Starporträt

Bill Murray

67 Jahre

Vom Stand-up-Komiker zum gefeierten Charakterdarsteller - Bill Murray hat eine beeindruckende Karriere hingelegt

  • Geboren , Wilmette, Illinois / USA
  • VornameWilliam James
  • Name Murray
  • Grösse 1.88 m
  • Sternzeichen Zwillinge
  • Partner Jenny Lewis (aktuell); Jennifer Butler (geschieden); Margaret Murray (geschieden); Linda Ronstadt (getrennt)

Biografie von Bill Murray

William James "" hatte sicherlich keine rosige Kindheit. In einem Vorort von Chicago mit acht Geschwistern in einfachen Verhältnissen aufgewachsen hatte er nicht nur mit den üblichen jugendlichen Wehwehchen wie Akne, die bis heute ihre Spuren in seinem Gesicht hinterlassen hat, zu kämpfen. Seine Schwester erkrankte an Kinderlähmung, seine Mutter erlitt mehrere Fehlgeburten und es kam noch schlimmer: als Bill 17 war, starb sein Vater im Alter von nur 46 Jahren an den Folgen von Diabetes.

Ablenkung suchte Bill in der Kunst – er spielte in einer Rockband und gehörte einer Theatergruppe an. Doch sein beruflicher Weg sollte zunächst ein anderer werden. Er ging nach Chicago, um dort Medizin zu studieren. Um Geld zu verdienen, kam er auf die fragwürdige Idee, Marihuana-Dealer zu werden. Keine gute Idee, denn als er mit 4,5 Kilo Marihuana am Flughafen erwischt wurde, flog er vom College.

Von unten nach ganz oben

So stand er da, ohne Job, ohne Karriereaussichten, ohne Perspektive, ohne Geld. Mit dem Wissen, nichts mehr verlieren zu können, schloss er sich einer Improvisationstheatergruppe an und zog als Stand-up-Komiker von Bühne zu Bühne. Bald wurde zunächst das regionale Fernsehen auf den lustigen Bill aufmerksam, bis Ende der 1970er Jahre auch das überregionale TV Interesse an ihm zeigte. Sein komisches Talent brachte ihn in die Kult-Show "Saturday Night Live", drei Staffeln war er fester Bestandteil des Autoren- und Darstellerteams.

Kein Wunder, dass auch Filmemacher auf Bill aufmerksam wurde. Ende der 1970er Jahre begann die äußerst fruchtbare Zusammenarbeit mit Regisseur . Zusammen machten sie mehrere Filme, darunter "Babyspeck und Fleischklößchen", "Ich glaub’, mich knutscht ein Elch!" und natürlich die legendären "Ghostbusters – Die Geisterjäger" und "Ghostbusters II". Legendär sollte es auch weitergehen: 1993 spielte Bill in "Und täglich grüßt das Murmeltier" einen Fernsehreporter, der ein und denselben Tag immer und immer wieder erlebt. Der Film wurde zum Kassenschlager und ist bis heute ganz untrennbar mit Bill und seinem resignierten Gesichtsausdruck verbunden.

Die Wende

Während Bill in den frühen Jahren seiner Karriere häufig laute und sarkastische Antihelden in vorwiegend lustigen Filmen spielte, nahmen seine Rollen in späteren Filmen eine Wendung. 2003 spielte er in Sofia Coppolas "Lost in Translation" einen alternden, zu Depressionen neigenden Filmstar so überzeugend, dass er eine Golden Globe- und Oscar-Nominierung erhielt. Kein Wunder, denn Sofia hatte die Rolle Bill auf den Leib geschrieben. Ebenso erwähnenswert ist Bills Zusammenarbeit mit dem Regisseur , aus der beachtliche Filme wie "Rushmore", "The Royal Tenenbaums", "Die Tiefseetaucher" und "Moonrise Kingdom" entstanden sind. Auch , mit dem er ebenfalls schon mehrere Filme realisiert hat, zählt zu seinen Lieblingsregisseuren. Bill nimmt sich die Freiheit, nur noch Filme zu machen, die er liebt. "Ich hatte einigen Erfolg mit Filmen. Heute denke ich wirklich nicht mehr an Erfolg. Es ist nett erfolgreich zu sein, aber ich strebe nicht verzweifelt danach." Und genau mit dieser Einstellung ist es ihm gelungen, seinen ernsthaften Rollen eine ganz eigene Färbung aus Melancholie, Understatement und Besonnenheit zu verleihen.