Starporträt

Jennifer Ulrich

33 Jahre

Jennifer Ulrich wurde in Berlin geboren. Typisch dafür sagt sie "Weißte“, "haste“, "biste“. Sie ist auch sonst nicht auf den Mund gefallen

  • Geboren , Berlin
  • VornameJennifer
  • Name Ulrich
  • Grösse 1.58 m
  • Sternzeichen Waage

Biografie von Jennifer Ulrich

 

“Heimatliches Berlin”

wurde in Berlin-Lichtenberg geboren. Sie wuchs zunächst in einer Plattensiedlung auf, bevor sie dann relativ bald mit ihrer Mutter nach Friedrichshain zog. Die Diversität des Stadtlebens hat sie maßgeblich beeinflusst, weshalb  Werte wie Toleranz und Offenheit für sie unumstößlich sind. Die Schauspielerei war für sie schon als kleines Kind ein Lebenstraum. Mit 16 Jahren wurde sie dann tatsächlich in einem Jugendclub in Lichtenberg von einer Agentin entdeckt. Ulrich hat Gastauftritte in diversen Fernsehproduktionen, beispielsweise im 2001 produzierten Spielfilm “Große Mädchen weinen nicht”  von Maria von Heland. 

“Erst eine Wolke, dann kommt die Welle”

Es folgen weitere Nebenrollen. In dem Film “Elemtarteilchen” von , welcher auf dem Buch des außerordentlich begabten und kontrovers diskutierten französischen Schriftsteller Michel Houllebecq basiert, spielt sie 2005 neben Schauspielgrößen wie , und . Zwei weitere Buchadaptionen folgen, in “Die Wolke”, von Gregor Schnitzler, tritt sie nur kurz auf. In  “Der Welle” ergattert sie dann ihre erste Hauptrolle. Der Jugendroman handelt von einem rasch eskalierenden Sozialexperiment eines Lehrers. Eine Woche lang führt er, im Film gespielt von , mit seinen Schülern einen pädagogischen Selbstversuch durch, um zu Beweisen, dass der Nationalsozialismus in Deutschland noch möglich wäre. An der Seite von , und spielt Jennifer Ulrich höchst authenthisch die Schülerin Karo, welche sich gegen die sich entwickelten Strukturen stellt. Das von inszenierte Film-Drama ist einer der bekanntesten Jugendfilme Deutschlands. Mit ihm war sie von 2008 bis 2011 liiert.

“Politisches Leitmotiv”

Jennifer Ulrich dreht weitere Filme, auch im Ausland. Besonders berührt hat sie dabei das italienische Politdrama "Diaz”, das von den Ausschreitungen während des G8 Gipfels in Genua 2001 erzählt. Während der Tagungen gab es gewaltdurchzogene Auseinandersetzungen zwischen Gloabalisierungskritikern und Polizei, welche in der Erschießung eines Aktivisten und zahlreichen Verletzten mündete. Der Film behandelt die brutale Stürmung der "Diaz” – Schule zwei Tage nach den Demonstrationen. Sie diente als Schlaflager für Demonstranten und Basis für Presse und Erste Hilfe. In ihren Filmen spielt Urlich meist autonome Frauen, die sich ihrer Unabhängigkeit bewusst oder zumindest um diese bemüht sind, wie beispielsweise im Tatort  "Familienaufstellung“, der die anstehende Zwangsverheiratung eines jungen Mädchen thematisiert.

 "Courage“

In der Realität scheint sie ähnlich selbstbestimmt zu handeln. Als Ulrich Morddrohungen per Facebook erhielt, scheute sie sich nicht davor, diese öffentlich zu machen und Facebook an den Pranger zu stellen. Die sahen, nachdem sie die Hasstiraden gemeldet hatte, keine Notwendigkeit darin, die Kommentare zu löschen. Ulrich hält das für unverantwortlich und erntet viel Zuspruch von Schauspielkollegen. Die Hass-Posts folgten auf einem Post, in dem sie an den Umständen der Flüchtlinge in Clausnitz Kritik übt.

Jennifer Ulrich wohnt immer noch in Berlin. Mittlerweile aber in Kreuzberg. Ihr gefalle das Miteinander in diesem Bezirk, sagt sie. Die Unterschiedlichkeit der Kulturen und ihr harmonisches Zusammentreffen sei bezeichnend für die Hauptstadt.

Kinofilme:

  • Große Mädchen weinen nicht (2002)
  • Befreite Zone (als Jenny Ulrich) (2003)
  • Elementarteilchen (2005)
  • Die Wolke (2006)
  •  Lauf der Dinge (2007)
  • Sieben Tage Sonntag (2007)
  • Ein Teil von mir (2008)
  • Die Welle (2008)
  • Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika (Albert Schweitzer) (2009)
  • Wir sind die Nacht (2010)
  • Traust du dich rein? (2011)
  • Diaz – Don’t Clean Up This Blood (Diaz) (2012)