Starporträt

Kim Cattrall

Sexy, sexy, sexy: Kim Cattrall zeigt im Kino und im Fernsehen vollen Körpereinsatz - vor allem als Samantha in "Sex and the City".

Bekannt als Kim Cattrall
Vorname Kim Victoria
Name Cattrall
Geburtstag 21. August 1956
Alter 58 Jahre
Geburtsort Liverpool, England / Großbritannien
Größe 1,70 m
Sternzeichen Löwe

Was Sie wissen sollten - Biografie

Das hatte sie sich vermutlich anders vorgestellt: Als die elfjährige Kim Cattrall aus Kanada in ihr Geburtsland England zurückkehrte, um an der renommierten "London Academy of Music and Dramatic Arts" zu lernen, hatte sie wohl eher Hochkultur und Shakespeare im Sinn. Anfangs sah es auch nach einer anspruchsvollen Schauspielkarriere aus: Kim beendete ihre Ausbildung an der legendären "American Academy of Dramatic Arts" in New York und hatte ihre ersten Filmrollen neben Stars wie Peter O'Toole und Jack Lemmon. Doch es kam anders: Kurz darauf wurde sie unter dem Namen "Lassie" bekannt. Warum? In der erfolgreichen Teenie-Komödie "Porky's" (1981) war dies der Spitzname ihrer Figur, die beim Sex vor Erregung wie ein Hund heulte. Cattrall hatte schlagartig viele Fans - und war prompt auf einen bestimmten Komödienstil festgelegt ("Police Academy", "Mannequin").

Keine Eintagsfliege

Nun machen sich viele Schauspielerinnen am Anfang ihrer Karriere mit sexy Rollen einen Namen und geraten dann in Vergessenheit. Kim schaffte es aber fast 20 Jahre später immer noch, als die sexy Verführerin besetzt zu werden. Dabei schien der Part, den sie 1997 bekam, gar nicht so außergewöhnlich: Eine PR-Managerin, die sich mit ihren Freundinnen über Beziehungsprobleme unterhält. In einer normalen, zahmen Sitcom wäre Samantha Jones wohl nichts Besonderes. In "Sex and the City" jedoch sprengte sie TV-Tabus und wurde zur Kultfigur. Offene, tabulose Frauengespräche über Sex und Männer im Fernsehen - das hatte es vorher noch nie gegeben! Millionen von Frauen identifizierten sich auf Anhieb mit Carrie, Samantha und ihren Freundinnen, "SATC" wurde Kult. Das Image der Sexbombe Samantha verhalf Kim auch zu einer weiteren lukrativen Einnahmequelle: dem Schreiben von Sex-Ratgebern. Wer könnte sich schließlich besser mit dem weiblichen Orgasmus auskennen als die wilde Samantha? Ihre Bücher "Satisfaction", "Sexual Intelligence" und "Girl" wurden auch hierzulande Bestseller.

Zurück auf die Bretter, die die Welt bedeuten

Nach sechs Staffeln war erstmal Schluss mit "SATC", und Kim nicht weiter böse drum. Die Stimmung am Set war gegen Ende nicht immer die Beste gewesen, und gerade mit Co-Star Sarah Jessica Parker kam es oft zu Reibereien. Stattdessen zog es Cattrall zurück nach London, wo sie sich wieder der Hochkultur hingab, die sie dort als Kind erlebt hatte. Zwei Jahre lang spielte sie anspruchsvolle Theaterstücke auf den Bühnen des West Ends. Den "SATC"-Fans war das egal: Sie wollten unbedingt ihre ungehemmten New Yorkerinnen auf der Leinwand sehen. Nach anfänglichen Problemen standen Kim und Konsorten für zwei "SATC"-Filme vor der Kamera - einmal 2008 und einmal 2010. Heute steht Kim trotzdem lieber auf der Bühne, macht aber auch die Fernsehbildschirme mit der Serie "Sensitive Skin" unsicher.

Der Preis des Ruhms

Privat ist Kim Cattrall ihrem Serien-Alter-Ego Samantha Jones übrigens nicht in jeder Hinsicht ähnlich. Anders als die berühmte TV-Blondine traute sich ihre Darstellerin dreimal vor den Traualtar: Ihre erste Ehe mit Larry Davis wurde 1979 annulliert, bevor sie 1982 dem Architekten Andre J. Lyson das Ja-Wort gab. Mit ihm lebte sie über mehrere Jahre hinweg in Frankfurt am Main - der Grund weshalb sie bis heute Deutsch spricht. Die Ehe hielt nicht: 1989 kam es zur Scheidung. Und auch der dritte Anlauf mit dem Audio-Designer Mark Levinson gelang nur von 1998 bis 2004. Der Grund? Zu wenig Zeit! Heute ist Kim Cattrall kinderlos, aber glücklich. Wehmut kennt sie trotzdem: "Das ist der Preis, den man zahlt. Das gilt nicht für alle Schauspieler, aber für diese Schauspielerin - ich war oft sehr einsam in meinem Leben", gestand sie einst der Zeitung "The Independent". Ins Bockshorn lässt sich die Powerfrau deshalb aber noch lange nicht jagen, was auch ihre Rollenwahl beweist. Denn: "Es macht Spaß, die Femme Fatale zu sein!"