Starporträt

Isabella Rossellini

65 Jahre

Isabella Rossellini kann auf ein bewegtes Leben mit beruflichen und privaten Aufs und Abs zurückblicken, doch in Rente geht sie noch lange nicht

  • Geboren , Rom / Italien
  • VornameIsabella Fiorella Elettra Giovanna
  • Name Rossellini
  • Grösse 1.73 m
  • Sternzeichen Zwillinge
  • Partner Jonathan Wiedemann (geschieden); Gary Oldman (1994-1996); Martin Scorsese (geschieden); Gregory Mosher (1996-1997); David Lynch (1986-1994)
  • Kinder Elettra Wiedemann (*1983)

Biografie von Isabella Rossellini

Die Kindheit von als Tochter der internationalen Filmstars und Roberto Rossellini war sicherlich keine leichte Zeit für das kleine Mädchen. Nicht nur, dass ihre Mutter ihren ersten Mann Hals über Kopf verließ, um den Italiener Roberto Rossellini zu heiraten. Auch die neue Ehe ging in die Brüche, weil Roberto eine Affäre mit einer jüngeren Frau einging. Da war Isabella gerade einmal fünf Jahre alt. Nach der Trennung ihrer Eltern wuchs sie nicht etwa bei einem ihrer Elternteile auf, sondern wohnte gemeinsam mit einem Kindermädchen in einer Wohnung in Rom. Immerhin war Papa Roberto in der Nähe, sein Apartment befand sich direkt gegenüber. Doch damit nicht genug Leid: Isabella litt in ihrer Kindheit unter einer schmerzhaften Skoliose, musste häufig zu Ärzten und qualvolle Behandlungen über sich ergehen lassen.

Zeit für einen Tapetenwechsel

Doch von all dem ließ sich Isabella nicht beirren. Nach ihrem Schulabschluss besuchte sie eine Modeschule in Rom, woraufhin sie anschließend als Kostümbildnerin, auch für einige Filme ihres berühmten Vaters, tätig war. Später machte sie erste journalistische Erfahrungen, schrieb für Frauenzeitschriften und setzte sich für feministische Themen ein. 1972 war es für die junge Frau an der Zeit für etwas Neues, also verließ Isabella ihre italienische Heimat und ging nach New York. Zunächst studierte sie Englisch, unterrichtete nebenbei Italienisch und landete schließlich beim italienischen Staatsfernsehen als Auslandskorrespondentin. Dieser Job führte Isabella zu einem schicksalhaften Treffen: Eines Tages interviewte sie niemand geringeren als den Regisseur , der 1979 ihr Ehemann Nummer eins werden sollte.

Von der Leinwand aufs Vogue-Cover

Scheint, als wäre es für das Chamäleon Isabella häufiger mal an der Zeit für einen Tapetenwechsel und so sagte sie nicht Nein, als ihre Mutter sie 1976 in "Nur eine Frage der Zeit" vor die Kamera zog. Ihr Filmdebüt war geschafft! Rasch folgte die erste Hauptrolle im Film "Die Wiese" – doch der gewünschte Erfolg stellte sich leider nicht ein. Also mal wieder eine Planänderung: Isabella wurde Model. 1982 verkaufte sich die Vogue mit Isabellas Gesicht auf dem Titel so gut, dass sie von nun an ein gefragtes Fotomodel war. Dank ihres Deals mit dem französischen Kosmetikhersteller Lancôme, dessen Werbegesicht Isabella die folgenden elf Jahre ist, wird sie zum bestbezahlten Model der Welt.

Skandal: "Blue Velvet"

Nun, wo sie im Modelbusiness so ziemlich alles erreicht hatte, was ging, packte Isabella der Ehrgeiz in Sachen Schauspielerei. Sie wollte es noch mal wissen. Kraft getankt hatte sie inzwischen nach ihrer Scheidung von Martin Scorsese und der Hochzeit Nummer zwei mit dem Model Jonathan Wiedemann, mit dem sie 1983 ihre erste Tochter Elettra bekam. Nach einigen Filmauftritten konnte Isabelle 1986 die Aufmerksamkeit des weltweiten Publikums auf sich ziehen: Der kontrovers diskutierte Lynch-Film "Blue Velvet" mit viel Erotik, Brutalität und sadomasochistischen Szenen rückte Isabella in den Fokus der Öffentlichkeit und machte sie letztlich zum Filmstar. Die Arbeit mit muss intensiv gewesen sein, denn kurz nach dem Film verließ Isabella Ehemann Nummer zwei, um eine Beziehung mit einzugehen. Ein weiterer Filmhit des kreativen Ehepaars wurde das Roadmovie "Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula". Doch die Ehe des einstigen Filmtraumpaars Rossellini/Lynch kam ins Bröckeln, die Trennung war unausweichlich. berühmte Nachfolger wurden Schauspieler und Regisseur Gregory Mosher.

Jahrzehnte im Filmgeschäft

Seit nun schon fast einem halben Jahrhundert steht Isabella Rossellini vor der Kamera und ist ganz und gar nicht die Grande Dame, die nicht mit der Zeit gehen will und dem alten Kino hinterhertrauert. Diese Einstellung, die Lust auf Neues und ihre bedingungslose Leidenschaft für ihre Arbeit führen dazu, dass sie auch heute noch im Geschäft ist, Rollenangebote bekommt und diese mit viel Hingabe auf die Leinwand bringt. Ihr letzter Leinwandhit war die Filmbiografie "Joy – Alles außer gewöhnlich" – ein von Kritikern geliebter Film, für den Hauptdarstellerin mit einem Golden Globe geehrt wurde. Sicherlich nicht der letzte gute Film, in dem wir die smarte und anscheinend zeitlose Italienerin gesehen haben.