Starporträt

Farrah Fawcett

70 Jahre

"Drei Engel für Charlie" machte Farrah Fawcett zum Star, ihr Leben schien wie ein Märchen – leider ohne Happy End

  • Gestorben , Santa Monica, Kalifornien / USA
  • Geboren , Corpus Christi, Texas / USA
  • VornameMary Farrah Leni
  • Name Fawcett
  • Grösse 1.69 m
  • Sternzeichen Wassermann
  • Partner Lee  Majors  1973-1982; Ryan  O'Neal  1980-1997; James  Orr  1997-1998; Ryan  O'Neal 2006-2009
  • Kinder Redmond  O'Neal (*1985)

Biografie von Farrah Fawcett

In den siebziger Jahren wurde Mary Farrah Leni Fawcett mit der Fernsehserie "Drei Engel für Charlie" zum Sexsymbol – dabei stieg sie nach nur einer Staffel bereits wieder aus. Doch diese paar Folgen reichten aus, um die blonde Texanerin zum Star zu machen.

Alles begann mit einem hartnäckigen Talentscout

Ihren Ruhm hat allerdings einem Zufall zu verdanken. Sie steckte gerade mitten im Kunststudium an der University of Texas, als ein Talentscout auf sie aufmerksam wurde. Doch die junge Studentin dachte gar nicht daran, ihr Studium hinzuschmeißen, sich in eine ungewisse Zukunft zu wagen und erteilte dem Scout eine Absage. Er ließ sich allerdings nicht abwimmeln und rief zwei Jahre lang regelmäßig bei Farrah an. Letztlich mit Erfolg! Ende der sechziger Jahre ging sie mit Erlaubnis ihrer Eltern nach Los Angeles, um ihr Glück in Hollywood zu versuchen.

Vom TV-Sternchen zur Charakterdarstellerin

Anfangs ergatterte die schöne Farrah Fawcett einige Jobs für Werbespots und kleine TV-Rollen, ehe sie 1976 mit "Drei Engel für Charlie" ihren großen Durchbruch feiern konnte. Die Bemühungen des Talentscouts hatten sich also mehr als gelohnt. Doch Farrah wollte mehr als nur ein TV-Sternchen sein, also verließ sie die erfolgreiche Serie trotz einer Golden Globe-Nominierung nach nur einer Staffel wieder, um den Schritt zur Charakterdarstellerin zu schaffen. Und tatsächlich, was viele nicht für möglich gehalten hatten, gelang der Schauspielerin. In "Das brennende Bett" von 1984 mimte sie überzeugend eine Ehefrau, die nach jahrelanger Tortur voller Gewalt ihren Ehemann tötete. Zwei Jahre darauf sorgte Farrah mit dem umstrittenen Thriller "Extremities", im dem sie ein Vergewaltigungsopfer spielte, das selbst zur Täterin wird, für Aufmerksamkeit.

Ein Liebesleben voller Höhen und Tiefen

Aber trotz ihres schauspielerischen Könnens und mehrerer Golden Globe- und Emmy-Nominierungen galt das Interesse der Öffentlichkeit seit jeher mehr ihrem turbulenten Privatleben. Nach einer gescheiterten Ehe mit dem Schauspieler war Farrah Fawcett knapp 20 Jahre mit ihrem Leinwandkollegen liiert. Die Beziehung glich einer Achterbahnfahrt zwischen Liebe, Gewalt, Drogen und Alkohol. Nachdem Farrah ihren Liebsten Ende der neunziger Jahre in flagranti mit einer anderen Frau im Bett erwischt hatte, schmiss sie ihn raus und beendete die Beziehung. Darunter litt auch ihr gemeinsamer Sohn Redmond, der bis heute immer mal wieder mit Drogengeschichten in die Schlagzeilen gerät. Auch die Beziehung zu dem Filmemacher James Orr machte sie nicht glücklich. Im Gegenteil, sie endete mit Gewalt. Als Farrah seinen Heiratsantrag abgelehnt hatte, reagierte er mit Fäusten.

Das traurige Ende eines Hollywoodstars

Doch was sie bisher durchgestanden hatte, war nichts gegen die Schreckensnachricht, die Farrah Fawcett im Jahr 2006 erhielt. Bei ihr wurde ein bösartiges Analkarzinom diagnostiziert. "Ich glaube fest daran, dass man mit positivem Denken auch die größten Herausforderungen überwinden kann", sagte sie damals und zunächst sah es nach einer Chemo- und Strahlentherapie so aus, als wäre sie geheilt. Doch der Darmkrebs kam zurück, auch innovative Behandlungen an der Frankfurter Universitätsklinik und am Tegernsee versprachen keine Rettung mehr. In dieser schweren Zeit versöhnte sich die todkranke Schauspielerin mit ihrem Ex Ryan O'Neal, er hielt sogar um ihre Hand an. Doch für eine Hochzeit war es zu spät. Am 25. Juni 2009 verlor die Schauspielerin den Kampf gegen den Krebs. Farrah Fawcett wurde auf dem Westwood Village Memorial Park Cemetery in Westwood, Los Angeles, beigesetzt.