zuschauer sie liebten. Bis 2001 durfte sie dabeibleiben.

Tolle Rollen und Baby-Glück

Das vermittelte ihr dann die nötige Popularität für weitere Kinorollen: In "Payback - Zahltag" mit Mel Gibson spielte sie die Peitsche schwingende Domina und stieg mit Antonio Banderas und Woody Harrelson in "Knocked Out - Eine schlagkräftige Freundschaft" in den Boxring. Doch es ging noch sportlicher. Denn ihre Schauspielkollegin Drew Barrymore wagte sich als Produzentin an die Filmversion des Klassikers "Drei Engel für Charlie". Neben Drew und Cameron Diaz brillierte Lucy als Engel Nummer 3 "Alex Munday". Vor lauter "Engel"-Kult ging ihr Part als Prinzessin Pei Pei im Jackie-Chan-Western "Shang-High Noon" fast unter. Richtig gefährlich wurde es in Quentin Tarantinos "Kill Bill: Volume 1 und 2" - Lucy spielte Cottonmouth, die tödlichste Killerin Tokios. In "Lucky Number Slevin" ist sie außerdem die Gerichtsmedizinerin Lindsey, in der Serie "Dirty Sexy Money" spielt sie, so wie in "Ally McBeal", eine Anwältin, Synchronisationsrollen in unter anderem "Kung Fu Panda" folgen. Dann ist sie in der Serie "Elementary" zu sehen und probiert sich in Folge "Paint It Black" (Staffel 2) als Regisseurin. Nach einigen weiteren Synchronisationen für alle möglichen Charaktere und ihrem Einsatz für die Eherechte von Homosexuellen als Sprecherin für die "Human Rights Campaign" hat Lucy seit 2015 nur noch Augen für eines: Ihren Sohn Rockwell Lloyd, den sie im Alter von 46 dank der Hilfe einer Leihmutter bekommen hat. Für etwaige Diva-Allüren bleibt Lucy Liu da auch wirklich keine Zeit.

Filme und Serien mit Lucy Liu

  • 1998–2002: Ally McBeal
  • 1999: Payback – Zahltag
  • 2000: Shang-High Noon
  • 2000: 3 Engel für Charlie
  • 2003: Kill Bill – Volume 1
  • 2004: Kill Bill – Volume 2
  • 2005: 3 Needles
  • 2006: Lucky Number Slevin
  • 2008–2009: Dirty Sexy Money
  • Seit 2012: Elementary