Starporträt

Jessica Chastain

Jessica Chastain ist im Dauerglück: Die Schauspielerin strahlt und strahlt, seit sie innerhalb eines Jahres wie aus dem Nichts in die Riege der gefragtesten Hollywoodstars aufgestiegen ist. Doch hinter dem scheinbar plötzlichen Erfolg steckt viel harte Arbeit und Ausdauer

Bekannt als Jessica Chastain
Vorname Jessica
Name Howard
Geburtstag 24. März 1977
Alter 37 Jahre
Geburtsort Sacramento, Kalifornien
Wohnort New York
Größe 1,63 m
Sternzeichen Widder

Was Sie wissen sollten - Biografie

Sie holt noch einmal tief Luft, hält die Tränen zurück, dann ist ihre Stimme doch brüchig. Zu viel bedeutet Jessica Chastain dieser Moment bei der Verleihung der Golden Globes 2013. Eine riesige Last scheint von ihren Schultern zu fallen, als sie für „Zero Dark Thirty“ als beste Hauptdarstellerin geehrt wird. „Es ist ein wunderschönes Gefühl, endlich diese Ermutigung und Unterstützung zu bekommen“, ruft sie schließlich dankbar.

Hinter ihr liegt in der Tat ein weiter Weg. Jahrelang hat sie auf diesen Erfolg hin gearbeitet, sich auf unzähligen Theaterbühnen verausgabt, von einer kleinen TV-Rolle zur nächsten gehangelt bis endlich, endlich der Durchbruch kam. Und wie er kam: Innerhalb eines Jahres war Jessica Chastain in sieben Filmen zu sehen, fand sich etwa plötzlich in „Tree of Life“ an der Seite von Hollywoodstar Brad Pitt wieder oder wurde prompt für die Rolle der einsamen Südstaaten-Schönheit „Celia Foote“ in „The Help“ für einen Oscar nominiert.

Jessica ist das beste Beispiel dafür, dass Schönheit und Talent in Hollywood oft nicht ausreichen, um Erfolg zu haben. „Es gehört immer Glück dazu. Aber es braucht auch Vorbereitung. Ich war vorbereitet, als das Glück zuschlug“, sagt sie.

Vorbereitet hat Jessica sich, seit sie im Alter von sieben Jahren das erste Mal im Theater war und instinktiv wusste, dass sie auch auf die Bühne gehörte. Ein ungewöhnlicher Wunsch für die Tochter einer Köchin und eines Feuerwehrmanns aus einem kleinen Ort in Kalifornien. Ihre Oma war es, die die Künstlerin in ihr förderte, ihr Ballettstunden zahlte und sogar beim Umzug nach New York fürs Schauspielstudium mitanpackte. Ein Studium an der renommierten Schauspielschule Juilliard, das Jessica überhaupt nur dank eines von Hollywoodstar Robin Williams gestifteten Stipendiums finanzieren konnte.

Die harte Arbeit in den Jahren nach ihrem Abschluss, in denen die großen Rollen immer an ihr vorbeizugehen schienen, machen Jessica Chastain jetzt zum wohl bodenständigsten und bescheidensten Star Hollywoods. „Mir sind Dinge sehr schnell peinlich. Ich werde schon rot, wenn mir jemand ‚Happy Birthday‘ singt,“ sagt sie von sich selbst. Star-Allüren sind ihr fremd. Nach Theater-Auftritten schreibt sie bei Wind und Wetter Autogramme, posiert gut gelaunt mit Fans für Fotos. Bis vor kurzem antwortete sie sogar auf jede einzelne Nachricht auf ihrer Facebook-Seite persönlich. „Freut mich wirklich, dass dir das Stück gefällt. Vielen Dank fürs Kommen. Alles Liebe, deine Jess“ steht dann da – und man hat das Gefühl, das es von Herzen kommt.

Spätestens seit „Zero Dark Thirty“ ist sie dem Ansturm nicht mehr gewachsen, die Facebook-Fans können sich jedoch über zahlreiche Fotos aus ihrem Leben freuen. Etwa von ihrem dreibeinigen Hund Chaplin oder von dem Besuch ihrer Großmutter in New York, die sie stolz zu sämtlichen Premieren, Preisverleihungen und TV-Auftritten mitbringt. Dort zeigt sie sich in Interviews schlagfertig und zugänglich, wirkt sicher und entspannt. Keine Frage: Jessica Chastain ist angekommen.

Sarah Stendel

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