Starporträt

Lily Allen

Lily Allen ist nicht das nette Mädchen von nebenan, für das man sie halten könnte, und auch kein Vorbild – aber dafür ist die Sängerin sie selbst

Bekannt als Lily Allen
Vorname Lily Rose Beatrice
Name Cooper, geb. Allen
Geburtstag 2. Mai 1985
Alter 31 Jahre
Geburtsort Hammersmith, London, England, UK
Größe 1,57 m
Sternzeichen Stier

Biografie:
Was Sie über Lily Allen wissen sollten

Zurückhaltung liegt ihr nicht, Lily Allen ist schon immer ein Rebell. Nach der Scheidung ihrer Eltern fällt die Tochter eines Schauspielers und einer Filmproduzentin eher durch Schlägereien auf dem Schulhof als durch gute Noten auf, bis sie mit 15 Jahren endgültig den konventionellen Weg verlässt und die Schule nach insgesamt 12 Schulwechseln (einschließlich einem kurzen Internatsbesuch) schmeißt, um eine Ausbildung als Floristin zu beginnen - die sie nach kurzer Zeit wieder abbricht.

Lily’s Drogen-Jugend

Zu Hause dominiert der Rock'n'Roll, ihr Patenonkel ist Joe Strummer (Sänger der Punkband "The Clash") und ihr Heranwachsen zwischen Plattensammlungen ihrer Mutter ("T.Rex", "The Clash", Bob Marley, um nur einige zu nennen) und ersten Selbstfindungsversuchen mit ausschweifenden Drogenexzessen ist eine Achterbahnfahrt der Extreme. Neben der Wurzellosigkeit durch den häufigen Wohnortswechsel wächst Lily jenseits jeglicher Konformitäten auf, so berichtet sie in einem Interview: "Alle Freunde meiner Mutter waren homosexuell, mein Vater hatte Affären und es gab Drogen im Haus, als ich ein Kind war". Mit 14 rutscht Lily knapp an einer Überdosis vorbei, nach eigenen Aussagen befindet sie sich zwischen ihrem 16. und 19. Lebensjahr fast durchgängig im Cannabisrausch.

Das erste Mal im Musik-Business

Bereits mit 16 spricht Lily bei diversen Plattenfirmen vor und ergattert 2002 einen Plattenvertrag beim Musiklabel "Warner". Eine CD kommt nie zustande, "Warner" lässt den Vertrag auslaufen. Dennoch hat sie Blut geleckt. Und dann trifft sie während eines Ibizaurlaubes den Musikagenten George Lamb, es folgt ein Plattenvertrag bei "Regal Records", einem Unterlabel der "EMI". Aus Frust über die langsame Musikindustrie beginnt Lily Allen, Songs von sich auf den Internetplattformen "Myspace" und "Youtube" zu veröffentlichen. Mit Cover-Versionen von 50 Cent ("Window Shopper") und den "Kaiser Chiefs" ("Oh My God") steigen ihre Hörerzahlen innerhalb kürzester Zeit ins Astronomische, in den ersten Monaten kann sie bis zu anderthalb Millionen Zuhörer verbuchen. Nicht von ungefähr kommt daher ihr Spitzname "Queen of the Myspace-Generation".

Das erste Album

Im Frühling 2006 gelingt Lily Allen endgültig der kommerzielle Durchbruch mit der Popsingle "Smile" und dem darauffolgenden Album "Alright, still", an dessen Entstehung Erfolgsproduzent und Amy Winehouse-Entdecker Mark Ronson maßgeblich beteiligt ist.

Lily und die Skandale

Im Licht der Öffentlichkeit liest sich Lilys Skandalregister von nun an wie ein Terminkalender: Zickenkrieg vor laufenden Kameras mit Elton John bei der Londoner Verleihung des "Men of the Year Award", Beschimpfungen im Internet gegen den amerikanischen Promi-Blogger Perez Hilton, Konkurrenzkeilerei mit anderen britischen Stars wie Amy Winehouse, Totalabstürze in der Londoner Clubszene oder fragwürdige Drogenstatements auf ihrem Internetblog. Lily Allen gilt als das "Enfant terrible" der Popszene und steckt voller Widersprüche: exzentrisch und sensibel, damenhaft und plump, offenherzig und wundersam wird sie als weibliche Version des britischen "The Streets" Frontmann Mike Skinner gehandelt.

Das zweite und dritte Album

Am 6. Februar 2009 folgt das zweite Album von Lily Allen: "It’s Not Me, It’s You", auf dem unter anderem der Hit "The Fear" zu finden ist. Ein paar Monate nach der Veröffentlichung des Albums, nämlich im September, haben auch die Fans der Sängerin allen Grund zur Angst, als sie auf Twitter verkündet, dass sie ihren auslaufenden Plattenvertrag nicht verlängern und in Zukunft lieber schauspielern möchte. Doch die Angst war umsonst, Lily macht auch weiterhin Musik. Unter anderem auf ihrem dritten Album, das im Mai 2014 erschien. Es heißt "Sheezus" und sei inspiriert, so Lily, von den Erfahrungen, die sie als Mutter mache. Das Beste allerdings: Noch vor der Veröffentlichung dieses dritten Albums gab Lily bekannt, dass sie bereits an einer vierten Platte arbeite. Man darf gespannt sein.

Alben von Lily Allen

  • 2006: Alright, Still
  • 2009: It’s Not Me, It’s You
  • 2014: Sheezus