Casting X Factor
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X Factor Wer hat den "X Factor"?

2010 startet die weltweit erfolgreiche Castingshow "X Factor" auch in Deutschland. Gala.de hat sich bei Wind und Wetter beim offenen Casting in Hamburg umgesehen

Hamburg, fünf Grad, Nieselregen - doch die Frisur sitzt. Und zwar bei all denen, die sich am Freitagmittag (7. Mai) vor dem Edelfettwerk in Hamburg versammelt haben, um beim offenen Casting von "X Factor" dabei zu sein - der Show, die in unzähligen Ländern bereits viele Gesangstalente hervorgebracht hat und im Spätsommer nun auch endlich nach Deutschland kommt.

Doch so glamourös das Leben als Popstar auch sein mag, der Weg dorthin ist verdammt steinig. In einer sterilen Halle, geschmückt mit roten Aufstellern des Fernsehsenders Vox, heißt es für die angehenden Stars erst einmal warten, warten, warten ... bis der große Moment gekommen ist. Vor dem Eingang gibt es die letzten Anweisungen: Bitte auf das Kreuz stellen, den Namen, das Alter und den Beruf nennen. Und dann: singen - wahlweise mit Playback. Feedback? Gibt es nicht. Auch die Jury bestehend aus Sarah Connor, Till Brönner und George Glueck ist nicht anwesend. Nur wer es in den Recall schafft, darf vor den prominenten Herrschaften trällern. Hier vor Ort entscheiden ein unbekannter Herr und eine unbekannte Dame über das Schicksal der vorwiegend sehr jungen Sängerschaft.

Dana ist eine von ihnen. Mit den anderen Kandidaten, die ihren Auftritt bereits hinter sich haben, sitzt die 22-Jährige, die derzeit eine Musicalausbildung macht, in einer Abseite der großen, weißen Halle und tut das, was sie denkt, am besten zu können: sie singt. Mit den anderen. Egal was. Hauptsache, die Zeit bis zum Urteil geht schnell vorbei. Neu ist das alles nicht für die Blondine. Wie so viele andere Teilnehmer hier, ist auch sie ein alter Casting-Hase: drei Mal war sie bereits bei "DSDS", ein Mal bei "Star Search" und auch bei "Popstars" hat sie ihr Glück bereits versucht.

Dann taucht unerwartete Abwechslung auf: Ein Videodreh steht an und damit eine kleine Chance, sein Gesicht ins Fernsehen zu bringen. Rund eine Stunde lang drängen sich die Kandidaten bei Wind und Wetter auf dem Innenhof, rauchen, trinken und werfen auf Anweisung ihre Hände in die Luft. Immer und immer wieder. Ein, zwei, drei - jetzt gute Laune. Bis alles im Kasten ist. Mittendrin tummelt sich Moderator Jochen Schropp und spricht seine Anmoderation in die Kameras, während ihm der Nieselregen ins Gesicht schlägt: "Während die Jury im Trockenen sitzt, trotzen wir dem Hamburger Schietwetter beim offenen Casting in Hamburg." Und dann wieder - eins, zwei, drei - gute Laune und die Hände in die Höh.

Während die einen noch auf einen Moment Ruhm hoffen, drängen sich draußen vor dem Tor bereits die nächsten Kandidaten. Ein Schwung raus, der andere rein: Alles auf Anfang, Ablauf wie gehabt, bis zum bitteren oder aber glücklichen Ende. Ein Star zu sein ist eben schwer, einer zu werden ganz offensichtlich umsomehr.

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