Starporträt

Clive Owen

53 Jahre

Clive Owen musste lange auf seinen Durchbruch warten. Heute ist er erfolgreicher denn je und dank seiner Familie dennoch ganz bodenständig geblieben.

  • Geboren , Coventry, England / Vereinigtes Königreich
  • VornameClive
  • Name Owen
  • Grösse 1.89 m
  • Sternzeichen Waage
  • Partner Sarah-Jane Fenton (verheiratet); Toni Garrn (2007)
  • Kinder Hannah  (*1997); Eve  (*1999)

Biografie von Clive Owen

, der verwegene Brite im besten Alter, ist seit einiger Zeit ziemlich erfolgreich darin, den Herren Pitt und Clooney die Ränge der coolsten Typen in Hollywood streitig zu machen. Den Weg nach oben absolviert Owen nach Startschwierigkeiten so locker-lässig, dass sich sogar die Konkurrenz zu Beifall hinreißen lässt: "Er ist der größte Star der letzten Jahre. Ach was, er ist der Filmstar überhaupt. Und sein Sexappeal ist enorm", sagt kein geringerer als Mr. Clooney. Auch der also ganz klar befallen vom Clive-Owen-Fieber, das komischerweise erst seit Filmen wie "Hautnah" oder "Sin City" im Kino grassiert.

Später Durchbruch

Der harte Kerl hat einen weichen Kern, oder umgekehrt: Owens Image ist das des sensiblen Frauenverstehers, der seine Liebste im Ernstfall mit Fäusten beschützt. Was seine Karriere angeht, so ist er tatsächlich ein echter Spätzünder: Er musste erst an der 40 kratzen und ein gutes Dutzend Filme drehen, ehe ihn Kritiker mit den härtesten Filmlegenden verglichen: Der neue Bogart sei er, cooler noch als und seine Männlichkeit mindestens so unbemüht und kernig wie bei damals. Owen selbst kann bei so was nur sein breites Grinsen aufsetzen.

Clive ist ein Kind der "Working Class"

Vielleicht, weil er anderes gewohnt ist. Er wuchs mitten in der "Working Class" auf. Familie Owen betrachtete Kunst und Theater als groben Unfug. Naja, einer nicht: Owens Vater ließ die Mama mit fünf Söhnen in den englischen Midlands sitzen, um als Country- und Westernsänger durch die Bars von London zu tingeln. Owen war damals drei Jahre alt. Und schon damals ein bisschen verhaltensauffällig. Als Knirps imitierte er pausenlos Fernsehhelden und konnte gar nicht einsehen, Mamas Aufmerksamkeit mit vier anderen Jungs und einem Stiefpapa zu teilen.

Auf der Leinwand Bösewicht, privat kuschelig

Also zog "Owie" sich zurück. Phantasierte sich zum kühnen Ritter im Kampf gegen fiese Ungeheuer. Ob er deshalb auch heute noch was von einem einsamen Wolf hat? Wenn er als kaltblütiger Dwight McCarthy im kultigen Streifen "Sin City" die Kanone zückt oder als böse dreinblickender "King Arthur" das Schwert schwingt, ist das allerdings genauso beängstigend wie unwiderstehlich. Bei seinen ambivalenten Helden weiß man halt nie, ob sie im nächsten Moment ein charmantes Lächeln auflegen oder den Dolch zücken: "Ich war noch nie besonders daran interessiert, den Guten zu spielen. Mich ziehen die gefährlichen Typen an. Solche Rollen sind viel zu interessant, um abgelehnt zu werden." Kann sein, dass er damit ausgleicht, privat tatsächlich ein absoluter Good Guy zu sein. Er tut nichts lieber, als mit Ehefrau Sarah Jane und den Töchtern Eve und Hannah am Frühstückstisch zu sitzen oder auf der Couch über einer DVD einzunicken.

Clive Owen bleibt auf dem Teppich

Gute Basis, um auch als Star nicht abzuheben. Als er seinen drei Damen vor ein paar Jahren aus der Zeitung vorlas, er sei das neue Sexsymbol, lachten die ihn aus. Und schickten ihn erstmal den Müll raustragen. So bleibt man auf dem Teppich. Obwohl Owen schon stolz darauf ist, dass die Journalisten damals schrieben, er sei nicht irgendein Sexsymbol, sondern eins "für die gescheite Frau". Seine vier Brüder, allesamt eher bodenständige Arbeitertypen, ziehen Owen zwar auch heute noch mit solchen Titeln auf. Seit sich im Liebesreigen "Hautnah" aber sowohl als auch um ihn rissen und Owen lange Zeit heißester Anwärter auf den 007-Smoking für "Casino Royale" war, sind sie stolz wie Oscar auf ihren kleinen Bruder. In Zukunft dürften sie auch locker weiter damit protzen, einen Künstler in der Familie zu haben, um den sich die heißesten Hollywood-Damen reißen. Julia Roberts ist nach "Hautnah" Wiederholungstäterin und stand erneut mit Owen für "Duplicity – Gemeinsame Geheimsache" vor der Kamera. Und auch Damen wie ("Children of Men") und ("The International") reihen sich in die Fangemeinde des smarten Briten ein.

Owen im TV: "The Knick"

Doch für Owen muss es nicht immer die große Leinwand sein. Und es müssen auch nicht immer Hollywoods hübscheste Frauen an seiner Seite spielen. Hauptsache, es geht um einen erzählenswerten Stoff, denn ein gutes Händchen für Rollen hat Owen allemal. Von 2014 bis 2015 spielte er unter der Regie von in der Serie "The Knick" den Arzt Dr. John W. Thackery im New Yorker Knickerbocker-Krankenhaus. Die Serie, die im frühen 20. Jahrhundert spielt, als unter moderner Medizin noch anderes verstanden wurde als heutzutage, porträtiert das Berufs- und Privatleben des innovativen Arztes und seiner Kollegen. Brillant verkörperte Owen den mit seiner Kokain- und Opiumsucht kämpfenden, hoch talentierten Chefarzt, der voller Ehrgeiz auf der Suche nach medizinischen Neuentdeckungen ist und um das Ansehen seiner Kollegen lechzt. Völlig zu Recht konnte sich Clive Owen über eine Golden Globe Nominierung für seine Leistung freuen, auch wenn er bedauerlicherweise leer ausgegangen ist. Doch die Niederlage war sicherlich schnell wieder vergessen, immerhin weiß Owen, was im Leben wirklich zählt: die Liebe und die Familie. 

Die bekanntesten Filme von Clive Owen

  • 2002: Die Bourne Identität
  • 2004: King Arthur
  • 2004: Hautnah
  • 2005: Sin City
  • 2005: Entgleist
  • 2006: Inside Man
  • 2006: Children of Men
  • 2007: Shoot 'Em Up
  • 2007: Elizabeth – Das goldene Königreich
  • 2009: The International
  • 2009: Duplicity – Gemeinsame Geheimsache
  • 2009: The Boys Are Back – Zurück ins Leben
  • 2010: Trust
  • 2011: Killer Elite
  • 2011: Intruders
  • 2012: Shadow Dancer
  • 2013: Blood Ties
  • 2013: Words & Pictures – In der Liebe und in der Kunst ist alles erlaubt
  • 2014–2015: The Knick (Fernsehserie)
  • 2015: Last Knights – Die Ritter des 7. Ordens
  • 2016: The Confirmation
  • 2017: Valerian – Die Stadt der tausend Planeten
  • 2017: Anon