Cameron Diaz
© Getty Cameron Diaz

Titelgeschichte Das Liebestheater

Schön, reich und berühmt - Cameron Diaz zwischen den Fronten: Hat sie Criss Angels Ehe zerstört? Dessen Noch-Gattin behauptet das jetzt

Es gibt romantische Fehltritte,

die man am liebsten ungeschehen ­machen würde. Für Cameron Diaz dürfte ihre Romanze mit dem Magier Criss Angel, 39, in diese Kategorie fallen. Zwar verlief sie harmlos und liegt auch schon sechs Wochen zurück, doch die Folgen sind fatal: Plötzlich sieht sich die 34-­Jährige in eine schmutzige Scheidungsschlacht verwickelt, aus der sie so leicht nicht wieder rauskommen dürfte. Behauptet doch Angels Noch-Ehefrau Joanne Sarantakos, Cameron Diaz habe ihre Ehe zerstört. "Ich werde beweisen, dass meine Klientin noch mit ihrem Mann zusammen war und versucht hat, ihre Ehe zu retten, als Cameron Diaz mit Criss Angel ausging", so Dominic Barbara, der Anwalt von Joanne Sarantakos. Und die "New York Post" zitiert eine Quelle, derzufolge die 37-Jährige sogar behauptet, schwanger zu sein. Das Verrückte dabei: Bis vor zwei Wochen wusste kaum jemand, dass Criss Angel überhaupt eine Ehefrau hat. Der Zauberer hatte Joanne, mit der er zunächst zehn Jahre liiert und dann fünf Jahre verheiratet war, stets geheim gehalten - angeblich, um seine Attraktivität für weibliche Fans nicht zu mindern. Erst als er und seine Ex vergangene Woche zur Anhörung vor Gericht in Nassau im Staat New York erschienen, zerstörte Joanne die Illusion. Und ihr Anwalt drohte: "Wir führen Cameron Diaz als Criss Angels Geliebte an. Sobald sie nach New York kommt, werden wir sie vorladen."

Steht der Hollywood-Schauspielerin nun ein peinlicher Auftritt vor Gericht bevor? Fest steht, dass Diaz auf keinen Fall als Ehebrecherin gelten will. Noch während sie in Peru war, um einen Dokumentarfilm zu drehen, wies sie über ihren Sprecher die pikanten Vorwürfe zurück und ging auf Distanz zu dem Magier. "Als Cameron Criss im Mai dieses Jahres kennenlernte, war er von seiner Frau schon seit über einem Jahr getrennt, sie hatte die Scheidung bereits 2006 ein­gereicht", so Brad Cafarelli. "Cameron und Criss hatten nur vier Verabredungen und haben derzeit keinen Kontakt." Einerseits schätzen Rechtsexperten es als unwahrscheinlich ein, dass das Gericht die Schauspielerin tatsächlich befragen wird. Ande­rerseits zeigt allein die Tatsache, dass sie öffentlich Stellung bezieht, wie sehr sie der Skandal trifft. Ihr Sprecher vermutet gar ­einen Komplott: "Da will jemand auf unfaire und eine um Aufmerksamkeit ringende Weise Camerons Bekanntheit ausnutzen." Tatsächlich spricht einiges dafür, dass die "Drei Engel für Charlie"-Darstellerin nur benutzt wird: von Sarantakos, die ihre Chancen bei den Scheidungsverhandlungen verbessern will; und von Angel, der sich mit Diaz womöglich nur geschmückt hat. Eine Masche des Magiers? Sobald seine TV-Show "Mindfreak" Mitte 2005 erste Erfolge feierte, fing er an, seine Frau zu vernachlässigen und die Reichen und Schönen in Hollywood zu umwerben. Im September 2006 verfiel Minnie Driver, 37, seinem Charme. Nach einem Liebesurlaub im mexikanischen Cancun munkelte man sogar von Verlobung. Doch schon im Oktober feierte Angel mit Paris Hilton, 26, in diversen Nachtclubs in Las Vegas. "Nachdem sie Jack Daniels und Coke getrunken und ein paar Jägermeister gekippt hatten, gingen sie auf die Tanzfläche und fingen an, wild zu tanzen und sich zu küssen", erinnert sich ein Beobachter. Auch Cameron bezirzte der Magier in der Spielerstadt. Im Mai besuchten sie die Show des Cirque du Soleil und kamen sich im "Hard Rock Cafe" schließlich näher. "Sie kuschelten heftig", so ein Augenzeuge zur Zeitschrift "People". Zunächst spielte der Magier die Affäre runter: "Glaubt ihr etwa, Cameron Diaz, die schönste Frau der Welt, hätte Interesse an mir? Wir sind nur Freunde, nichts weiter." Die neue Aufmerksamkeit ­genoss er dennoch - schließlich startete kurz darauf die dritte Staffel von "Mindfreak" auf dem Sender A&E. In einer Folge sieht man ihn über den Times Square schweben, im letzten Moment befreit er sich aus einem Betonblock und jubelt dann: "Ich möchte diesen Trick meinem Mädchen alias ­Cameron widmen. Ich liebe dich, Baby." Als Joanne Sarantakos davon Wind bekam, witterte sie ihre Chance. Endlich kann sie sich dafür rächen, dass Criss sie stets ­verleugnet hat. Mentale Grausamkeit und Vernachläs­sigung - unter Angabe dieser Gründe hat J­oanne Sarantakos die Scheidung eingereicht. Sie nutzt dabei aus, dass man im Staat New York noch das Schuldprinzip geltend machen kann. Indem sie Cameron ins Spiel bringt, zieht sie größtmögliche Aufmerksamkeit auf ihre Scheidung: ein Druckmittel gegen Criss. Zwar weist dieser alle Vorwürfe weit von sich und klagt, seine Ex wolle ihn nur ausnehmen - doch Joanne hat ihn in den vergangenen sechs Monaten von einem ­Privatdetektiv verfolgen lassen, um Beweise zu sammeln. Diese will sie beim nächsten Gerichtstermin am 19. September auf den Tisch legen.

Ihr Kalkül: Je mehr sie dem Magier, der sie angeblich nie an seinen Einkünften beteiligt hat, anhängen kann, desto teurer kommt ihn die Scheidung. ­Maximal muss Criss Angel die Hälfte dessen zahlen, was er während der Ehe eingenommen hat. Und das ist nicht wenig: Allein im vergangenen Jahr soll der Zauberer mehr als fünf Millionen Euro verdient haben. Hinzu kommt der Vertrag über fast 150 Millionen Euro, den er jüngst mit dem Hotel "Luxor" in Las Vegas abgeschlossen hat. Ab 2008 wird er hier seine magische Show live aufführen. Vielleicht lernt er ja bis dahin den Trick, sich in Luft aufzulösen. Das dürfte nicht nur Cameron Diaz freuen.