Starporträt

Hayden Christensen

36 Jahre

Hayden Christensen ist vor allem bekannt als Anakin Skywalker. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er aber als Beinahe-Opfer von John McEnroe.

  • Geboren , Vancouver, British Columbia / Kanada
  • VornameHayden
  • Name Christensen
  • Grösse 1.87 m
  • Sternzeichen Widder

Biografie von Hayden Christensen

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte Hayden schon als kleiner Junge: Der Vater einer Tochter war Balljunge beim Tennis und als die TV-Kameras zum ersten Mal auf ihn gerichtet wurden, war er nicht als Schauspieler in Aktion: Der Kanadier bekam von Tennis-Rowdy fast einen Schläger an den Kopf gedonnert! Hayden wurde beim Tennisturnier in Toronto als Balljunge direkt am Netz eingesetzt. Als McEnroe, der für seine Aggressionen auf dem Platz bekannt war, einen Ball ins Netz schlug und noch einmal draufhauen wollte, übersah er dabei fast den kleinen Hayden, der den Ball holen wollte - und stoppte den Schläger nur wenige Zentimeter vor dessen Kopf. "Da war ich das erste Mal im Fernsehen", sagt Hayden heute amüsiert.

Haydens zweiter Weg ins Rampenlicht

Früher Zufall, nun Absicht: Das zweite Mal im Fernsehen war Hayden in einem Werbespot für Hustensirup zu sehen - entdeckt wurde das dritte der vier Christensen-Kinder mit schwedisch-italienisch-dänischen Wurzeln, als seine Schwester Hesja, eine erfolgreiche Trampolin-Springerin, nach einem Agenten suchte. Den fand sie auch, allerdings war dieser mehr an ihrem achtjährigen kleinen Bruder interessiert. Sein Schauspieldebüt gab Hayden 1993 in der deutsch-kanadischen Serie "Macht der Leidenschaft", zwei Jahre später, mit 14, schaffte er mit "Jungle Law" den Sprung auf die Kinoleinwand. Nach einigen weiteren kleinen Rollen durfte der große Blonde in der Serie "Higher Ground" dann einen von seiner Stiefmutter sexuell missbrauchten, zu Drogen verführten Teenie spielen und überzeugte völlig in der Rolle. Und als depressiver Teenager in "Das Haus am Meer" (2001) waren die Kritiker begeistert - eine Golden-Globe-Nominierung war der Lohn.

Seit Star Wars kann er sich seine Rollen aussuchen

Den Award gewann Hayden nicht, ein anderes Rennen allerdings konnte er für sich entscheiden: 442 Konkurrenten, unter ihnen , stach er aus, als Regisseur 2002 einen Darsteller für seine neuen "Star Wars"-Filme suchte. Während Hayden in "Episode II: Angriff der Klonkrieger" nicht wirklich überzeugen konnte, waren Kritiker von seiner Darstellung des erwachsenen Anakin Skywalker - der durch die Lügen des perfiden Kanzlers Perpetin auf die dunkle Seite der Macht wechselt und zu wird - in "Episode III: Die Rache der Sith" (2005) begeistert. Und nicht nur die: Teenie-Magazine auf der ganzen Welt entdeckten den hübschen Hayden als Coverboy, in mehreren Sexappeal-Listen tauchte der schüchterne Kanadier nun auf.

Er findet seine große Liebe bei der Arbeit

Die Filme der "Star Wars"-Reihe bescherten finanzielle Sicherheit und er kann sich seine Rollen nun aussuchen. So spielte er 2009 in dem Episodenfilm "New York, I Love You" mit. Auch ist das Geld nicht mehr so wichtig: 2010 drehte er den Low-Budget-Streifen "Die Herrschaft der Schatten". Das große Glück fand er aber bereits 2007 am Set zu dem Action- Kracher "Jumper": Dort traf er , die beiden wurden ein Paar. Nach einer kurzen Trennung rauften sich die beiden wieder zusammen und machten ernst: 2014 wurde ihre Tochter Briar Rose Christensen geboren.

Bauernhof statt Hollywood

Privat hat Hayden sein Glück also gefunden und auch wenn er es gerade beruflich ruhiger angehen lässt, scheint er ein sehr zufriedenes Leben zu führen. Auf den ganzen Hollywood-Trubel hat er keine große Lust mehr, ganz bewusst zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück. Schuld daran war das sogenannte Impostor Syndrome (zu Deutsch: Hochstapler-Syndrom) - Hayden Christensen hatte schlichtweg das Gefühl, sich den großen Erfolg gar nicht verdient zu haben. "Durch 'Star Wars' hatte ich plötzlich all diese Möglichkeiten und eine Karriere. Es fühlte sich an, als hätte man mir das geschenkt. Und ich wollte nicht einfach nur auf dieser Welle mitschwimmen", erklärte Hayden. Statt sich auf roten Teppichen zu zeigen oder einen Film nach dem anderen zu drehen, verbringt er lieber Zeit mit seiner kleinen Familie, am liebsten auf seiner Farm in der Nähe von Toronto. Dort kann sich der Teilzeitschauspieler austoben, das Haus renovieren und sich um die Tiere und Pflanzen kümmern. Die Rolle als entspannter Papa und Landwirt steht dem Kanadier zwar gut, aber auf Dauer handwerkender Bauer zu sein, passt dann wohl doch nicht ganz in den Lebensentwurf des Kanadiers.

Hayden Christensen zurück auf der großen Leinwand

Nach vierjähriger Kinopause kehrte Hayden Christensen 2014 mit dem Actionstreifen "American Heist" zurück auf die Leinwand. Nun hatte er wieder Blut geleckt und drehte weitere Filme wie "Outcast - Die letzten Tempelritter" (2014) und "90 Minutes in Heaven" (2015). Im Sommer 2017 kam Hayden an der Seite von Actionheld mit dem Thriller "First Kill" in die Kinos und auch für 2018 sind bereits zwei neue Filme mit Hayden in den Hauptrollen angekündigt ("Numb, at the Edge of the End" und "Little Italy"). Scheint also, als hätte Hayden sein Impostor Syndrome größtenteils überwunden und wieder Spaß an der Schauspielerei gefunden - auch wenn er bislang nicht an die großen "Star Wars"-Erfolge anknüpfen konnte.

Die bekanntesten Filme mit Hayden Christensen

  • 1995: Jungle Law
  • 1999: The Virgin Suicides
  • 2001: Das Haus am Meer
  • 2002: Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger
  • 2005: Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith
  • 2006: Factory Girl
  • 2007: Awake
  • 2008: Jumper
  • 2009: New York, I Love You
  • 2010: Takers – The Final Job
  • 2010: Die Herrschaft der Schatten
  • 2014: American Heist
  • 2014: Outcast – Die letzten Tempelritter
  • 2015: 90 Minutes in Heaven
  • 2017: First Kill