Til Schweiger
© Getty Til Schweiger

Til Schweiger Til Schweiger verlässt Filmakademie

Til Schweiger hat seinen Austritt aus der "Deutschen Filmakademie" verkündet, da er sich übergangen fühlt. Nun folgt der Schlagabtausch zwischen Schauspieler und Akademie

Til Schweiger ist mächtig sauer. Da die "Deutsche Filmakademie" seinen Streifen "Keinohrhasen", in dem er selbst als Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller agiert, bei der Vorauswahl zum "Deutschen Filmpreis" nicht berücksichtig hat, zog er nun die Konsequenz. "Hiermit erkläre ich feierlich meinen Austritt!", sagte der 44-Jährige gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Focus". Am meisten hätte ihn verärgert, dass hauptsächlich Werke nominiert seien, die "keine Sau kennt". "Keinohrhasen" zu übergehen, der mit über drei Millionen Zuschauern den größten Erfolg der Saison errungen hätte, sei "skandalös".

Die "Deutsche Filmakademie" reagierte prompt auf den Austritt des Schauspielers und schob ihm selbst die Schuld in die Schuhe. In einer offiziellen Stellungnahme heißt es, dass "Keinohrhasen" nicht berücksichtigt werden konnte, da der Film "trotz Erinnerung gegenüber den Produzenten nicht zum Auswahlverfahren Deutscher Filmpreis 2008 angemeldet wurde."

Diese Begründung wiederum wurde nun von Til Schweigers Produzentenpartner von "Barefoot Films", Tom Zickler, entschieden zurückgewiesen. Seiner Meinung nach gab es Streitereien bezüglich der Antipiraterie-Maßnahmen, denn die Akademie soll keine Ansichts-DVDs mit Wasserzeichen und Kinofreikarten für Juroren zugelassen haben.

Doch auch hier endet der Schlagabtausch zwischen den Streithähnen noch nicht. Stefan Arndt, Leiter der "Deutschen Filmakademie" bestreitet nun wieder diese Anschuldigungen: "Die Melderegularien für dieses Jahr sind einfach nicht eingehalten worden. Selbstverständlich ist es erlaubt, zum Beispiel DVDs mit Wasserzeichen einzureichen." Um die Wogen zu glätten, wurde den Produzenten nun angeboten, dass "Keinohrhasen" am "Deutschen Filmpreis" 2009 teilnehmen könne.