Starporträt

Gérard Depardieu

68 Jahre

Gérard Depardieu war einst eine der Filmgrößen Frankreichs. Mittlerweile fällt der Schauspieler eher durch Skandale auf

  • Geboren , Châteauroux / Frankreich
  • VornameGérard Xavier Marcel
  • Name Depardieu
  • Grösse 1.8 m
  • Sternzeichen Steinbock
  • Partner Carole  Bouquet  (1997 - 2005); Clémentine  Igou  (2005); Karine  Silla
  • Kinder Guillaume Jean Maxime Antoine   (*1971); Julie Marion   (*1973); Roxanne   (*1992)

Biografie von Gérard Depardieu

war früher für sein schauspielerisches Talent bekannt. Mit 16 Nominierungen für den französischen Filmpreis César ist er ungeschlagener Rekordhalter. Seine überzeugende Darstellung als "Cyrano de Bergerac" brachte dem Star des französischen Films sogar eine Oscar-Nominierung ein. Und als tollpatschiger "Obelix" in den "Asterix"-Verfilmungen brachte er Alt und Jung zum Lachen.

Skandale

Mittlerweile ist der Schauspieler durch seine zahlreichen Eskapaden allerdings selbst zur tragikomischen Figur geworden. Ob sein Urinieren in den Gang eines Flugzeugs, seine zahlreichen verbalen Entgleisungen, Prügelattacken oder seine häufigen Motorrad-Unfälle unter Alkoholeinfluss. Der einstige Vorzeige-Schauspieler Frankreichs macht vor allem durch unangebrachtes Verhalten von sich Reden.

Steuerflucht nach Russland

Für den größten Skandal sorgte der gebürtige Franzose 2012: Um der geplanten Reichensteuer mit einem Steuersatz von 75 Prozent zu entkommen, kehrte er seiner Heimat den Rücken und flüchtete in die Arme Wladmir Putins. Der umstrittene russische Präsident soll Depardieu höchstpersönlich die russische Staatsbürgerschaft angeboten haben. Der Schauspieler nahm das Angebot dankend an und zog nach Russland. Seitdem schwingt der "Obelix"-Darsteller immer wieder Lobeshymnen auf seinen Kumpel Putin und wütet über die Politiker Westeuropas.

Alkoholsucht

Die empörenden Statements und peinlichen Auftritte Dépardieus hängen wohl vor allem mit seinem exzessiven Alkoholkonsum zusammen. Er selbst beichtete, dass er täglich 14 Flaschen Wein und dazu noch zahlreiche Schnäpse trinke. Auch vier Bypässe und eine neue Leber halten Gérard Depardieu nicht davon ab, weiterhin Alkohol zu trinken. In seiner Biografie "Es hat sich so ergeben" erklärt er seinen maßlosen Alkoholkonsum: "Ich bin besessen von dem Lärm in meinem Körper, dem Schlag meines Herzens, dem Gurgeln meiner Eingeweide, den Knacken meiner Gelenke. Diese Phobie ist so schlimm geworden, dass ich trinken muss, wenn ich alleine in einem Hotelzimmer bin, damit ich das nicht mehr hören muss."

Schlimme Kindheit

Seine schreckliche Kindheit kann neben seiner Phobie ein weiterer Grund für das Koma-Trinken sein. Schließlich war Gérard Depardieu ein ungewolltes Kind, das in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs. Als zehn-jähriger Junge prostituierte er sich und verkaufte seinen Körper älteren Männern. Späte raubte er seine Freier aus und saß als 16-Jähriger wegen Autodiebstahls für drei Wochen im Gefängnis. Ein Agent, der Depardieus schauspielerisches Können entdeckte und sein Schauspielstudium finanzierte, rettete ihn vor der vorprogrammierten Verbrecherkarriere.

Nun ist der Wahl-Russe der bestbezahlte Schauspieler Frankreichs, der die Welt in Zukunft hoffentlich wieder eher mit tollen Filmen als mit schockierenden Skandalen unterhält.

Filme mit Gérard Depardieu (Auswahl)

  • 2010: "Das Schmuckstück" ("Potiche")
  • 2010: "Small World" ("Je n’ai rien oublié")
  • 2011: "Der Kuss des Schmetterlings" ("Un baiser papillon")
  • 2011: "Rasputin - Hellseher der Zarin" ("Raspoutine", TV-Film)
  • 2012: "Der Tag wird kommen" ("Le grand soir")
  • 2012: "Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät" ("Astérix et Obélix: Au service de sa majesté")
  • 2012: "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger" ("Life of Pi")
  • 2013: "Choral des Todes" ("La marque des anges – Miserere")
  • 2013: "Eine ganz ruhige Kugel" ("Les invincibles")
  • 2014: "Welcome to New York"
  • 2014: "United Passions"
  • 2015: "Valley of Love"