Ursula von der Leyen
© Getty Ursula von der Leyen

Ursula von der Leyen Die Zügel in der Hand

Nicht nur in der Politik hält Familienministerin Ursula von der Leyen die Zügel fest in der Hand. Auch privat ist sie eine begeisterte Pferdenärrin und erfolgreiche Reiterin

Sie ist eine Frau, die in der Öffentlichkeit steht: Seit 2005 kümmert sich Ursula von der Leyen als Bundesministerin um die Belange von Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Dass sie verheiratet ist und selber sieben Kinder hat, weiß mittlerweile fast jeder Bundesbürger. Doch kaum einer weiß, dass die 49-Jährige eine passionierte Reiterin ist und selber zwei Pferde und drei Ponys besitzt.

Diese Leidenschaft teilt sie vor allem mit ihren Kindern, die alle selber im Sattel sitzen: "Pferde taugen als Erziehungsberechtigte, lehren Verantwortung, und vermitteln im besten Fall die Erkenntnis, dass der Weg das Ziel ist", sagte sie in einem Interview mit der Pferdezeitschrift "St. Georg". Vier ihrer Töchter starten sogar schon auf Turnieren.

Familienministerin Ursula von der Leyen hoch zu Rosse
© Picture AllianceFamilienministerin Ursula von der Leyen hoch zu Ross

Auch Ursula von der Leyen zog es bereits als kleines Mädchen in den Sattel. Ihre ersten Versuche machte sie auf einem dicken weißen Shetland-Pony . Doch bei der Freizeit-Reiterei sollte es nicht lange bleiben. Während ihrer Studienzeit in Hannover intensivierte sie ihre Leidenschaft und stellte für den Hannoveraner Verband die edelsten Vierbeiner auf Elite-Auktionen vor. Sogar an Turnieren in Kalifornien nahm sie teil.

Auch als Familienministerin scheut Ursula von der Leyen keine großen Auftritte hoch zu Ross. 2007 präsentierte sie beim Schauabend des internationalen Dressur-und Springfestivals in Verden den Spitzenhengst "Breitling W" im Dressurviereck und begeisterte die rund 10.000 Besucher mit gekonnten Piaffen und Passagen. "Sie kann zur Not auch umsatteln, wenn ihr die Politik eines Tages keinen Spaß mehr macht", kommentierte die zweifache Weltmeisterin Isabell Werth den Ritt. Und auch die Ministerin selber schien mit ihrem Auftritt zufrieden zu sein: "Das ist ein Spitzenpferd. Auch wenn mir das Training einen heftigen Muskelkater im Bauch und den Oberschenkeln bescherte."

Ganz umsatteln und dem Bundestag den Rücken zuwenden würde sie aber nicht. Dennoch spiegele die Arbeit mit den Pferden ihren Politik-Alltag wider: "Kein Ziel lässt sich ohne harte Arbeit erreichen. Und je zorniger ich selbst werde, desto mehr muss ich lernen, mich zu zügeln."