Sarah Wiener
© Getty Images Sarah Wiener

Sarah Wiener Überschätzt

Star-Köchin Sarah Wiener bekommt nur 5.000 Euro Gage für ein Foto, mit dem ein Supermarkt ohne ihre Genehmigung warb

Grafikelement - Aufgeschnappt
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Da hat sich die Köchin und Restaurant-Besitzerin Sarah Wiener wohl ein wenig überschätzt: Weil ein Supermarkt ungefragt mit ihrem Gesicht für Dosensuppen warb, verlangte Sarah Wiener im Nachhinein eine Gage. Die setzte sie auf 100.000 Euro an, angeblich ihr normales Honorar für langfristige Werbeverträge.

Das Bundesverfassungsgericht sah das ein wenig anders und gestand ihr nur 5.000 Euro zu. Mit dieser Entscheidung wurde ein voheriger Beschluss des Oberlandesgerichts bestätigt. Der Grund für das vergleichsweise niedrige Honorar: Die Aufnahme von Wiener und der Dosensuppe war nur ein einziges Mal in einem Anzeigenblatt mit geringer Verbreitung erschienen. Daher, so die Begründung des Gerichts, kann ein Vergleich mit langfristigen Werbeverträgen nicht gezogen werden.

Sarah Wiener ging gegen den Entscheid des Oberlandesgericht an, da die Richter - anstatt ein Gutachten einzuholen- selbst die Höhe ihrer Gage geschätzt hatten.

jan