Tom Cruise
© Getty Tom Cruise

Tom Cruise Er kriegt nichts mehr auf die Reihe

Reichlich Ärger für Tom Cruise: Mit seinen neuen Geschäftspartnern läuft es schlecht, die Flitterwochen fielen ins Wasser und das Publikum will ihn nicht mehr sehen

Wenn einer, der immer stolz auf seinen Körper war

und der Welt in Filmen wie "Top Gun" und "Eyes Wide Shut" ein durchtrainiertes Sixpack präsentierte, auf einmal Pfunde ansetzt, dann stimmt etwas nicht. Dann hat er entweder mit dem Rauchen aufgehört, schafft sein Sportprogramm nicht mehr - oder ist schlichtweg gefrustet. Bei Tom Cruise, 44, spricht vieles für die Frustspeck-These. Erstens hat er noch nie geraucht, zweitens läuft für ihn gerade so ziemlich alles schief, was schieflaufen kann. Und zwar so gründlich, dass die Blamage, zum zweiten Mal in Folge unbeliebtester Schauspieler Hollywoods zu sein, fast zur Nebensache wird. Nur zwölf Prozent der Zuschauer, so eine US-Umfrage, würden sich noch einen Film anschauen, in dem er mitspielt. So unpopulär ist sonst keiner in der Traumfabrik.

Problem: Neuer Job

Die grössten Probleme bereitet Tom Cruise aber momentan sein neuer Job. Mit dem Filmkonzern "Metro Goldwyn Mayer" (MGM), der zum Sony-Imperium gehört, wollte der Star das angeschlagene Renommier-Studio "United Artitsts" retten. MGM lässt aber verlauten, dass man mit den finanziellen Vorstellungen von Cruise, der bis zu 65 Millionen Dollar Gage gefordert haben soll, nicht einverstanden sei. Hinter den Kulissen gibt es angeblich heftige Kontroversen, was die Budgets und Inhalte der Filme angeht, die Cruise produzieren will. Besonders umstritten ist ein Projekt, das unter dem einem Scientology-Rang entlehnten Titel "The Thetan" die Geschichte der Sekte dokumentiert und sich dabei an den Theorien des Gründers Ron L. Hubbard orientiert. Kurioserweise gibt es auch Gerüchte, dass Victoria Beckham, 32, die seit einiger Zeit eng mit Cruises Frau Katie Holmes, 28, befreundet ist, im Film eine Außerirdische spielen soll. Die Britin schielt seit langem auf eine Filmkarriere und hat sich in Los Angeles sogar schon Häuser angesehen.

Ärger in den Flitterwochen

Begonnen hat Tom Cruises Pechsträhne schon bei der Hochzeit in Rom. Der groß angekündigte Event hielt nicht, was versprochen worden war. Zwar kamen einige Hollywood-Berühmtheiten wie Jim Carrey oder Will Smith, viele geladene Gäste blieben jedoch fern. Das Rahmenprogramm im Freien fiel buchstäblich ins Wasser, es goss wie aus Kübeln. Cruise flüchtete mit Ehefrau Katie und Tochter Suri im Privatjet auf die Malediven. Aber auch im Indischen Ozean schlug das Wetter Kapriolen, es war bewölkt und regnete ständig. Die Frischvermählten brachen ihre Flitterwochen nach vier Tagen ab und flogen zurück nach Los Angeles. Dort wartete im Briefkasten bereits die nächste Hiobsbotschaft: Ihr neues Landhaus vor den Toren Londons, das die Familie künftig als Europa-Domizil nutzen wollte, ist unbewohnbar. Hinter den schönen Fassaden verbirgt sich ein geruchsintensives Abwasserproblem.

Gerüchte nach der zweiten Feier

So viel Pech gibt's doch gar nicht, dachten sich Tom und Katie wohl. Jedenfalls veranstalteten sie auf dem Luxus-Anwesen von Cruises Produzentenpartnerin Paula Wagner eine zweite Hochzeitsfeier. Für die Freunde, die in Rom nicht dabei sein konnten. Und für sich, weil sie so viel durchmachen mussten. Bis in die frühen Morgenstunden feierte die elitäre Gesellschaft, auch John Travolta soll da gewesen sein. Aber nicht das Ereignis selbst bestimmte am nächsten Tag die Presseberichte, sondern eine, die gar nicht da war: Oprah Winfrey. Die mächtigste Frau im amerikanischen Fernsehen hatte, wie schon bei der Hochzeit in Rom, keine Einladung erhalten. Das nährte das Gerücht, nach dem die Talk-Queen und Cruise sich seit dessen denkwürdigem Auftritt in ihrer Show, als er wie ein Kind auf dem Sofa umhersprang, nicht mehr viel zu sagen haben.

Der einzige Lichtblick für den gebeutelten Schauspieler ist momentan tatsächlich seine Beziehung, die anfangs so schwer angezweifelt worden war. Und auch wenn Katie eine Schwangerschaft gerade dementieren ließ - ein zweites Baby wäre endlich mal wieder eine positve Schlagzeile wert.