Starporträt

Gus van Sant

65 Jahre

Mit "Good Will Hunting" landete Gus Van Sant einen Hit, doch die Karriere des Regisseurs geht seit dem nicht nur steil bergauf

  • Geboren , Louisville, Kentucky / USA
  • VornameGus
  • Name Green van Sant
  • Grösse 1.75 m
  • Sternzeichen Löwe

Biografie von Gus van Sant

Schon als kleines Kind war fasziniert von Kameras. Als zehnjähriger Knirps drehte er seinen ersten richtigen Film, ganze 20 Minuten lang, über ein Familiendrama. Bereits damals interessierte sich der spätere Kultregisseur für die Tiefen und Abgründe des menschlichen Daseins. Das Interesse an Kunst führte den jungen Gus Van Sant nach seinem Schulabschluss an die Rhode Island School of Design, wo er sich zunächst für Malerei einschrieb. Doch nachdem er dort einige angehende Regisseure kennenlernte und entschloss, dass Geschichten auf der Leinwand erzählen sein Berufswunsch ist, sattelte er auf Filmemachen um.

Durchbruch mit "Drugstore Cowboy"

Nach seinem Collegeabschluss siedelte der ambitionierte Gus Van Sant ins Filmmekka Los Angeles um, wo er rasch einen Job als Regieassistent fand. Nebenbei drehte er natürlich weiterhin seine eigenen Filme und konnte sich Stück für Stück einen Namen in der Independent-Film-Szene machen. Ende der 80er Jahre konnte der talentierte Filmemacher seinen Durchbruch feiern: "Drugstore Cowboy", ein Roadmovie über einen jugendlichen Drogenjunkie auf der Suche nach sich selbst, mit und in den Hauptrollen, wurde von allen Seiten bejubelt. Zwei Jahre später folgte "My Private Idaho" mit den Jungstars und .

Gus Van Sants erste Oscar-Nominierung

Während seine bisherigen Filme recht sperrig und eher wenig mainstreamtauglich daherkamen, markierte "Good Will Hunting" (1997) eine Kehrtwende in Gus Van Sants Karriere. Der Streifen mit , und beschert dem Regisseur nicht nur seinen endgültigen, internationalen Durchbruch, sondern auch eine Oscar-Nominierung als bester Regisseur.

Die Achterbahnkarriere von Gus Van Sant

Nach einem Remake des Hitchcock-Klassiker "Psycho" und dem Drama "Forrester – Gefunden!" – beide von Kritikern nicht gerade gelobt - kehrte Gus Van Sant in den kommenden Jahren wieder zurück zu seinen Wurzeln und widmete sich dem Arthouse-Kino. Erst mit Milk (2008), einem Biopic über den ersten homosexuellen Bürgermeister der USA, kehrte er zurück zum kommerziellen Erfolg und konnte eine zweite Oscar-Nominierung in seiner Biografie verbuchen. 2015 ging es dann mit "The Sea of Trees" wieder bergab. Für das Drama konnte Van Sant zwar Hollywoodgrößen wie , und gewinnen, allerdings gilt der Streifen für Kritiker als Tiefpunkt seiner Karriere. Doch Gus Van Sant ist immer für eine Überraschung gut. Sein scheinbar müheloses Wandeln zwischen Indie-Filmen und großen Oscar-Projekten sowie seine unverwechselbare Handschrift sorgen sicherlich dafür, dass bald auch wieder Kritiker und Publikum seine Filme feiern werden.