Titelgeschichte

Jetzt braucht sie ihn wie nie

Streit um Adoptivtochter Zahara, Zwist mit der Schwiegermutter: Angelina Jolie kämpft um ihr Familienglück. Bietet Brad Pitt ihr seine starke Schulter?

Jolie-Pitt

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"Wir werden ein größeres Bett brauchen",

scherzte Brad Pitt, 43, erst neulich im Interview. Und spielte damit auf weiteren Familienzuwachs an: "Ob wir ein fünftes Kind wollen? Oh ja. Und ein sechstes. Und ein siebtes, achtes und neuntes." Jetzt werden die Pläne von einer schockierenden Nachricht überschattet.

Mama Angelina Jolie strahlt mit den Kindern Zahara und Maddox um die Wette

Mama Angelina Jolie strahlt mit den Kindern Zahara und Maddox um die Wette

Fast sieht es so aus, als könnte bei den Jolie-Pitts ein Bettchen frei werden: das von Zahara, 2. "Zaharas Familie will ihr Kind zurück!", titelte die amerikanische "InTouch". Zwei Jahre nach der Adoption der Kleinen will man Zaharas leibliche Mutter aufgespürt haben. Es ist eine bittere Geschichte, die sie zu erzählen hat. Aber auch eine voller Widersprüche - mit unabsehbaren Folgen. Für Angelina Jolie, 32, kommt die Hiobsbotschaft zu einer Zeit, in der sie an mehreren Fronten kämpft. Während sie noch sehr unter dem Tod ihrer Mutter Marcheline Bertrand leidet und ihr Vater den seit Jahren schwelenden Familienstreit wieder entfacht hat, intrigiert nun auch Brad Pitts Mutter Jane erneut: Thanksgiving will sie mit Brads Ex-Frau Jennifer Aniston feiern. Eine Beleidigung für die Schwiegertochter in spe, die jetzt mehr als je zuvor Unterstützung braucht. Denn die Sorge um Zahara lässt sie fast verzweifeln.

Die Fakten: Angelina Jolie, 32, hatte Zahara halb verhungert beim Besuch in einem Waisenhaus gefunden, kaum sechs Monate alt. Das Mädchen fiel ihr auf, als Söhnchen Maddox, damals 3, ihr ein Küsschen zupustete. Jolie päppelte den Säugling auf und beantragte über die US-Agentur Wide Horizons for Children (WHFC) Zaharas Adoption. Im Juli 2005 präsentierte Angelina Jolie der Öffentlichkeit stolz ihr zweites Adoptivkind nach Maddox: "Sie kommt aus Äthiopien, und sie ist eine Aids-Waise." Denn so ging es aus Zaharas Akte hervor.

Papa Brad ist stolz auf seine Adoptivtochter Zahara

Papa Brad ist stolz auf seine Adoptivtochter Zahara

Jetzt meldet sich auf einmal die totgeglaubte Mutter zu Wort: Mentewab Dawit Lebiso, heute 24. Brisant: Die leibliche Mutter hat nie schriftlich ihr Einverständnis zu der Adoption gegeben. Müssen Brad Pitt und Angelina Jolie ihren kleinen Wirbelwind wieder hergeben? "Ich will, dass meine Tochter nach Hause kommt", fordert Mentewab, die in ärmlichsten Verhältnissen lebt. Als ihre Mutter Almaz Elfneh - Zaharas Großmutter - Zahara zur Adoption freigab, hatte sie angegeben, ihre Tochter sei bei der Geburt gestorben. Nun behauptet Almaz, 45, sie sei in die Irre geführt worden: Der Beamte, dem sie Zahara damals anvertraute, habe ihr versprochen, man würde mit der Familie Kontakt halten. "Was dieser Mann getan hat, kommt einem Mord gleich", klagt Mentewab laut "In Touch" an. "Er ist einfach mit meiner Tochter verschwunden und hat behauptet, ich sei tot." Dr. Tsegaye Berhe, Leiter der als seriös geltenden WHFC-Vertretung in Äthiopien, bestreitet das vehement. Die Adoption sei "legal und unwiderruflich", betont er in einem offiziellen Statement. "Die Großmutter brachte drei Zeugen bei. Alle sagten aus, dass Zaharas Mutter tot sei." Vater: unbekannt.

