Starporträt

Alexander McQueen

48 Jahre

Genie, Visionär, Rebell – Alexander McQueen kannte viele Bezeichnungen. Bei einem sind sich aber alle einig: Der Designer wird in der Modewelt sehr vermisst

  • Gestorben , London, England/ UK
  • Geboren , Lewisham, London / UK
  • VornameLee Alexander
  • Name McQueen
  • Grösse 1.8 m
  • Sternzeichen Fische
  • Partner George Forsyth

Biografie von Alexander McQueen

Er galt als Genie unter den Nachwuchsdesignern, als Visionär unter den Kleider-Kreatoren und als politischer Kommentator unter den Mode-Affinen: Lee . Während sein Label noch heute weiterlebt, nahm sich der Designer selbst leider früh das Leben.

Bescheidene Kindheit und große Träume

Der traurige, frühe Tod von Alexander McQueen wurde am 11. Februar 2010 bekannt gegeben - der Designer hatte sich mit einem Strick selbst umgebracht, in der Stadt, in der sein einflussreiches Leben knapp 40 Jahre vorher begann. Alexander McQueen wurde in eine britische Arbeiterfamilie geboren, der Vater war Taxifahrer, die Mutter Lehrerin, gemeinsam mit drei Schwestern und zwei Brüdern wuchs McQueen in einer Londoner Sozialwohnung auf. Doch so einfach seine Kindheit auch gewesen sein mag, so stark hob sich McQueen schon damals von Gleichaltrigen ab: Bereits in jungen Jahren fertigte er Kleider für seine 3 Schwestern an – und träumte von einer Karriere als Modedesigner.

Alexander McQueens modische Erfolge ...

Und die sollte kein Hirngespinst bleiben: Mit 16 beendete er die Schule und fing eine Ausbildung zum Schneider in der renommierten Londoner Savile Row an, einer Straße, auf der sich nur Maßschneider befinden. McQueen eignete sich das präzise Handwerk eines Schneiders an – etwas, von dem später auch seine eigenen Designs profitieren sollten – und bewarb sich kurze Zeit später sogar als Lehrer für Schnitttechnik an der wohl bekanntesten Mode-Universität der Welt: Dem Central Saint Martins College in London. Doch hier machte ihm das Schicksal zum ersten Mal einen Strich durch die Rechnung – zum Glück. Statt als Dozent wurde er als Schüler angenommen und konnte sich so im Modedesign-Studium austoben. Mit vollem Erfolg: Seine Abschlusskollektion wurde 1992 komplett von der Stylistin aufgekauft und fast gleichzeitig gründete er auch sein nach ihm benanntes Label. Der Beginn von einem Stück Mode-Geschichte.

Zwar kam Alexander McQueen am Anfang nicht bei allen Mode-Fans gut an – immer wieder "schockte" er mit seinen provokanten Kreationen – doch so machte sich der junge Designer schnell einen Namen und auch die großen Häuser auf sich aufmerksam. Bereits 1996 wurde er nämlich als kreativer Kopf für Givenchy angefragt. Es trafen zwei Welten auf einander: Das britische Enfant terrible und das altehrwürdige Pariser Modehaus. Kein Wunder, dass der Job für Alexander McQueen nicht so richtig klappen wollte und er sogar davon sprach, dass Givenchy seine Kreativität einschränken würde. Mit Auslaufen seines Vertrags 2001 kehrte der Designer dann auch schnurstracks komplett zu seiner eigenen Marke zurück. 

Fashion-Gala

Feiern zu Ehren von Alexander McQueen

In Seidensatin und mit Nerzstola: Eva Herzigova.
Robert Pattinsons Freundin FKA Twigs zeigt sich in der bekannten Paradiesvogelrobe der Kollektion von Alexander McQueen aus dem Jahr 2008 zur Ausstellungseröffnung. Die Sängerin liebt das Label und trägt häufig Entwürfe vonAlexander McQueen.
Fashion-Statement: Victoria Beckham führt zur großen Londoner Gala zum Gedenken an das Werk des Designers Alexander McQueen eine maßgefertigte Robe ihres eigenen Labels der kommenden Herbstwinterkollektion 15/16 aus. Das Cut-out-Design des Rockteils wird von einem korsagenartigen Tube-Bustier gekrönt.
Victoria Beckham wirkt abgekämpft und angestrengt am Abend der Gala im "Victoria and Albert Museum". Ihre dramatisch gepushte Oberweite erinnert doch eher an die bemühte Posh-Spice vergangener Zeiten.

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... überschattet von privaten Problemen

Eine gute Entscheidung, denn bis zu seinem Selbstmord konnte McQueen phänomenale Erfolge feiern – und damit stieg natürlich auch der Druck. Doch das war nicht das einzige, was den Designer in die Verzweiflung trieb: Auch immer wiederkehrende Drogenexzesse und vor allem der Tod seiner Mutter, nur neun Tage bevor Alexander McQueen selbst sein Leben beendete, schienen ihn schwer zu belasten. Die Familie, und besonders seine Mutter, waren mit die wichtigsten Stützen in McQueens Leben gewesen. Bis auf eine kurze, schwierige Phase, als der Designer ihnen mit 18 von seiner Homosexualität erzählte, stärkten sie ihm immer den Rücken.

Und nach seinem Tod trauerten mit ihnen eine große Anzahl von internationalen Prominenten, die McQueen als Kunden und Freunde gewonnen hatte, darunter , oder . Seine letzte Kollektion, die er vor seinem Tod noch zu 80 Prozent fertig stellen konnte, wurde nur kurze Zeit nach seinem Tod einer Handvoll ausgewählter Modejournalisten und Personen aus der Branche präsentiert, die während der Vorführung einige Tränen verdrückt haben sollen – wie wohl die gesamte Modebranche.

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