Tom Cruise Bitte nicht filmen

Tom Cruises Filmprojekt über das Stauffenberg-Attentat stößt beim Bundesministerium für Finanzen auf wenig Unterstützung

Jeder historische Filme wirkt ein wenig authentischer, wenn an Originalschauplätzen gedreht werden kann. Tom Cruise hätte für "Valkyrie", sein Filmprojekt über den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg, gerne ein Drehgenehmigung für einige Orte in Berlin bekommen. Doch das Filmteam blieb ohne Erfolg. Das Branchenblatt "Variety" meldet, dass das Finanzministerium Dreharbeiten am Bendlerblock in der Nähe des Tiergartens ablehnt - die Würde dieser Gedenkstätte werde unter einem Filmset dort leiden, zitiert "Variety" einen Sprecher des Ministeriums.

Auch eine beantragte Drehgenehmigung für eine Polizeiwache wurde nicht erteilt, um dort den Arbeitsablauf nicht zu beeinträchtigen. Das Cruise-Projekt stößt in Deutschland weiterhin auf geteiltes Echo. Der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck glaubt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", dass Cruises Starfaktor der weltweiten Aufmerksamkeit für das Thema nur gut tun könne. Der Stauffenberg-Sohn Berthold hingegen hätte es gern, wenn Tom Cruise "seine Hände von meinem Vater lässt". Ein Imageproblem, bei dem Toms innige Verknüpfungen mit Scientology ihm auch nicht weiterhelfen werden.