Tokio Hotel
© Getty Tokio Hotel

Tokio Hotel Viel Rauch um Nichts

Die junge Magdeburger Band spaltet die Nation. Treue Fans lassen sich jedoch durch nichts abbringen - auch eine Rauchbombe kann sie nicht von ihren Idolen trennen

"Tokio Hotel", die Teenieband aus Magdeburg, spaltet die Nation. Auf der einen Seite stehen die Fans, die um Bill, Tom, Gustav und Georg einen "Beatles"-ähnlichen Starkult aufgebaut haben. Dem gegenüber formieren sich die meist erwachsenen Musikfans, die sich mit dem Phänomen "Tokio Hotel" kaum identifizieren können. Das Treiben um die momentan erfolgreichste Band Deutschlands nimmt jedoch immer bizarrere Formen an. Am vergangenen Wochenende reiste die Band nach Lindau am Bodensee, um später in Friedrichshafen aufzutreten. Vor dem Hotel hatte sich bereits eine beachtliche Fanmenge versammelt, darunter auch einige Gegner der Band.

Ein 17-jähriger Gegner warf zwei Rauchbomben in die wartenden Fanmassen. Es wurde jedoch niemand verletzt, da die Rauchbomben auf der Straße und unter einem Polizeiwagen landeten. Der Jugendliche gestand nach seiner Festnahme, die Rauchsätze selbst hergestellt zu haben. Er wird laut Polizei nach dem Sprengstoffgesetz angezeigt, da seine Bomben als solche einzustufen seien. Die wahren Fans ließen sich von diesem Zwischenfall jedoch kaum beirren - falls sie ihn überhaupt registriert hatten. Denn nachdem die Band in der Lobby gesichtet wurde, versuchte die Menschenmenge das Hotel zu stürmen. Angesichts dieser tumultartigen Vorkommnisse sagte "Tokio Hotel" eine zuvor angesetzte Autogrammstunde ab.