Starporträt

Carla Bruni

Sinnliche Sängerin und stilvolle Première Dame - Carla Bruni-Sarkozy versucht sich an einem Leben zwischen den Stühlen

Bekannt als Carla Bruni
Vorname Carla Gilberta
Name Bruni-Sarkozy
Geburtstag 23. Dezember 1968
Alter 45 Jahre
Geburtsort Italien / Turin
Größe 1,78 m
Sternzeichen Steinbock

Was Sie wissen sollten - Biografie

Bis Ende 2007 kannte die Welt Carla Bruni vor allem als Sängerin. Modeinteressierte wussten auch: Die 40-Jährige hat eine beeindruckende Karriere als Model hinter sich. Darüber hinaus stand ihr Name vor allem für eines, nämlich einen leidenschaftlichen und kompromisslosen Lebensstil - zahllose Affären mit Alpha-Männern wie Mick Jagger, Kevin Costner, Eric Clapton und dem US-Milliardär Donald Trump inklusive. "Monogamie langweilt mich unheimlich", offenbarte Bruni im Februar 2007 gegenüber dem Magazin "Le Figaro". Das ist ein Statement, das ist Carla Bruni. Sie verließ den französischen Intellektuellen Jean-Paul Enthoven für dessen verheirateten Sohn, den Philosophen Raphaël Enthoven, bekam 2001 mit ihm ein Kind. Seit der Trennung seiner Eltern lebt der kleine Aurélien bei seiner Mutter.

Ihr unkonventioneller künstlerischer Lebensstil wurde Carla Bruni in die Wiege gelegt. Sie stammt aus einer reichen italienischen Familie, in der die Kunst eine zentrale Rolle spielte: Vater Alberto Bruni Tedeschi machte als Zwölftonkomponist Karriere, Carlas Mutter Marysa Borini ist ausgebildete Konzertpianistin. Prägend war das Elternhaus auch für Carla Brunis drei Jahre ältere Schwester: "Meine Eltern haben mir ihre Kultur vermittelt", so die Regisseurin Valeria Bruni-Tedeschi: "Sie haben mir den Geschmack der Musik, der Malerei und der bildenden Kunst geschenkt. Das war wirklich ein Geschenk fürs Leben".

Anfang der 70er Jahre kehrte die Familie der Heimat den Rücken und zog nach Paris. Und als Neunjährige entdeckte Carla Bruni ihr Faible für die Leichtigkeit des Seins. Sie sang gern und begann, auf der Gitarre zu klimpern. Ihr Kunststudium brach sie mit 19 Jahren ab, um sich im Modelbusiness zu versuchen. Und tatsächlich schloss die Schöne mit den katzenhaften Gesichtszügen bald zu Topmodels wie Claudia Schiffer und Linda Evangelista auf. Sie lief für die großen Couturiers wie Valentino, Yves Saint Laurent und Lagerfeld und wurde das Gesicht für Kampagnen von Chanel und Dolce + Gabbana. Als eines der bestbezahlten Fotomodels brachte es Carla Bruni zu weltweiter Bekanntheit.

Doch befriedigen konnte sie dieses Leben auf Dauer nicht. Nach gut zehn Jahren kehrte Bruni deshalb zu ihren Wurzeln zurück - der Musik. "Modeln ist wie Sport. Mit 30 ist man tot", erklärte sie leichthin und widmete sich einem neuen Projekt: ihrem ersten Album. 2002 erschien "Quelqu’un m’a dit" - und wurde zum europaweiten Erfolg. "Ich mag kleine, unkomplizierte Stücke, die nur zwei oder drei Akkorde benötigen", beschreibt die Sängerin ihre Musik.

Ihr instinktives Leben und Lieben hätte sich vermutlich ewig fortsetzen können, wäre Bruni nicht im Herbst 2007 einem neuen Alpha-Mann begegnet: Klein von Statur und Präsident eines Volkes, das ihn in erster Linie als König der Selbstinszenierung belächelt. Dem französischen Staatspräsident Nicolas Sarkozy gelang es, Carla Bruni im Sturm zu erobern und damit ein Medienspektakel auszulösen. Für ihn warf sie alle Vorbehalte über Bord und bezog einen unbequemen Platz zwischen den Stühlen: in einer Rolle als Première Dame und jener der von verflossenen Liebhabern singenden Musikerin. Auf dieses neue komplizierte Leben hat Carla sich vorbehaltlos eingelassen. Früher glaubte sie nicht an ein "für immer" mit einem anderen Menschen, im Februar 2008 aber gab sie Sarkozy im Élysée-Palast das Ja-Wort. Die Liebe des glamorösen Paares wurde mit der Geburt der gemeinsamen Tochter Giulia am 19. oktober 2011 gekrönt.

Ihr darauf folgendes Album "Comme si de rien n’était" scheint für ihre Einstellung zu stehen: "Als wäre nichts gewesen" und ihre Identität als Sängerin von ihrem Leben als Madame Bruni-Sarkozy unberührt. Die einstige "Männer-Bändigerin" und nach dem Ende von Sarkozys Staatspräsidentschaft, Ex-Première Dame, gibt sich gezähmt.

Autorin: Gesa Schwanke

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