Beyonce
© Wireimage.com Beyonce

Titelgeschichte Der Sieg über den Magerwahn

Modelmaße für die Karriere? Davon will Beyoncé nichts wissen. Die R'n'B-Queen setzt auf Kurven - und liegt damit absolut im Trend. Laut einer Umfrage von US-Schönheitschirurgen möchten immer mehr Frauen so sein wie sie

Echte Fans nennen sie "Miss Bootylicious",

auf Deutsch etwa: "Miss praller Po". Ein Spitz­name, der liebevolle Bewunderung zum Ausdruck bringt und sich gleich auf den ersten Blick erschließt. Beyoncé­ Knowles hat natürlich eine tolle Stimme, und ohne Frage ist sie eine mit­reißen­de Entertainerin - ihren ikonenhaften Status verdankt die 25-jährige Musikerin allerdings auch ihren Kurven. Während Keira Knightley oder Kate Bosworth knochig über die roten Teppiche klappern, verweigert sich die R'n'B-Lady dem Magertrend und setzt stattdessen auf weibliche Rundungen. Ein lasziver Hüftschwung genügt, schon ringen selbst gestandene Kerle nach Luft. Aber auch die Damenwelt bewundert Beyoncés­ Body neidlos, wie die aktuelle Top Ten der "Hollywood's Hottest Looks" von Dr. Richard W. Fleming und Dr. Toby G. Mayer unterstreicht. Seit zehn Jahren ermitteln die beiden Schönheitschirurgen aus Beverly Hills, welche äußerlichen Merkmale der Superstars Durchschnittsbürger gerne hätten und wissen deshalb genau, wie das jeweilige Beauty-Ideal aussieht.

Glücklich und voller weiblicher Rundungen: Beyonce
© Wireimage.comKeine Angst vor weiblichen Rundungen: Beyoncé

Ergebnis der brandaktuellen Umfrage: Es ist vor allem Beyoncés­ Prachtkörper, der 2007 bei Frauen hoch im Kurs steht.

Ein überraschender Trend, kontert er doch den lange grassierenden Schlankheitswahn im Musik-, Film- und Modebusiness. "Der Magersucht-Look ist definitiv nicht mehr so angesagt. Das liegt sicher auch daran, dass sich viele der superschlanken Traumfabrik-Girls à la Richie, Hilton, Lohan & Co. derzeit aufführen wie der Elefant im Porzellanladen", meint Fleming. Eine positive Identifizierung falle zunehmend schwer; auch deshalb wollen immer mehr Patientinnen einen "fraulicheren, üppigeren Körper". US-Trendforscher Matt Kane von "Management 360" bestätigt dies. Ein endgültiges Ende des Magerdiktats ist für ihn zwar noch nicht abzusehen, aber dennoch zeigten sich erste Risse. Eine Frau wie Beyoncé­ komme bei den Menschen so gut an, weil sie offensiv gegen den Hungerwahn Position bezieht: Sie isst einfach regelmäßig und gerne. Wenn Kolleginnen am Salatblatt knappern, beißt sie auch mal in einen Cheeseburger, um danach augenzwinkernd über Problemzonen zu klagen. "Beyoncé­ wirkt oft wie eine ganz normale Frau mit ganz normalen Problemen. Genau das ist es, was ihren besonderen Appeal ausmacht", meint Trendforscher Kane.

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