Angelina Jolie und Maddox
© Wireimage.com Angelina Jolie und Maddox

Titelgeschichte Keine Angst, Kleiner!

Maddox war die Nummer eins. Inzwischen hat Angelina Jolie vier Kinder. Beginnt jetzt der Konkurrenzkampf in der Rasselbande?

Neue Situation für Maddox: Mama Angelina Jolie muss er jetzt auch mit Pax teilen
© Wireimage.comNeue Situation für Maddox: Mama Angelina Jolie muss er jetzt auch mit Pax teilen

Es nützt kaum etwas,

mit Engelszungen auf ihn einzureden. Der Kleine will nicht mitkommen, probt stattdessen den Zwergenaufstand. "Neeeiiiin!", brüllt er, wirft sich auf den Boden, läuft puterrot an, sträubt sich mit Händen und Füßen gegen Angelina Jolie, 31, die sich wie so oft damit abmüht, Adoptivsohn Maddox zu besänftigen. Was von Reise zu Reise mehr Kraft kostet.

Immer häufiger gebe es Probleme mit dem Fünfjährigen, wie auch Jolies Angestellte bemerken. Er möchte partout zu Hause in New Orleans bleiben, lieber mit seinen Freunden aus dem Kindergarten Fußball spielen, statt an Muttis Rockzipfel um die Welt zu jetten. Doch an diesem Tag hat Angelina Jolie noch einen überzeugenden Trumpf in der Hand. "Dein neues Brüderchen spielt auch Fußball", säuselt sie schließlich ihrem Sprössling ins Ohr. "Wollen wir ihn zusammen abholen?" Volltreffer! Einen halben Tag später sitzen Jolie und Maddox bereits in Vietnam im Fond einer Limousine, die sich durch den chaotischen Straßenverkehr von Ho Chi Minh Stadt schlängelt. Ziel: Das Tam Binh Waisenhaus, wo der dreieinhalbjährige Pham Quang, fein rausgeputzt, auf seine neue Familie wartet. Pham Quang Sang oder besser: Pax Thien, wie Jolie ihr drittes Adoptivkind nun künftig nennt, soll Maddox' Spielkamerad, Bruder, Vertrauter und Verbündeter werden. Deshalb auch wählte Jolie einen Jungen mit ähnlich asiatischem Hintergrund wie Maddox, den sie 2002 aus Kambodscha zu sich nahm. Damit die beiden sich verstehen, leicht zueinander finden. Ein Plan, der aufzugehen scheint. Als der kleine Pax bei der 30-minütigen Begrüßungszeremonie im Waisenhaus plötzlich vor Aufregung zu weinen anfing, nahm Maddox ihn tröstend in den Arm. Später, während Jolie im Justizministerium die Adoptionspapiere unterzeichnete, spielten die neuen Brüder sogar schon fröhlich miteinander.

Projekt Großfamilie: Die Kinder sollen an erster Stelle stehen

Die erste Zusammenführung ist wohl geglückt, und Jolie mag in diesem Moment aufgegangen sein, was nun wirklich zählt in ihrem Leben. "Ich habe jetzt vier Kinder, und mich um sie zu kümmern, ist mir im Augenblick das Wichtigste", verriet sie dem Reporter einer vietnamesischen Zeitung. Der Traum von Hollywoods Löwenmutter: eine kunterbunte Rasselbande. "Unsere Tochter Shiloh findet sich in Brad und mir wieder", sagte Jolie einmal in der US-Talkshow von Diane Sawyer. Maddox und die aus Äthiopien stammende Zahara, 2, bräuchten laut Jolie unbedingt Geschwister mit gleichen Wurzeln.

Gut gedacht, aber was, wenn das Projekt "multinationale Großfamilie" misslingt? Was, wenn Erstsohn Maddox in dem Neuankömmling doch einen Nebenbuhler sieht?

Weiter zur nächsten Seite
Übersicht zu diesem Artikel
  • Seite 1 / 3