Starporträt

Casey Affleck

42 Jahre

Casey Affleck ist nicht der typische Hollywood-Schönling, dafür überzeugt der ehemalige Physik-Student mit seinen schauspielerischen Leistungen. Privat ist er wohl nicht ganz einfach

  • Geboren , Falmouth, Massachusetts / USA
  • VornameCaleb Casey McGuire
  • Name Affleck
  • Grösse 1.75 m
  • Sternzeichen Löwe
  • Partner Floriana Lima (aktuell); Summer Phoenix (geschieden)
  • Kinder Indiana  (*2004); Atticus   (*2008)

Biografie von Casey Affleck

Es ist überraschend, dass und sein Bruder Ben so ein gutes Verhältnis zueinander haben. Denn als geboren wurde, platzte er mitten in die Geburtstagsparty für den dreijährigen Ben. Und Kinder finden das ja meist nicht so lustig, wenn sie auf ihrer eigenen Party nicht im Mittelpunkt stehen. Aber Ben nahm seinem kleinen Bruder den unerwarteten Start ins Leben nicht übel, und so sind die beiden heute die besten Freunde.

Von der Uni auf die Leinwand

Sie verstehen sich sogar so gut, dass Ben seinem kleinen Bruder eine Nebenrolle in dem Film "Good Will Hunting" auf den Leib schrieb. Das sorgte dann dafür, dass auch Casey in der Filmbranche Fuß fasste. Auf der Straße wäre Affleck Nr. 2 wohl auch sonst nicht gelandet. Casey ist ziemlich clever: Er studierte an der "Columbia"-Universität Physik. Während dieser Zeit erlebte er übrigens keine wilde Studentenzeit, wie man sie aus amerikanischen Filmen kennt, denn der gute Junge lebte brav bei seiner Großmutter. 

Familienmensch Casey und die gescheiterte Ehe

Überhaupt ist Casey ein Familienmensch. Er hat ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Eltern, die ihn in allem unterstützen, was er vorhat. Er ist sich sicher: Er könnte sich auch entschließen, auf dem Mars zu leben oder nur noch in Bananenschalen bekleidet herumzulaufen. Solange sie ihm nicht schaden, sind seine Entscheidungen für seine Eltern in Ordnung. Vielleicht hat er auch deswegen schnell erkannt, dass die Gründung einer eigenen Familie für ihn sehr wichtig ist. Er heiratete im Juni 2006 in die Familie seines besten Freundes ein. Caseys Frau Summer ist die Schwester von Schauspieler . Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder.

Doch das alles war vielleicht zu viel der Idylle. Genau wie bei Bruder Ben erwischte auch Casey der Trennungsfluch nach zehn Ehejahren. Es gab Gerüchte darum, dass Affleck Frauen am Set sexuell bedrängt haben soll - etwas, das er bis heute bestreitet und dass auch gerichtlich nie nachgewiesen wurde. Aber ein Schatten auf dem Image als hübscher Indie-Film-Kauz ist es mindestens. Und vielleicht auch etwas, dass das Eheende befeuert hat.
Sicherlich schmerzhaft, aber nun können die beiden wieder wie früher als Single-Männer um die Häuser ziehen und einen draufmachen. 

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Karriere? Läuft!

Dafür läuft aber Caseys Karriere ziemlich gut, 2007 kam sie ordentlich ins Rollen. Vorbei die Zeiten, in denen der große Bruder helfend Rollen ins Drehbuch einfügte. Beim alljährlichen Filmfestival in Venedig stellte Casey seinen neuen Film vor. An der Seite von keinem geringeren als spielt er in dem Western-Drama "Die Ermordung des durch den Feigling " eine der Titelrollen und wurde sogar für einen Oscar nominiert. Es war zwar nur die Rolle des Feiglings und der Oscar wurde ihm auch von vor der Nase weggeschnappt, doch immerhin folgte noch im selben Jahr Caseys erste Hauptrolle auf der Leinwand. Zwar führte Bruder Ben im Kriminalfilm "Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel" Regie und gab erneut Schützenhilfe, doch der Film erhielt sehr gute Kritiken und Casey wurde für seine Schauspielleistung beklatscht. Und 2017 war er mit dem bewegenden Drama "Manchester by the Sea" für einen Darsteller-Oscar nominiert.

Caseys Regiedebüt

Beflügelt durch seine Erfolge auf der Leinwand traute sich Casey 2010 an seinen ersten eigenen Film, die Mockumentary "I'm Still Here", die bei den Filmfestspielen von Venedig Premiere feierte. Hauptfigur war sein damaliger Schwager und Freund Joaquin Phoenix, mit dem er auch gemeinsam das Drehbuch schrieb, der für den Film vorgab, seine Schauspielkarriere an den Nagel zu hängen, um Rapper zu werden. Der Film löste wilde Spekulationen aus, ob an den skurrilen Karriereplänen von Phoenix etwas dran war und wenn ja, was genau – bis Casey das Wirrwarr beendete und zugab, dass es sich lediglich um eine Performance und einen ausgedachten Plot handelte.
In den kommenden Jahren sah man Casey wieder mehr vor statt hinter der Kamera in erfolgreichen Projekten wie im US-amerikanischen-britischen Science-Fiction-Film "Interstellar" an der Seite von Megastars wie , , , und . Eins ist jedenfalls sicher: Seinen großen Bruder braucht Casey inzwischen nicht mehr für seine Karriere – höchstens Mal für ein gemeinsames Feierabendbier unter Brüdern.