Tom Cruise
© Getty Tom Cruise

Tom Cruise Geheime Mission in der Hauptstadt

Sein Berlin-Besuch glich einem Versteckspiel. Denn Tom Cruise wollte verhindern, dass Details über sein neues Filmprojekt an die Presse gelangen

Für den berühmten Eisbären

blieb ihm keine Zeit. Während Katie Holmes, 28, und Suri, 1, entspannt durch den eigens für sie abgesperrten Berliner Zoo bummelten, um Knut zu bestau­nen, hetzte Tom Cruise von Termin zu Termin: Arbeitsessen, Drehorte checken, Zeitpläne koordinieren. Es gab viel zu tun. Der Superstar war mit seiner Familie in die Hauptstadt gereist, um letzte Details der Vertragsverhandlungen mit dem Studio Babelsberg festzuzurren. Keinen Tag zu früh, denn bereits am 19. Juli soll hier die erste Klappe für das Historiendrama "Valkyrie" fallen. Produzent und Hauptdarsteller: Tom Cruise. Story: Der Attentatsversuch von Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler. Über den Ausgang der Gespräche hüllt sich das Studio bis dato hartnäckig in Schweigen. "Ich darf über die Ergebnisse keine Auskünfte geben, vor allem nicht in dieser hochsensiblen Phase", so Unternehmenssprecherin Angelika Müller.

Die Geheimniskrämerei hat einen Grund: Cruise ordnete eine totale Nachrichtensperre an. Zu tief sitzt bei ihm die Erinnerung an 2004. Damals wollte er "Mission: Impossible III" an der Spree drehen, pokerte aber zu hoch - die Verhandlungen scheiterten, angeblich auch aufgrund der vielen Medienberichte. Deshalb soll diesmal alles anders werden. Angeblich habe der 44-Jährige sogar damit gedroht, die Produktion nach Prag zu verlagern, falls weitere Details vorzeitig an die Öffentlichkeit geraten, so Insider. Erst Tage zuvor war die Info durchgesickert, dass im Studio eine Klimaanlage für 300.000 Euro eingebaut werden muss, da Mr. Cruise bei Temperaturen über 20,5 Grad nicht vor eine Kamera tritt. Da die Castings längst auf Hochtouren laufen und Tom bereits Drehorte wie "Clärchens Ballhaus" (dort will er im Spiegelsaal filmen) genau unter die Lupe nahm, dürfte dem geplanten Pro­duk­tions­start aber nichts mehr im Wege stehen.

Allem Stress zum Trotz - abends war Tom Cruise dann endlich als Privatmensch unterwegs und amüsierte sich im Separée des Promilokals "Borchardt" bei Suppe, Fisch und Champagner. Freitagnacht ließ er sich mit Katie gleich mehrere Stunden lang durch die Berliner Scientology-Zentrale führen, um sich dort eine Ausstellung zur Geschichte der Glaubensgemeinschaft anzuschauen. Mehr Details waren über die prominente Visite nicht zu erfahren. "Wir geben nur Auskünfte mit Genehmigung unserer Mitglieder", so Scientology-Sprecherin Sabine Weber.

Und wo wird Tom während seiner Hauptstadt-Zeit wohnen? Erst hieß es, er wolle das "Schlosshotel" im Grunewald als Domizil anmieten. "Tatsächlich hat es eine Anfrage gegeben. Doch leider kam inzwischen die Absage", so Hotelsprecherin Cornelia Stein. Stattdessen soll seine Wahl auf das "Palais am Wannsee" gefallen sein. Monatsmiete: 30.000 Euro. Bereits vor drei Jahren liebäugelte der Schauspieler mit dem 1907 erbauten und geschützt liegenden Luxusvillenkomplex, der außer einem Helikopterlandeplatz satte 2750 Quadratmeter Wohnfläche bietet. Und ausreichend Platz braucht Familie Cruise garantiert: Neben Katie, Suri und Mama Mary Lee South sollen Tom auch seine Adoptivkinder Isabella, 14, und Connor, 12, bis Ende November in Berlin Gesellschaft leisten.