Starporträt

Chloë Sevigny

42 Jahre

Chloë Sevigny spielt in ihren Filmen meist unangepasste, rebellische Charaktere – kein Wunder, denn auch die Schauspielerin hat ihren ganz eigenen Kopf

  • Geboren , Springfield, Massachusetts / Vereinigte Staaten
  • VornameChloë
  • Name Stevens Sevigny
  • Grösse 1.73 m
  • Sternzeichen Skorpion
  • Partner Jason  Segel  (2009); James  Ransone  (2008); Vincent  Gallo  (2002 - 2004); Matt  McAuley  (1999 - 2007); Jarvis  Cocker  (1998 - 1999); Harmony  Korine  (1994 - 1997)

Biografie von Chloë Sevigny

wird als Königin des Independent-Kinos gefeiert, ihre Karriere scheint unberechenbar – wie sie selbst. Vielleicht, weil die US-Amerikanerin eigentlich nie Karriere machen wollte – und es trotzdem ganz nach oben schaffte

Von der Rebellin zum It-Girl

Zunächst musste sich die junge Chloë aber durch die Öde der Kleinstadt Darien, in der sie aufwuchs, schlagen. Zwischen wohlhabenden amerikanischen Vorstadtfamilien fühlte sie sich immer etwas fehl am Platz. Den Tennisplatz des örtlichen Country Clubs besuchte sie nur, um ihn für etwas Geld zu schrubben – nicht, um sich wie ihre Mitschüler dort zu vergnügen. Chloë sah sich in dieser Zeit als Außenseiterin, die versuchte, zu flüchten, wo es nur ging. Im Sommer besuchte sie ein Theater-Camp, das ihre Liebe zur Schauspielerei weckte, in ihrer Freizeit fuhr sie nach New York City, um dort mit Skatern im Park abzuhängen. Und wenn sie doch mal in der Kleinstadt festhing, rebellierte sie, wo es nur ging: Ob rauchen, Drogen oder sich den Kopf rasieren – Chloë probierte so einiges aus. Der Grund? Pure Langeweile, wie sie später erklärte.

Die sollte spätestens verfliegen, als sie mit jungen 18 Jahren alleine nach Brooklyn zog. Denn ehe sie sich versah, wurde sie als das neuste New Yorker "It-Girl" gehandelt. Schon mit 17, während einer ihrer vielen Ausflüge nach New York, sprach sie eine Redakteurin des "Sassy Magazine" auf der Straße an. Diese fotografierte Chloë für das Magazin und besorgte ihr dort sogar einen Praktikumsplatz. Allgemein stellte sich die Straße als perfekte Präsentationsfläche für Chloë heraus. Aufgrund ihrer auffälligen Kleidung und ihres außergewöhnlichen Stils sprachen sie auch einige andere Fotografen oder Autoren an, die sie ablichten und über sie berichten wollten. Langsam aber sicher kam so Chloës Modelkarriere ins Rollen und später war sie in Kampagnen für H+M oder Miu Miu zu sehen.

Erfolg mit mutigen Filmen

In der Modewelt konnte Chloë also schnell Fuß fassen und auch den Traum von der Schauspielerei hatte sie nicht aufgegeben. In einem Park in New York lernte sie noch während ihrer Zeit an der High-School den jungen Drehbuchautoren kennen. Der wiederum hatte das Drehbuch zum Film "Kids" geschrieben, in dem Chloë mit 19-Jahren als HIV-Positive junge New Yorkerin gecastet wurde. Der große Durchbruch folgte nach einigen anderen Filmen dann allerdings erst 1999, als sie in "Boys Don’t Cry" zu sehen war. Ihre schauspielerische Leistung in diesem Film wurde von den Kritikern sogar so gelobt, dass Chloë für einen Oscar und einen Golden Globe nominiert wurde. Auch mit ihren späteren Rollen sorgtesie zwar immer wieder für Aufsehen und Kontroversen, 2003 trennte sich nach dem Film "The Brown Bunny" sogar ihre Agentur von Sevigny, weil sie sich ihre Karriere endgültig versaut habe, doch ihrem Erfolg tat ihre Rollenwahl nie einen Abbruch.

Auch Privat ein Sturkopf

Das Einzige, das wohl etwas unter dem Erfolg der Schauspielerin leiden musste, war ihr Liebesleben. Zu Beginn ihrer Karriere war sie mehrere Jahre mit Drehbuchautor und Regisseur Harmony Korine (von 1994 bis 1997) liiert, danach folgte eine kurze Affäre mit Rockstar Jarvis Cocker und schließlich Chloës längste Beziehung von 1999 bis 2007 mit dem Bandkollegen ihres Bruders, Matt McAuley. Ab dann gab es in Chloës Leben keine Männer mehr, die sie langfristig halten konnten. Die Schauspielerin ist und bleibt eben ein Wirbelwind.

Die bekanntesten Chloë Sevigny-Filme:

  • "Kids" (1995)
  • "Gummo" (1997)
  • "Last Days of Disco – Nachts wird Geschichte gemacht"
  • "Boys Don’t Cry" (1999)
  • "American Psycho" (2000)
  • "The Brown Bunny" (2003)
  • "Dogville" (2003)
  • "Zodiac – Die Spur des Killers"

Social Media von Chloë Sevigny

Instagram von Chloë Sevigny