Starporträt

Javier Bardem

Kein spanischer Schauspieler wurde so mit Preisen überhäuft wie Javier Bardem. Er begeistert nicht nur Zuschauer und Kritiker, sondern auch Penélope Cruz

Bekannt als Javier Bardem
Vorname Javier Ángel Encinas
Name Bardem
Geburtstag 1. März 1969
Alter 47 Jahre
Geburtsort Las Palmas, Gran Canaria / Spanien
Größe 1,81 m
Sternzeichen Fische

Biografie:
Was Sie über Javier Bardem wissen sollten

Mal ehrlich, hätte Javier Bardem etwas anderes als Schauspieler werden können? Bei der Familiengeschichte? Großeltern, Eltern und Geschwister - jedes Mitglied der in Spanien berühmten Familie Bardem arbeitet vor oder hinter der Kamera. Da verwundert es nicht, dass auch Nesthäkchen Javier schon mit sechs Jahren ins Filmbusiness einstieg.

Nach seinem ersten Film "El Picaro" durfte er sein Talent in mehreren TV-Serien unter Beweis stellen, doch richtig überzeugt war Javier nicht von seinem Beruf. Viel größere Lust hatte er Maler zu werden. Sein Kunststudium an einer renommierten Schule in Madrid war allerdings nicht sehr erfolgreich, so dass der Spanier sich erst mit kleinen Jobs über Wasser hielt, schließlich aber - notgedrungen, der Arme! - ins Filmgeschäft wechselte und sich so seinem Schauspieler-Gen ergab.

Javiers erste Erfolge

Erste Erfolge feierte Javier dann an der Seite von Penélope Cruz im erotischen Film "Jamón, Jamón" (1992). Der Durchbruch für den Mann mit dem kantigen Kinn und der wie plattgehauen wirkenden Nase kam 1995 mit "Deine Zeit läuft ab". Für den Film erhielt er einen "Goya", den spanischer Oscar, als bester Nebendarsteller, 1996 für "Boca a boca" den Preis für den besten Hauptdarsteller. 2000 wurde Javier eine ganz besondere Ehre zuteil: Als erster spanischer Schauspieler wurde er für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Im englischsprachigen Film "Before Night falls" ("Bevor es Nacht wird") spielte Javier den kubanischen Schriftsteller Reinaldo Arenas, der als Homosexueller verfolgt wurde, in die USA floh, an AIDS erkrankte und in New York Selbstmord beging. Schon in Venedig hatte Javier die "Coppa Volpi" als bester Hauptdarsteller abgeräumt.

Auf nach Hollywood

Nach diesem Erfolg gönnte sich der spanische Superstar keine Pause: John Malkovich engagierte Javier für sein Regiedebüt "Der Obrist und die Tänzerin", für "Montags in der Sonne" erhielt er 2003 erneut einen "Goya". Zwei Jahre später wurde sein Film "Das Meer in mir" mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet.

Immer mehr Hollywood-Filme standen fortan auf Javiers Liste: "Collateral", "No Country for Old Men" und "Eine Liebe in Zeiten der Cholera" sind nur einige von ihnen. Auch als Verführer in Woody Allens "Vicky Cristina Barcelona", an der Seite von Julia Roberts in "Eat Pray Love" und als ungewohnt blonder Bösewicht in "James Bond 007 – Skyfall" machte er mehr als eine gute Figur.

Familienglück mit Penélope Cruz

Javier Bardem war eigentlich kein Mann für die Klatschspalten, dafür war sein Privatleben zu uninteressant. Doch seit dem Sommer 2007 ist das anders: Paparazzo hatten Javier mit seiner Schauspielkollegin Penélope Cruz in eindeutigen Posen abgelichtet, im November wurden die Landsleute beim Liebesurlaub auf den Malediven gesehen. So musste selbst Javier lernen, dass zum Schauspielersein auch der Verlust des Privatlebens gehören kann. Gewonnen hat er allerdings auch: seine Frau.

Die beiden kannten sich zwar bereits seit gemeinsamen Dreharbeiten im Jahr 1992, kamen sich aber erst am Set von "Vicky Cristina Barcelona" näher und wurden ein Paar. Er nennt sie "Pe" und spricht von Seelenverwandtschaft. Es kam eben zusammen, was zusammen gehört – inklusive Traumhochzeit auf den Bahamas 2010. Das Familienglück perfekt machen ihre beiden Kinder Leonardo (*2011) und Luna (*2013).

Gemeinsam lebt die Familie im Nobelviertel La Finca im Norden Madrids in einer Villa am Waldrand. Wenn es abends mal später wird, schläft Javier auch mal in ihrer Stadtwohnung. Doch, dass das häufig vorkommt, können wir uns nicht vorstellen. So verliebt ineinander und verrückt nacheinander wie die beiden wirken, verbringen sie die Nächte sicherlich lieber in Zweisamkeit.