Starporträt

Ingo Zamperoni

43 Jahre

Nachrichtenmann Ingo Zamperoni hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und wirkt vor der Kamera immer lässig, voller Leichtigkeit und trotzdem seriös

  • Geboren , Wiesbaden / Deutschland
  • VornameIngo Antonio
  • Name Zamperoni
  • Grösse 1.95 m
  • Sternzeichen Stier

Biografie von Ingo Zamperoni

Angefangen hat die Journalistenkarriere von bereits zu Schulzeiten als er im Alter von 16 Jahren Artikel für die Schülerzeitung "Mülltonne" an seinem Gymnasium in Wiesbaden schrieb. "Ich schrieb über die Frage, warum der ganze Nahe Osten so ein Pulverfass ist. Als der Text dann erschien, kam eine Klassenkameradin zu mir und sagte, jetzt habe sie die Sache endlich mal verstanden. Das war für mich ein Aha-Erlebnis: Man kann also mit Journalismus tatsächlich etwas erreichen."

Von der Uni zum Fernsehen

Nach diesem Aha-Erlebnis stand die Entscheidung in Sachen Berufswahl. Nach dem Abitur und dem Zivildienst studierte Ingo Zamperoni Amerikanistik, Jura und Geschichte an der Universität Konstanz, in Berlin und Boston. Schon während seiner Studienzeit arbeitete er als freier Journalist für Lokalzeitungen und veröffentlichte hin und wieder Artikel. Nach dem Studium absolvierte der Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters sein Volontariat beim NDR. Dem Norddeutschen Rundfunk hatte er es offensichtlich angetan, denn der NDR wurde in den folgenden Jahren zu seinem Heimatsender. Ingo Zamperoni arbeitete als Autor und Reporter und lieferte Beiträge für die "Tageschau" sowie die "Tagesthemen" ehe er rasch auch vor die Kamera treten durfte. Erste Moderationsversuche startete der charmante Zamperoni mit der Regionalsendung "Niedersachen 19.30", "NDR aktuell" und als Urlaubsvertretung für das Magazin "Weltbilder".

Zamperoni wird zum Publikumsliebling

Regelmäßig auf dem Bildschirm sah man Ingo Zamperoni dann ab 2007 als er die Moderation der Sendung "Nachtmagazin" im Ersten übernahm, die er bis 2013 im wöchentlichen Wechsel mit Gabi Bauer moderierte. Schnell wurde er zum Publikumsliebling, weil er durch eine ganz spezielle Art der Moderation auffiel: Er schaffte die herausfordernde Balance zwischen Lässigkeit, der Illusion, der Job würde ihm ganz leicht von der Hand gehen und gleichzeitig Souveränität und Seriosität.

Unvergessener Fernsehmoment

Und weil der Nachrichtenmann sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat schaffte er 2012 den Sprung in die Tagesthemen – zunächst allerdings nur als Vertretung und später dann als regulärer Moderator. Unvergessen ist vielen sicherlich noch Zamperonis Abmoderation in der Halbzeitpause des Halbfinalspiels Deutschland – Italien bei der EM 2012. Italien führte zur Halbzeit 2:0 gegen Deutschland und er beendete die Sendung mit einem breiten Lächeln und folgenden Worten: "Und beenden möchte ich diese Tagesthemen aus gegebenem und aus persönlichem Anlass mit den Worten des italienischen Dichterfürsten Dante: 'Das Gesicht verrät die Stimmung des Herzens.' Ich weiß jetzt nicht, was Ihnen mein Gesicht verrät, aber seien Sie versichert, dass ich innerlich ziemlich zerrissen bin. In diesem Sinne: Che vinca il migliore – möge der Bessere gewinnen." Für die einen war dies ein ganz besonderer Fernsehmoment, weil etwas unerwartetes passierte, weil sich jemand etwas getraut hatte. Die anderen fanden Zamperonis Verhalten unmöglich, es hagelte böse Briefe und Beschwerden.

Ritterschlag von der ARD

Doch allerspätestens 2016 war alle Aufregung vergessen als Ingo Zamperoni, zu diesem Zeitpunkt Auslandskorrespondent in Washington, den Ritterschlag von der ARD erhalten hat: Im Herbst 2016 wird er Anchorman der "Tagesthemen", tritt die Nachfolge von an und übernimmt damit einen der wichtigsten Posten im deutschen Nachrichtengeschäft. Die Freude ist dementsprechend groß: "Das wird ein Wechsel von einem Traumjob zum anderen. Thomas Roth macht einen hervorragenden Job. Ich freue mich, im Herbst seine Nachfolge antreten zu dürfen und mit dem großartigen Team von ARD-aktuell wieder ganz unmittelbar zusammenzuarbeiten."