Verona Pooth
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Verona Pooth Verfahren eingestellt

Gegen Verona Pooth wird nicht mehr wegen Steuerhinterziehung ermittelt, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Im Zuge der Unternehmenspleite ihres Mannes Franjo war auch die Moderatorin ins Visier der Ermittler geraten

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat sämtliche Ermittlungsverfahren gegen Verona Pooth ohne Schuldvorwurf eingestellt. Das tut der Anwalt des Fernsehstars, Rechtsanwalt Benedikt Pauka, am Mittwoch (6. Okotber) per Pressemitteilung kund. Gegen Verona Pooth liefen Ermittlungen, die sich mit Provisionszahlungen an ihren Manager und deren Abrechenbarkeit als Betriebsausgaben beschäftigten. Diese Abrechnung hat das Finanzamt zwischenzeitlich anerkannt und somit liegt kein Verdacht auf strafbare Handlung mehr vor.

In einem weiteren Verfahren wurde untersucht, ob Pooth sich der Untreue schuldig gemacht hat, weil sie private Ausgaben aus der Kasse des Unternehmens ihres Mannes Franjo getätig haben soll. Das von Franjo Pooth geleitete Unternehmen Maxfield GmbH hatte im Jahr 2008 Insolvenz angemeldet. Da aber nicht festgestellt werden konnte, dass die Moderatorin über die Herkunft der Mittel informiert war, stellten die Ermittler das Verfahren "mangels Tatnachweises" ein, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Die Staatsanwaltschaft hatte Pooth außerdem vorgeworfen, Spekulationserlöse aus Geldmarktfonds in den Jahren 2002 und 2003 gegenüber dem Finanzamt nicht erklärt zu haben. Der Vorgang war bei einer Betriebsprüfung aufgefallen und soll laut Anwalt Pauka auf eine Nachlässigkeit der damaligen Steuerberaterin des Stars zurückgehen. Um der Sache ein Ende zu bereiten, habe sich Verona Pooth nun "aus Gründen der Verfahrensökonomie ", so ihr Anwalt, bereit erklärt, "zur Beendigung des Verfahrens eine von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagene Geldauflage in Höhe von 30.000 EUR an die SOS-Kinderdörfer zu leisten." Eine Geldauflage in einer Verfahrenseinstellung nach § 153a StPO ist keine Geldbuße und hinter ihr steckt kein Schuldvorwurf und auch keine Verurteilung.

Verona Pooth kann ihre beruflichen Pläne somit ohne strafrechtlich belastet zu sein weiterverfolgen. Franjo Pooth war schon im März 2009 wegen fahrlässiger Insolvenzverschleppung, Untreue, Bestechung im geschäftlichen Verkehr sowie Vorteilsgewährung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden.

cfu