Tiger Woods + Elin Nordegren

Rache oder Vergebung?

Mit der Opferrolle mag sich Elin Nordegren nach dem Sex-Skandal um ihren Mann Tiger Woods nicht abfinden. Jetzt bestimmt sie die Spielregeln

Peinlich? Nein, peinlich ist ihr

die Sache nun wirklich nicht. Die ganzen Kalauer, all die blöden Sprüche über Woods' "Spiel auf fremden Plätzen" und "seinen Putter": Worüber in den Golf-Clubs weltweit derzeit gelacht wird, das ist für einfach nur unfassbar schmerzhaft.

Von Tag zu Tag wird die Liste der Fehltritte ihres Gatten länger. Gut ein Dutzend Geliebte, Affären, Bekanntschaften haben sich inzwischen mit so pikanten wie skurrilen Details bei den US-Medien gemeldet. Elin muss nun beispielsweise mit der Tatsache leben, dass sie bereits vor der Hochzeit betrog.

Seitensprung

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Ein Porno-Starlet berichtete, "ein einziges Mal" mit dem Golf-Profi geschlafen zu haben, und zwar an dessen Junggesellenabschied. Sie lege daher Wert auf die Feststellung, dass sie diese nicht zerstört habe... Als Elin dann mit dem ersten Kind hochschwanger war, hatte längst eine andere Nebenfrau. Ihr erzählte er, dass er zu Hause fürchterlich unglücklich sei.

Was ist von dieser Ehe überhaupt noch übrig? Zur Überraschung vieler hat Elin sich bislang nicht von ihrem Mann getrennt. Mehrere US-Quellen berichten sogar, sie wolle ihm verzeihen. Immerhin bereut Tiger öffentlich, und er hat sich sogar eine Auszeit vom Sport verordnet, um seine Ehe zu retten: "Mir ist völlig klar, dass ich viele Menschen mit meiner Untreue verletzt und enttäuscht habe, vor allem natürlich meine Frau und die Kinder."

Auch Elin denkt bei allem, was sie entscheidet, vor allem an ihre beiden Kinder. Sogar über ein gemeinsames Familien-Weihnachtsfest in ihrer Heimat en wurde in den vergangenen Tagen verhandelt. Doch sie stellt auch ganz klare Bedingungen, lässt sich von Anwälten beraten und erwägt einem Blatt zufolge sogar, gleich nach den Feiertagen die Scheidung einzureichen. Viele Menschen fragen sich nun: Wie tickt diese Frau? Ihre wenigen guten Freunde sind sich vor allem in einem einig: Unterschätzt Elin nicht!

Es war vor acht Jahren bei den British Open 2001, als sich und die Blondine erstmals begegneten. Er, der aufstrebende Golf-Star. Sie, die ehemalige Psychologiestudentin, die sich auch mal als Model versucht hatte. Die dann als Verkäuferin gejobbt hatte, und schließlich als Au-pair für den schwedischen Profi-Golfer Jesper Parnevik nach Florida gezogen war. Ein kurviger, mit Zufällen gepflasterter Lebensweg.

Mia Parnevik, die Frau von Jesper, hatte Elin 2001 in Stockholm angeworben. Im mit "Sports Illustrated" erzählte sie: "Elin hatte überhaupt kein Interesse an Golfern." Und als die bildschöne Frau zum ersten Mal anbaggerte, habe sie das als Beobachterin kaum glauben können. Schließlich galt der Golfer damals nicht gerade als Womanizer, sein Spitzname an der Uni war "Urkel" – nach dem ungeschickten Streber Steve Urkel aus der TV-Serie "Alle unter einem Dach". Doch gab nicht auf und hatte schließlich Erfolg.

Auch das ist typisch Elin: Sie erwartet, dass man um sie kämpft. Als Model hatte sie sich schließlich auch nicht beworben, sondern war vom "Playboy"-Fotografen Bingo Rimér entdeckt worden. Seine Enttäuschung darüber, dass Elin sich nicht nackt fotografieren ließ, war groß. Noch irritierender fand er aber: "Elin interessiert sich überhaupt nicht fürs Modeln. Für die wenigen Shootings, die ich mit ihr gemacht habe, musste ich sie ins Studio zerren. Berühmt sein, diese ganze Star-Kiste, das ist ihr völlig egal."

Als Paar traten Elin und Tiger zum ersten Mal im März 2002 auf. 2003 Verlobung in einem südafrikanischen Resort, 2004 Hochzeit auf Barbados. Ein Gast soll damals gesagt haben: "Tiger hat sich gar nicht so benommen, als ob er in eine neue Lebensphase starten würde. Er war total entspannt, wie an einem ganz normalen Tag." Für Elin aber ist die Ehe auch heute noch, nach allen Enttäuschungen, etwas Wertvolles - nicht nur, wenn es demnächst um die Nachverhandlung ihres Ehevertrags und damit um viele Millionen Dollar geht. Werte waren ihr immer wichtig: Sie wurde streng konservativ erzogen.

Ihre Mutter Barbro Holmberg ist eine erfolgreiche Politikerin, ihr Vater Thomas Nordegren ein renommierter Journalist. Die Ehe der Eltern hielt nicht. Elin kennt also das Leben als Trennungskind - und will genau das ihrer Tochter und ihrem Sohn ersparen. Ihre Eltern unterstützen sie in diesen Tagen nach Kräften. Die Mutter reiste zu ihr, der Vater sagt öffentlich über seinen Schwiegersohn: "Ich bin tief enttäuscht."

Und Mia Parneviks Worte aus einem Interview vor dem Skandal haben nun auf einmal einen besonderen Klang: "Die Leute denken immer, die Beziehung von Tiger und Elin sei ein Märchen für Elin. Aber in Wahrheit ist Tiger derjenige, der den tollen Fang gemacht hat." Vielleicht wird ihm das jetzt langsam klar.

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