Starporträt

Barack Obama

Barack Obama ist viel mehr als nur Präsident der Vereinigten Staaten. Dank seines Charmes ist er längst Teil der Popkultur.

Bekannt als Barack Obama
Vorname Barack Hussein II
Name Obama
Geburtstag 4. August 1961
Alter 55 Jahre
Geburtsort Honolulu, Hawaii / USA
Größe 1,85 m
Sternzeichen Löwe

Biografie:
Was Sie über Barack Obama wissen sollten

Als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika schlägt Barack Obama schon seit 2009 Wellen in der Weltpolitik, doch auch das Spiel mit den Medien beherrscht der gebürtige Hawaiianer. Ob nun auf Twitter, YouTube oder einfach singend am Rednerpult - immer wieder beweist Obama, dass er nicht nur Politiker der Herzen ist, sondern auch popkulturellen Wert hat.

Von den Großeltern aufgezogen

Die Eltern des US-Staatsoberhauptes taten etwas, was während der 60er in vielen Bundesstaaten Amerikas noch undenkbar war: Stanley Ann Dunham – eine aus Wichita, Kansas, stammende Anthropologie-Studentin mit irischen, britischen und deutschen Vorfahren – heiratete 1961 in Hawaii ihren Kommilitonen Barack Hussein Obama Senior, einen Afrikaner aus Nyang'oma Kogelo in Kenia. Damals waren Ehen zwischen Weißen und Schwarzen noch verpönt – und leider hielt die Liebe nicht. 1964 ließ sich das Paar wieder scheiden, als ihr Sohn gerade mal drei Jahre alt war. Dieser wuchs von 1967 bis 1971 in Indonesien auf, nachdem seine Mutter einen indonesischen Ölmanager geheiratet hatte und für diesen umgesiedelt war. Dann ging es zurück nach Hawaii, wo Obama von seinen Großeltern mütterlicherseits aufgenommen und fortan großgezogen wurde.

Ausbildung zum Rechtsanwalt und politische Karriere

Obwohl sich Obama während seiner frühen Schulzeit für Basketball begeisterte, zog es ihn schließlich in die Politikwissenschaft. Diese studierte er an der Columbia University in New York City. Bevor er politisch aktiv wurde, drückte der charismatische Amerikaner aber nochmal die Schulbank, diesmal an der Harvard Law School, wo er von 1985 bis 1988 Rechtswissenschaft studierte. Seine ersten Schritte als Politiker machte Barack Obama dann 1992 in Chicago: Er startete eine erfolgreiche Initiative, um afroamerikanische Bürger zur Wahlregistrierung zu bewegen, spezialisierte sich auf Bürgerrechte und lehrte sogar Verfassungsrecht an der University of Chicago. Kein Wunder, dass er es 1996 in den Senat von Illinois schaffte und sich unter anderem für ein besseres Gesundheitswesen stark machte. So richtig auf den Plan trat er dann erstmals 2004, als er sich als Kandidat der Demokraten für den US-Senat durchsetzte und anschließend als Vertreter des Staates Illinois das Senatorenamt übernahm.

Präsident der Herzen

Nachdem Obama 2007 sein Ziel verkündet hatte, Präsident zu werden, war es im Dezember 2008 dann endlich soweit: Er stach mit einer klaren Mehrheit seinen republikanischen Kontrahenten John McCain aus und wurde im Januar 2009 in das heiß ersehnte Amt eingeführt. Obwohl Obama für seinen Führungsstil nicht nur Lob, sondern auch Kritik erntete, schaffte er es im Herbst 2012 zum zweiten Mal die Präsidentschaftswahl für sich zu entscheiden, diesmal im Wahlkampf gegen Mitt Romney. Die Krönung seiner Politikerkarriere kam jedoch im Dezember 2009: Für seine "außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken", wurde er mit dem Friedensnobelpreis bedacht.

Familienmensch und YouTube-Star

Nicht nur als Politiker ist Barack Obama bekannt – in der Öffentlichkeit zeigt sich der Staatschef auch gerne von seiner persönlichen Seite und inszeniert sich gekonnt als liebender Ehemann und fürsorglicher Papa. Mit seiner Frau Michelle Obama, die er 1992 heiratete, zieht er die beiden Töchter Malia Ann und Natasha (Spitzname Sasha) groß. Bei Malias Schulabschlussfeier gingen die Bilder eines emotionalen Präsidenten um die Welt. Ganz Vater verdrückte Obama einige Tränen, als er seine Tochter ein großes Kapitel abschließen sah. "Sie ist eine meiner besten Freunde… und es wird hart sein, sie nicht mehr die ganze Zeit um mich zu haben. Aber sie ist bereit für den Aufbruch. Ich bin nicht bereit dafür, dass sie geht. Aber sie ist mehr als bereit". Nach einem freien Jahr wird Malia in Harvard anfangen zu studieren. Ganz modern hält Barack Obama mit Twitter seine Anhänger auf dem Laufenden, während auf YouTube öfter mal lustige Mash-Up-Videos hochgeladen werden, in denen der Präsident Hits wie 'Call Me Maybe' und 'Uptown Funk' "singt" und einem weltweiten Publikum vor Lachen Tränen in die Augen treibt. Wie das funktioniert? Der YouTube-Kanal 'baracksdubs' verarbeitet kleine Teile aus den Reden des US-Präsidenten und puzzelt sie zu Charterfolgen zusammen. Diese ungeahnte Publicity hat Barack Obama inzwischen schon zur Kultfigur der Popszene gemacht, die weit über sein Präsidentenamt hinausgeht.

Barack Obamas letzte Zeit im Weißen Haus

Wenn man Barack Obama besonders in den letzten zwei Jahren seiner Präsidentschaft zusah, konnte man sich eines Eindrucks sicher nicht erwehren: Obama hatte einen Mordsspaß. Ohne Gedanken daran verschwenden zu müssen, ob er wiedergewählt werden würde, manövrierte er so viel am republikanisch beherrschten Kongress vorbei, wie verfassungsrechtlich möglich, und nahm öffentlich Stellung zu Themen, um die er bisher eher einen Bogen gemacht hatte, wie das Recht, Waffen zu tragen, und Rassismus – auch der Polizei – gegenüber Farbigen in den Vereinigten Staaten. Außerdem machte er der designierten Präsidenschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, den Rücken stark in ihrem Wahlkampf gegen den Populisten Donald Trump, der weltweit mit seinen Tiraden gegen unter anderem Einwanderer, Muslime und Mexikaner für Empörung sorgte. Obamas Humor und Schlagfertigkeit machten seine Stellungnahmen gegen Trump zu YouTube-Bestsellern und es verwundert nicht, dass Obama selbst sagte, er wäre gerne im Wahlkampf gegen Trump angetreten. Nichtsdestotrotz redete er dem amerikanischen Volk auch ernsthaft ins Gewissen. "Das ist der Mann, der die Atomwaffen-Codes in Händen halten würde", warnt Barack Obama. Womit der Präsident der Herzen sich nach seiner Zeit im Weißen Haus beschäftigen wird, darüber gibt es bisher nur Spekulationen. Sicherlich wird er aber wie seine ganze Familie die kleinen Normalitäten des Lebens in vollen Zügen genießen, die einem Präsident der Vereinigten Staaten unmöglich sind.