Heike Makatsch | GALA.DE
STARPORTRÄT

Heike Makatsch

"Girlie! Emanze! Kultfigur!" - Für Heike Makatsch, ehemals VIVA-Moderatorin, hatte die Presse schon immer viele Bezeichnungen parat

Bekannt als Heike Makatsch
Vorname Heike
Name Makatsch
Geburtstag 13. August 1971
Alter 42 Jahre
Geburtsort Deutschland / Düsseldorf
Größe 1,73 m
Sternzeichen Löwe

Was Sie wissen sollten - Biografie

"Emanzipiert, aber doch Frau, sexuell unverklemmt, aber doch Vamp, abgebrüht und ein bisschen rotzig, aber auch verletzlich." So charakterisierte Roger Willemsen Heike Makatsch 1995. Zwei Jahre war die quirlige Heike da beim Musiksender VIVA gewesen und gerade zu Bravo TV gewechselt. Eigentlich hatte sie Journalistin werden wollen, doch ihr Soziologie- und Politikstudium brach die Düsseldorferin nach vier Semestern ab. Auch eine Lehre als Schneiderin hielt Heike nicht durch - das Fernsehen lockte. Neben Stefan Raab und Nils Bokelberg wurde die überdrehte Heike zum Vorbild für Millionen Jugendliche, die Presse feierte die junge Frau.

Doch dass Erfolg nicht unendlich ist, musste Heike 1997 am eigenen Leib erfahren, als die "Heike-Makatsch-Show" nach nur zwei Monaten wegen schlechter Quoten eingestellt werden musste. Doch noch heute ist Heike vom Konzept der Sendung überzeugt: "Es ist im Prinzip das, was ich beim Fernsehen gerne machen würde." Auch wenn die Zuschauer sie nicht sehen wollten - einen gab es, der von dem Talent der Makatsch überzeugt war. Detlev Buck besetzte eine Rolle im Film "Männerpension" mit Heike. Und siehe da, die Zuschauer und Kritiker waren begeistert, Heike gewann prompt den Bayerischen Filmpreis als "Beste Nachwuchsschauspielerin".

Auch wenn es beruflich langsam bergauf ging, zog Heike erst einmal zu ihrer neuen Liebe, dem späteren Bond-Darsteller Daniel Craig, nach London. Die deutsche Presse wertete dies als Flucht vor der Häme nach ihrem Show-Debakel, doch für Heike war der Umzug "eine bewusste Entscheidung für die Liebe". "Es war ein ruhiges Leben. Ich hatte viel Zeit für Ausstellungen, Kochen, Freunde, Joggen und Kino". Auch von England aus gelang es Heike, unbeirrt ihre Karriere voranzutreiben. Sie drehte Filme wie "Die Affäre Semmeling" (für die sie eine Goldene Kamera gewann), "Liebe deine Nächste!", "Aimée & Jaguar" und Doris Dörries "Nackt". Und es kam noch besser: Nach einer Rückkehr ins TV ("Das Wunder von Lengede"), fragte Hollywood bei Heike an. Nach einem Auftritt in "Resident Evil" spielte die Deutsche in "Tatsächlich… Liebe" neben Hugh Grant und Alan Rickman eine verführerische Sekretärin. Für ihre Darstellung der Margarete Steiff wurde sie im Jahr 2004 sogar für einen Emmy, den amerikanischen TV-Oscar, nominiert. Und auch einen "Bambi" und den Grimme-Preis gewann sie.

Im gleichen Jahr und nach sechs Jahren Beziehung zerbrach die Liebe zu Daniel Craig, Heike kehrte nach Deutschland zurück. Mittlerweile ist sie neu verliebt und zur Minifamilie mit Partner Max Schröder (Musiker bei der Band "Tomte") kamen im Januar 2007 und Oktober 2009 noch zwei Töchter hinzu. Doch Stillsitzen ist nicht Heikes Ding: Schon wenige Monate nach der Geburt ihres ersten Kindes stand sie wieder vor der Kamera, das Drehbuch für den Film "Schwesterherz" hat sie mit einer Freundin geschrieben. Das Vorzeige-Girlie der Nation ist einfach erwachsen geworden.

Autorin: Frauke Hansen