Oliver Kahn
© Getty Images Oliver Kahn

Oliver Kahn Opfer der Zensur

Eigentlich sollte die erste Folge von Oliver Kahns Torwart-Castingshow am Donnerstag (18. Juni) in China laufen. Doch die chinesische Regierung stoppte die Ausstrahlung

Die chinesischen Zensoren kennen keine Gnade: Mit seiner eigenen Torwart-Castingshow sollte Oliver Kahn am 18. Juni beim Sender "Heilongjiang TV" auf Sendung gehen. Doch daraus wurde nichts - die Ausstrahlung wurde Minuten vor dem Start gestoppt, wie die "Welt" berichtet.

Gewöhnlich kontrolliert das chinesische Fernsehen viele Sendungen, bei denen Kandidaten gegeneinander antreten. Bei Oliver Kahns Show hielt die Regierung die Kontrolle erst für unnötig, doch als immer mehr ausländische Zeitungen über Kahns Sendung in China berichteten, bekamen die Medienwächter kalte Füße. "Wir hatten die Anweisung, das Programm zu kippen", sagte ein Sprecher kurz und knapp.

Fragt sich nur, ob die Zensoren Kritikpunkte finden werden. In der Sendung soll der "Super-Keeper" ermittelt werden. Nachwuchstalente zwischen 17 und 24 Jahren beweisen ihr Talent in sportlichen Wettbewerben. Dem Sieger winkt ein "DFB"-Torwart-Training in Deutschland. Wie es jetzt scheint, wird sich Deutschlands Ex-Nationaltorwart nun noch ein wenig bis zur Ausstrahlung gedulden müssen. Dass er es mit seinem Motto ("Ich gebe niemals auf") für die Show ernst meint, muss Oliver Kahn hat nun unter Beweis stellen. In China hat er übrigens den Spitznamen "Nuhou Tianzun", was übersetzt "Zorniger Himmelsfürst" bedeutet.

jan