Stars und Sterne - Teaser
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Titelgeschichte Superstars auf dem Eso-Trip

Astrologen, Gurus, Wahrsager und Heiler haben Hochkonjunktur in Hollywood, seit Angelina Jolie, Demi Moore und Jennifer Lopez den Trend zum Übersinnlichen begründeten

Jeder für sich ist schon unschlagbar,

zusammen sind Angelina Jolie, 31, und Brad Pitt, 42, das absolute Traumpaar. "Er geht so wunderbar mit den Kindern um", schwärmt die Schauspielerin im GALA-Interview über ihren Freund. Und auch Pitt beteuerte kürzlich: "Ich hatte es nie besser als heute." Doch auch wenn man den beiden ihr perfektes Glück förmlich ansehen kann - wird es wirklich von Dauer sein? Wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Anand Soni, Wahrsager aus Pune, sieht dunkle Wolken über dem Power-Paar. Er hatte die beiden am Set von "A Mighty Heart" in Indien besucht und für sie in die Zukunft geschaut. Seine düstere Prophezeiung: Die beiden werden sich im Dezember 2007 trennen, Brad Pitt kehrt zu seiner Ex-Frau Jennifer Aniston, 37, zurück. "Ihr Horoskop passt viel besser zu seinem als das von Angelina Jolie", befindet der Guru auf seiner Homepage, auf der er übrigens auch den Film zum Flop erklärt.

Ihren Vorhersagen mag man vielleicht nicht immer Glauben schenken - trotzdem haben Wahrsager, Seher, Heiler, Gurus in diesen Tagen mehr Zulauf denn je. Auch bei den Stars hat der Wunsch, das eigene Schicksal zu erforschen, in den letzten Jahren zugenommen, wie der Experte Peter Wippermann vom Hamburger Trendbüro gegenüber GALA erklärt: "Früher ging man zum Psychotherapeuten, heute sucht man esoterische Lebensberater auf." Die Gründe dafür sieht der Professor im wachsenden Leistungsdruck und dem härter werdenden Konkurrenzkampf - beides prägt den Alltag in Hollywood: "In solch einer Welt braucht man verstärkt das Gefühl, in einer Atmosphäre der Vorherbestimmtheit aufgehoben zu sein."

Wahrsagen: Demi Moore und Ashton Kutcher

Demi Moore und Ashton Kutcher mögen Seherinnen und Kaffeesatzlesen
© GettyDemi Moore und Ashton Kutcher mögen Seherinnen und Kaffeesatzlesen

Auf der berühmten Promenade von Venice Beach bei Los Angeles lässt sich dieser Trend besonders gut beobachten. Hier haben Tarot-Kartenleger neben Musikern, Straßenkünstlern und Hot-Dog-Buden ihre Stände aufgebaut. Ihre Kunden: Studenten, Hippies, aber auch viele Hollywoodstars. Erst kürzlich schlenderten Demi Moore, 44, und Ashton Kutcher, 28, über die quirlige Strandpromenade und ließen sich die Zukunft deuten. Dass die Schauspielerin ein Faible für Esoterik hat, ist seit den Neunzigerjahren bekannt. Da bestieg sie kein Flugzeug und nahm keine Rolle an, ohne sich vorher mit Madame Papapetros abzusprechen. Zum Ärger der Kollegen nahm Demi die Dame sogar mit an den Set und ließ auf deren Anraten ganze Skripte umschreiben.

Heute gilt mehr denn je: Wer in Hollywood Karriere machen will, darf sich keinen Fehler leisten. Und auch in Wirtschaft, Politik und Adel ist guter Rat teuer. Nicht nur Prinzessin Diana vertraute zu Lebzeiten auf Heilerinnen und Wahrsagerinnen. Auch der spanische König Juan Carlos, 68, lässt sich seit Jahren regelmäßig Horoskope erstellen. "Die Erfahrung mit spirituellen Dingen hat allgemein zugenommen", bestätigt Astrologin Rosita León im Gespräch mit GALA den Trend. Genauso wie die Suche nach dem Sinn des Lebens. Madonna, Lindsay Lohan, Victoria Beckham und Britney Spears haben ihn in der Glaubenslehre Kabbala geortet, Christy Turlington und Jennifer Aniston suchen Halt und Antworten bei Meditation und Yoga. "Ich glaube ganz fest an das Seelenheil, das man durch Yoga erfahren kann", bekannte Aniston nach der Trennung von Brad Pitt. "Yoga räumt die Seele auf, wie ein Spaziergang am Meer: klare Gedanken fassen, gutes Karma empfangen." Echte Lebenshilfe findet man leider längst nicht überall. Zu unübersichtlich ist das Angebot an Astrologen und selbsternannten Sehern in Fernsehen und Internet geworden; esoterische Telefonhotlines sind oft so teuer wie erotische. Und so kann der Esoterik-Hype böse Folgen haben. Als regelrecht horoskopsüchtig outete sich jüngst die Hollywood-Schauspielerin Sarah Lassez. Fast 1000 Euro gab sie monatlich für Wahrsager aus, bevor sie endlich den Ausstieg schaffte. Anschließend schrieb die Kanadierin ein Buch, "Psychic Junkie", und gründete eine Selbsthilfegruppe. Ob sich schon bald die eine oder andere Kollegin anschließen muss

Weitere Prominente mit Hang zum Übernatürlichen finden Sie auf der nächsten Seite, noch mehr Sterngucker und ein großes Jahreshoroskop zum Glauben oder Amüsieren gibt's in der neuen GALA.

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