Starporträt

Coco Chanel

134 Jahre

Coco Chanel schuf mit dem "kleinen Schwarzen" revolutionäre Mode und schrieb mit dem Duft "Chanel No. 5" Parfümgeschichte

  • Gestorben
  • Geboren , Saumur, Auvergne / Frankreich
  • VornameGabrielle Bonheur
  • Name Chanel
  • Grösse 1.69 m
  • Sternzeichen Löwe
  • Partner Boy  Capel  (1909 - 1919); Étienne  Balsan; Igor  Stravinsky; Jacqueline  Susann

Biografie von Coco Chanel

Gabrielle Bonheur "Coco" Chanel gründete 1914 in Paris das Modehaus Chanel. Heute gehört das Luxuslabel zu den einflussreichsten Firmen der Mode- und Kosmetikbranche - dabei deutete in Cocos Kindheit nichts auf ihr späteres Leben als Mode-Ikone hin.

Cocos Kindheit und Jugend

In ärmlichen Verhältnissen geboren, verlor die Französin bereits mit zwölf Jahren ihre Mutter. Chanel kam in ein katholisches Waisenhaus, wo sie zur Näherin ausgebildet wurde. Als 16-Jährige verließ sie die Einrichtung, arbeitete und nahm privat Schneideraufträge an. Später zog es Gabrielle nach Paris, wo sie als Sängerin und Tänzerin in Nachtclubs Geld für ihren Traum verdiente, selber Mode zu entwerfen. Aus dieser Zeit stammt ihr Spitzname "Coco".

Erste Mode-Erfolge

1904 lernte sie den Industriellensohn Etienne Balsan kennen, mit dessen Hilfe sie 1910 ein eigenes Hutgeschäft eröffnen konnte - in seiner Wohnung. Mit großem Erfolg verkaufte sie dort ihre eigenen Kreationen. Nur vier Jahre später besaß bereits ihre erste Boutique im Seebad Biarritz. Sie entwarf schlichte und sportlich geschnittene Kleider aus damals unüblichem Baumwoll-Jersey und setzte mit ihrem Verzicht auf üppige Verzierungen und strenge Korsetts einen ganz neuen Trend. 1918 designte Chanel die ersten Pyjamas für Frauen - bis zu diesem Zeitpunkt der Männerwelt vorbehalten. Chanel trug selbst gern Hosen. Im darauf folgenden Jahr eröffnete sie ihr erstes Modehaus in Paris und die amerikanische "Vogue" erklärte Chanel zum "Inbegriff von Eleganz“.

Der große Durchbruch mit "Chanel No. 5“

Der internationale Durchbruch gelang Mademoiselle Coco 1923 mit der Einführung des Parfüms "Chanel No. 5". Es war der erste Duft, der jemals unter dem Namen seines Schöpfers veröffentlicht wurde - und der erste, der sich nicht in einem überfrachteten floralen Flakon, sondern in einer minimalistisch rechteckigen Form befand.

Nicht mehr wegzudenken: Das "kleine Schwarze“

1926 gelang Chanel die nächste Sensation - sie entwarf das "kleine Schwarze“. Die Designerin lehnte bunte Farben ab, Schwarz, Weiß und Beige gefielen ihr besser. So glaubte sie, die Schönheit der Frauen am intensivsten unterstreichen zu können. Bis 1936 wuchs die Zahl der Chanel-Angestellten auf 4.000. Zu diesem Zeitpunkt war Coco selbst längst zu einem Star der Mode- und Kunstszene avanciert, zählte Größen wie Picasso, Jean Cocteau, und zu ihren Freunden. Während des Zweiten Weltkriegs zog sich die Designerin aus dem Geschäftsleben zurück und entwarf neue Kollektionen - Inspiration dafür fand sie in den Armee-Uniformen.

Der Klassiker: Das Chanel-Kostüm

Erst 15 Jahre später eröffnete die inzwischen 71-jährige Coco Chanel 1954 wieder ein Geschäft in Paris, wo endlich ihre "Kriegskollektion" realisiert werden konnte. Die Entwürfe wurden vor allem in den USA mit Begeisterung aufgenommen und der Siegeszug des berühmten zweiteiligen Chanel-Kostüms begann. Es bestand aus körnig-weichem melierten Tweed und aufgesetzten Taschen. Der Rock endete knapp über dem Knie - eine skandalöse Länge für damalige Zeiten. Kleidung für eine emanzipierte, gleichberechtigte Frau, die Chanel darstellte. Verziert mit Goldknöpfen beeinflusste das Chanel-Kostüm die Mode der folgenden Jahrzehnte wesentlich. Das Label wurde zum Inbegriff von Eleganz und elitärem Wohlstand.

Nach dem Tod von Coco Chanel

Coco Chanel starb am 10. Januar 1971 in ihrem Hotelbett im Hotel Ritz, nachdem sie mit ihrem Freund Claude Baillen von einem Spaziergang zurückkehrte. Ihrer Zofe Celine zufolge lauteten ihre letzten Worte: "You see, this is how you die“, was man übersetzen könnte mit "Sehen Sie, so stirbt man richtig“. Nach dem Tod seiner Unternehmensgründerin verstaubte das Image des Modehauses aber zusehends. Chanel wurde immer mehr zum Synonym für hochpreisige Mutti-Mode. Frischen Wind brachte erst , der seit 1983 für Chanel designt und das Luxusimperium zu altem Glanz zurückführen konnte. Heute ist die Marke Chanel begehrt wie eh und je: macht aus den Fashion-Shows des Labels bunte Spektakel, inszeniert sie als Supermarkt-Landschaft oder als Flughafen-Szenerien und schickt nicht einfach nur Models über den nackten Laufsteg. Das kann sich keiner entgehen lassen: Stars, Blogger und Models wollen Chanel und zeigen sich in den Entwürfen von Lagerfeld. Neben Haute Couture und Prêt-à-Porter-Linien produziert das Unternehmen heute auch Uhren, Schmuck, Brillen, Mode-Accessoires, Kosmetik - und natürlich Parfüms.