Angelina und Brad haben schon einige Höhen und Tiefen durchlebt, waren sich ihrer Liebe aber immer sicher

Angelina und Brad haben schon einige Höhen und Tiefen durchlebt, waren sich ihrer Liebe aber immer sicher

Von rechtlicher Seite haben Angelina Jolie und Brad Pitt also nichts zu befürchten. Dr. Tsegaye verurteilt den Fall als "Medienspektakel", als "Ausbeutung von Armut". Inzwischen hat Mentewab selbst widerrufen: Wie die Presseagentur Reuters meldete, habe sie die Journalisten für Mitarbeiter von Angelina Jolie gehalten und sei missverstanden worden. "Ich habe die Adoption nie in Frage gestellt", betont Mentewab. Auch wenn Zahara bei Angelina bleiben darf, hat die Kontroverse doch bereits Folgen: Jolie und Brad Pitt wollten in Afrika ein Schwesterchen für Zahara adoptieren. Doch die zuständige Behörde lehnte ab.

Das Debakel um Madonna und ihren David aus Malawi, der Vorwurf, Prominente würden bevorzugt behandelt, fordern ihren Tribut. Der Fall Zahara verstärkt dieses Negativ-Image noch. Da hilft auch Jolies Dauereinsatz als UN-Botschafterin nichts. Nachdem sie kürzlich die Teilnahme an einer Konferenz in Italien "aus persönlichen Gründen" abgesagt hatte, wurde schon über eine weitere Schwangerschaft spekuliert. Angelina Jolie dementierte. Wahrscheinlicher ist, dass die alarmierend Abgemagerte einen Schwächeanfall erlitten hatte. Ihre Begründung: Der Kummer über den Tod ihrer Mutter Ende Januar zehre so an ihr. Dazu Dreh-Stress, die Charity-Reisen, vier Kinder. "Sie vergisst einfach das Essen", so eineFreundin. Nach dem Verlust ihrer Mutter sehnt Jolie sich mehr denn je nach einem erfüllten, stabilen Familienleben. Meine Kinderliebe, meine Werte, all das verdanke ich meiner Mutter. Ich will meine Kinder so erziehen, wie sie mich erzogen hat", so Jolie. Zu ihrem Vater Jon Voight hingegen will sie keinen Kontakt mehr. Gerade hat er sich in US-Medien wieder darüber beschwert, dass Jolie ihm immer noch übel nehme, dass er die Familie früher verlassen habe. Seine Überzeugung: Man müsse die Vergangenheit ruhen lassen, außerdem habe er finanziell immer für Frau und Kinder gesorgt.

Eine Einstellung, die Jolie nicht teilen kann: "Man muss sich seine Kinder erst verdienen", hat sie einmal gesagt. Während Jolie also aus den eigenen Reihen keine Unterstützung bekommt, könnte Brad Pitts Familie ihr Rückhalt geben.Doch stattdessen schlägt ihr ein eisiger Wind entgegen. Brads Mutter Jane macht keinen Hehl daraus, dass sie mit der Freundin ihres Sohnes nicht warm wird - und Ex-Schwiegertochter Jennifer Aniston nachtrauert. Die beiden sind auch nach der Scheidung befreundet geblieben. Nun wurde Jen von Jane Pitt auch noch über Thanksgiving zu den Pitts nach Missouri eingeladen. Für die neue Frau an Brads Seite natürlich ein Affront - durchaus gewollt: Jane Pitt wirft ihr vor, sie entfremde ihren Sohn seiner Familie. Dass Angelina ihre Enkelin Shiloh, 1, im fernen Namibia zur Welt brachte, hat Jane ihr nie verziehen. Dazu ihre wilde Vergangenheit - und erst die vielen Tätowierungen.

Zuletzt gab es Zoff, als Jolie bekannte, sie habe "jede Droge probiert, die es gibt". Mrs. Pitt wirft Angelina vor, keine Rücksicht auf Brad und die Kinder zu nehmen. "Angie hat Brad klargemacht, dass es keine Harmonie geben kann, solange Jane mit Jen küngelt", so eine Vertraute. Darauf Brad: "Ich kann meiner Mutter nicht vorschreiben, was sie in ihrer Freizeit tut." Aber er kann und wird vermitteln.

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