Starporträt

Edward Norton

Wenn es darum geht, Prügel einzustecken, ist Edward Norton Hollywoods Nummer 1. Oder wenn hinter einem Engelsgesicht ein fieser Kerl stecken soll

Bekannt als Edward Norton
Vorname Edward Harrison
Name Norton
Geburtstag 18. August 1969
Alter 47 Jahre
Geburtsort Boston, Massachusetts / USA
Größe 1,83 m
Sternzeichen Löwe

Biografie:
Was Sie über Edward Norton wissen sollten

Leonardo DiCaprio hatte kurzfristig abgesagt. Nun musste für den Gerichtsthriller „Zwielicht“ schnellstens ein junger Schauspieler gefunden werden, der an der Seite von Richard Gere die Rolle eines berechnend bösartigen Killers übernehmen konnte. Die Entscheidung für Edward Norton erwies sich als Glücksgriff: Der Kinodebütant mit dem unscheinbaren Gesicht erhielt blendende Kritiken, räumte 1998 den Golden Globe ab und wurde als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert.

Faszination Schauspielerei

Selten hat ein Schauspieler gleich mit seinem ersten Film so viel Furore gemacht. Von der Schauspielerei war Edward Norton seit dem zarten Alter von fünf Jahren fasziniert, als auf der Bühne seiner Grundschule in Columbia „If I were a Princess“ aufgeführt wurde. „Ich kann mich genau an den Moment erinnern, als es mich packte“, erinnert er sich. „Ich war völlig verstört und gefesselt von der Magie dieses kleinen Provinztheater-Stücks.“

Nortons Charakterrollen

Einen Hauch dieser Magie vermag Edward Norton, der vor seiner Karriere in Yale Geschichte studierte, seinen Figuren stets mitzugeben. Und seien sie auch noch so bösartig. Edward Norton erhält 1999 für die Rolle des geläuterten Neo-Nazis „Derek Vinyard“ in „American History X“ seine zweite Oscar-Nominierung und löst gleichzeitig eine große Diskussion über Rechtsradikalismus in den USA aus. Ein Jahr später folgte die heftige Gesellschaftskritik „Fight Club“ an der Seite von Brad Pitt. 2012 und 2014 arbeitete er mit dem Regisseur Wes Anderson zusammen, er besetzte ihn in den beiden Filmen „Moonrise Kingdom“ und „Grand Budapest Hotel“. Letzterer war im Jahr drauf für den Oscar als bester Film nominiert, konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Aber das machte gar nichts, denn Norton war noch mit einem anderen Film in derselben Kategorie im Rennen. And the oscar goes to…: Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)!

Multitalent Edward Norton

Im Jahr 2000 gab Edward mit „Glauben ist alles!“ sein Regiedebüt. Er selbst übernahm eine der Hauptrollen und konnte für die anderen tragenden Rollen Jenna Elfman und Ben Stiller gewinnen. In der Komödie, die durchweg gute Kritiken bekam, geht es um eine Dreiecksbeziehung zwischen einem katholischen Priester, einem Rabbi und ihrer Sandkastenfreundin. Dieser Film muss für Norton etwas ganz Besonderes sein: Er hat ihn seiner im Jahr 1997 an einem Gehirntumor verstorbenen Mutter Robin gewidmet.

Begabt und engagiert

Norton ist ein politischer Mensch, der sich häufiger mal in Diskussionen zu Wort meldet, schreckt dabei auch nicht vor heftiger Kritik an Präsident George W. Bush zurück. So verglich er die damalige Politik des Präsidenten gar mit George Orwells „1984“. 2012 unterstützte er den Wahlkampf von Barak Obama und drehte ein Video für seine Kampagne. Aber er redet nicht nur, sondern bringt sich aktiv ein. In New York unterstützt Norton, der selbst in gutbürgerlichen Verhältnissen aufwuchs, eine Organisation, die sozial schwächer gestellten Familien bezahlbaren Wohnraum in der Metropole zur Verfügung stellt.