Starporträt

Christoph Maria Herbst

51 Jahre

Bei Christoph Maria Herbst denken alle an Stromberg. Doch der vielseitige Schauspieler hat mehr zu bieten als nur den „Ekelchef“.

  • Geboren , Wuppertal
  • VornameChristoph Maria
  • Name Herbst
  • Grösse 1.8 m
  • Sternzeichen Wassermann
  • Partner Gisi  Herbst (verheiratet); Marie Zielcke

Biografie von Christoph Maria Herbst

Vom Theater zur Bankausbildung und zurück

wurde als jüngstes von drei Kindern eines Beamten und einer Hausfrau 1966 in Wuppertal geboren. Die Schauspielerei packte ihn früh. Bereits während seiner Schulzeit beteiligte er sich an Kabarett-Projekten und einer Theater-AG. Nach dem Abitur absolvierte er als Jahrgangsbester eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Doch das hat ihn nie losgelassen. Während seiner Bankausbildung war in der freien Theaterszene in Wuppertal aktiv, setze sich für die Gründung eines privaten Theaters mit angegliederter Schauspielschule ein und stand selbst auf der Bühne. Schließlich entschloss er sich gegen einen geregelten Alltag in der Bank und gab sich ganz der Schauspielerei hin. Diese Entscheidung würde er nicht bereuen. In einem Interview äußert sich Herbst rückblickend über seine Entscheidung: „Ich wäre selbstverständlich nicht glücklich geworden in einer Bank oder einer anderen kaufmännischen Laufbahn. Wenn ich auf eine Sache stolz bin, dann darauf, dass ich damals meinem Bauchgefühl gefolgt bin. Der Schauspielberuf war damals eine Herzensentscheidung und ist bis heute eine Herzensangelegenheit.“ Doch wie erfolgreich er eines Tages werden würde, konnte Herbst zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Nach zahlreichen erfolglosen Bewerbungen bei Schauspielschulen erhielt er 1989 sein erstes professionelles Engagement am Landestheater Dinslaken. In den kommenden Jahren folgten verschiedene Engagements in Bremerhaven und München.

Der Sprung ins Fernsehen

1997 trat Herbst zum ersten Mal in einer Sketch-Sendung im Fernsehen in Erscheinung. Ein breites Publikum erreichte er von 2001 bis 2003 an der Seite von in der Sendung „Ladykracher“. Für diese Nebenrolle wurde er 2002 mit dem ausgezeichnet.

Paraderolle „Stromberg“

2004 war es so weit: Die erste Staffel „Stromberg“ startete. Herbst verkörpert in der Comedy-Serie mit schonungslosem Humor den Abteilungsleiter einer Versicherung. Als sogenannter „Ekelchef“ benimmt sich Stromberg in Ermangelung jeglichen Feingefühls ununterbrochen daneben. Die von Publikum und Kritikern gelobte Serie lief in fünf Staffeln über acht Jahre, darüber hinaus kam im Februar 2014 „Stromberg - Der Film“ in die deutschen Kinos. Für seine Darstellung wurde Herbst 2006 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet und erhielt drei Jahre in Folge den Deutschen Comedypreis. Auf eine Fortsetzung der beliebten Serie können sich die Fans wohl nicht freuen. In einem Interview darauf angesprochen, sagt Herbst: „Bernd wird ohnehin immer weiterleben. […] Und wenn den Leuten das nicht reicht, dann lade ich sie ein, sich in bundesdeutsche Großraumbüros zu begeben - da laufen nach wie vor mehr "" herum, als einem lieb ist.

Die Liebe zum Theater

Trotz seines großen Fernseherfolgs ist er seiner Leidenschaft zum Theater treu geblieben. So spielt er beispielsweise zusammen mit , und wiederkehrend in der Komödie „Männerhort“ in Berlin und tourt ebenso mit diesem Stück durch die deutschen Theater. Aber Herbst kann nicht nur lustig - im Rahmen der Nibelungenfestspiele 2009 in Worms stand er in der Rolle des Hagen in „Das Leben des Siegfried“ auf der Bühne.

Christoph Maria Herbst auf der großen Leinwand

Neben seiner Leidenschaft fürs Theater und seinen Fernsehrollen begeistert sich der vielseitige Herbst auch für Filmrollen. So spielte er beispielsweise an der Seite von , Thomas Fritsch und in der Edgar-Wallace-Parodie „Der WiXXer“, in Michael Herbigs „(T)Raumschiff Surprise - Periode 1“ und in Komödie „Wo ist Fred?“ Herbst ist allerdings auch in einigen weniger bekannten Kurzfilme zu sehen, in denen er seine ernste Seite zeigen konnte.