Starporträt

Detlev Buck

54 Jahre

Ob als Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent oder Regisseur – der vielseitige Detlev Buck ist die Allzweckwaffe des deutschen Films

  • Geboren , Bad Segeberg / Deutschland
  • VornameDetlev
  • Name Buck
  • Grösse 1.88 m
  • Sternzeichen Schütze
  • Kinder Bernadette Sophie  (*1986)

Biografie von Detlev Buck

Um ein Haar wäre Landwirt geworden – bis er die Tiere, das frühe Aufstehen und die harte Arbeit gegen ein Dasein als Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur tauschte. Schon immer liebte Buck, der in einem 450-Seelendorf im beschaulichen Schleswig-Holstein auf dem elterlichen Bauernhof groß wurde, Filme, interessierte sich für das Filme machen und war fasziniert von den Phantasiewelten, die man mit Bild und Ton erzählen konnte.

Landwirt mit Filmambitionen

Während seiner Ausbildung zum Landwirt – der Plan war, den elterlichen Hof zu übernehmen – drehte Buck seinen ersten Film "Erst die Arbeit und dann?", der ihm den Weg auf die "Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin" ebnete, an der er die kommenden drei Jahre studierte. Und so kam es wie es kommen musste: Nun mussten sich seine Eltern einen anderen Nachfolger für ihren Betrieb suchen, der Sohnemann hatte andere Pläne.

Der große Durchbruch mit "Männerpension"

In den 90er Jahren feierte der kreative Kopf zahlreiche große Kinoerfolge und war dabei häufig in mehrfacher Funktion als Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und/oder Produzent tätig. 1996 feierte er mit "Männerpension" seinen großen Durchbruch und ebnete nebenbei den Weg für die Schauspielkarriere von , die bis dato nur als VIVA-Girlie bekannt war. Seit jeher zeichnen sich Bucks Filme durch sympathische Antihelden aus, die schnell die Gunst der Zuschauer gewinnen. Und auch seine Liebe zum Land und sein landwirtschaftlicher Background ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Werk.

Allzweckwaffe des deutschen Films

Während seine ersten Filme hauptsächlich mal mehr, mal weniger klamaukige Komödien waren, überraschte er 2006 mit dem Film "Knallhart", der vom ernsten Thema Jugendgewalt erzählte. Hier bewies er erneut sein gutes Händchen für neue Talente. Die Hauptrolle in "Knallhart" besetzte Buck mit dem damals noch unbekannten Jungschauspieler , der zwei Jahre später an der Seite von Megastar in der Hollywoodproduktion "Der Vorleser" berühmt werden würde. Seine Vielseitigkeit stellte Buck erneut mit "Same Same But Different" unter Beweis, einer tragischen Liebesgeschichte zwischen einem deutschen Backpacker und einer HIV-positiven Kambodschanerin. Doch seinen Wurzeln bleibt der Filmemacher treu: Weniger dramatischen Themen wandte er sich in den kommenden Jahren wieder mit der Travestiekomödie "Rubbeldiekatz", in der es viel zu lachen gab, und den " + Tina"-Verfilmungen zu. Keine Frage: Buck ist die Allzweckwaffe des deutschen Films!

Familienbande im Hause Buck

Und wie schön es ist, dass der Star des deutschen Films sein Talent an die nachfolgende Generation weiter gibt. Buck hat drei Töchter mit seiner langjährigen Freundin Lisa Knoller: Bernadette, Emma und Klara. Seine älteste Tochter Bernadette Knoller präsentierte 2016 ihr Kino-Regie-Debüt "Ferien", ihre Abschlussarbeit an der Filmuniversität Babelsberg, und verpflichtete ihren berühmten Vater gleich mal für eine Rolle. Der war anfangs allerdings gar nicht begeistert, im Film seiner Tochter mitzuspielen, verriet Bernadette. Letztlich ließ er sich aber doch überreden, ganz zur Freude seiner Tochter: "Es ist schön, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die man liebt. Das Interessante am Erwachsensein ist ja auch, seine Eltern kennenzulernen auf eine andere Weise als als Kind", sagt Knoller. Ihren Vater zu inszenieren, sei jedoch eine Herausforderung: "Er macht immer sein Ding. Was gleichzeitig super ist. Ich bin niemand, der alles kontrollieren muss." Das Ergebnis der Vater-Tochter-Kollaboration kann sich mehr als sehen lassen. Und es ist schön zu wissen, dass für filmischen Nachschub aus der Familie gesorgt ist, falls Detlev Buck irgendwann mal in Rente geht.