Starporträt

Charly Hübner

Charly Hübner ist als eigensinniger Kommissar Bukow im Rostocker "Polizeiruf 110" längst zum Star der Krimireihe avanciert

Bekannt als Charly Hübner
Vorname Carsten Johannes Marcus
Name Hübner
Geburtstag 4. Dezember 1972
Alter 43 Jahre
Geburtsort Neustrelitz, Mecklenburg-Vorpommern
Größe 1,92 m
Sternzeichen Schütze

Was Sie wissen sollten - Biografie

Er ist still und scheut die großen Auftritte auf den roten Teppichen. Dabei kann sich der Schauspieler Charly Hübner durchaus sehen lassen. Mit einer Körpergröße von 1,92 Metern und einem Gewicht von 110 Kilogramm ist er eine kolossale Erscheinung und schwer zu übersehen. Im Gegensatz zu anderen korpulenteren Menschen, weiß der Schauspieler seinen Körper aber perfekt als Werkzeug zu nutzen, um seinen Rollen näher zu kommen.

Goldene Kamera durch “Stock im Arsch“

Für die Darstellung des Muttersöhnchens und Soziopathen "Robert" im Film "Unter Nachbarn" aus dem Jahr 2011 stellte er sich beispielsweise vor, er habe einen "Stock im Arsch". Die behäbigen Bewegungen seiner Figur halfen ihm, den Charakter des einsamen Mannes, der bis zum Mord fanatisch an einer Freundschaft festhalten will, so beeindruckend darzustellen, dass er mit einer Goldenen Kamera geehrt wurde.

Kein Wunder, dass die Liste seiner Rollen lang ist. Allein im Jahr 2005 wirkte Charly Hübner in 17 Filmen mit. Seinen Durchbruch schaffte er 2006 mit dem Auftritt im oscarprämierten Spielfilm "Das Leben der Anderen", in dem er einen Stasi-Oberfeldwebel mimte.

Charly Hübner geht in Serie

Seit 2010 begibt sich Charly Hübner mit Anneke Kim Sarnau im Rostocker "Polizeiruf 110" auf Verbrecherjagd. Um den Kommissar perfekt verkörpern zu können, geht der Schauspieler vor dem Dreh gerne zum Boxtraining. Dadurch bekommt er ein Gefühl für die stets lauernde Figur des Kommissars "Sascha Bukow".

Die authentische Darstellung des sympathischen "Straßenköters", wie Hübner seine Rolle bezeichnet, machte ihn schnell zum Publikumsliebling der Krimireihe.

Erste Gehversuche als Schauspieler

Der Privatmensch Charly Hübner ist nicht so bekannt wie sein schauspielerndes Alter Ego. Aufgewachsen als Sohn des Ehe- und Gastwirtpaares Margitta und Johannes Hübner in der alten DDR, in Feldberg bei Neustrelitz, war Charly in seiner Jugend großer Heavy-Metal-Fan. Anstatt sich aber in einer Band zu versuchen, wandte er sich der Schauspielerei zu. Seine ersten schauspielerischen Schritte ging er im Laientheater.

Nach seinem Abitur 1991 am Gymnasium Carolinum Neustrelitz, arbeitete Hübner als Schauspieler und Regieassistent am Landestheater Neustrelitz so voller Hingabe und Begeisterung, dass er schließlich 1993 ein Studium an der Berliner Ernst Busch-Schauspielschule begann. Nach sieben Jahren Theaterspielen machte ihm dann sein Körper einen Strich durch die Rechnung.

Vorläufiger Abschied von der Bühne

Die permanente Bühnenpräsenz und diverse negative Kritiken zerrten an seinen Nerven: "Das Publikum brüllt Bravo, der Abend wird verrissen, ich verbeuge mich und denke: Ich finde es total zum Kotzen." Charly Hübner bekam rissige Hände, musste sie sogar mit Cortison behandeln. Eine Heilerin brachte ihn zum Umdenken, als sie ihm riet, täglich Tagebuch zu schreiben: "Ich habe durchs Schreiben gemerkt, was Reflexion bedeutet."

Neustart vor der Kamera

Nach dem Tiefpunkt krempelte der Schauspieler sein Leben um und hatte mit 30 Jahren seine Premiere vor der Kamera. Zuerst waren es viele Nebenrollen, in denen Charly “als bester Kumpel“ oder Darsteller der “einfachen Leute“ auftrat. Doch sein Können bliebt nicht unerkannt, und so erhielt er bereits 2007 eine Hauptrolle als Gerichtsmediziner Dr. Thomas Renner in der RTL-Krimiserie "Post Mortem". Weitere wichtige Rollen in den Jahren 2007 und 2008 spielte er im ZDF-Sozialdrama "Über den Tod hinaus" und im Kinofilm "Autopiloten".

Charly kehrt immer wieder zum Theater zurück

Die Kamera allein genügte Charly Hübner anfangs nicht. Er liebte es auf der Bühne zu stehen und vor Live-Publikum zu spielen. Ein Grund dafür, dass er 2008 wieder ans Schauspielhaus Zürich zurückkehrte. Auch heute steht er immer wieder für Inszenierungen am Schauspielhaus Köln und Hamburg auf der Bühne.

Rückendeckung für seine Arbeit und auch sonst im Leben bekommt er von seiner Ehefrau Lina Beckmann, die ebenfalls als Schauspielerin arbeitet. Gemeinsam leben sie mit Linas Sohn Karl in Hamburg. Wenn es dem Paar mal zu hektisch und laut in der Großstadt ist, kehren sie gerne der Hafenstadt den Rücken und erholen sich in Charlys alter Heimat im Landkreis Mecklenburg-Strelitz.

Filme und Serien mit Charly Hübner (Auswahl)

  • seit 2010: "Polizeiruf 110" (Krimireihe)
  • 2011: "Der Himmel hat vier Ecken"
  • 2011: "Unter Nachbarn"
  • 2011: "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel"
  • 2012: "Transporter: Die Serie"
  • 2012: "Herzversagen
  • 2013: "Eltern"
  • 2013: "Banklady
  • 2014: "Bibi + Tina"
  • 2014: "Bornholmer Straße"
  • 2014: "Bibi + Tina: Voll verhext!"
  • 2015: "Asterix im Land der Götter" (Synchronsprecher)
  • 2015: "Vorsicht vor Leuten"
  • 2015: "Anderst schön"